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29.12.2020

Recording: Flops des Jahres 2020

Wenig begeisternde Produkte im vergangenen Jahr

Enttäuschend?

Wir müssen euch enttäuschen. Und damit ist nicht gemeint, dass wir euch hier enttäuschende Produkte en masse präsentieren. Die Enttäuschung ist folgende: Wir können hier gar nicht reißerisch viele Dinge zerpflücken – was vor allem daran lag, dass es weniger konzeptionell fragwürdige oder eher schlecht produzierte Geräte gibt. Im Grunde ist anders als bei den Flops 2019 fast nichts als echter „Flop“ zu werten, die meisten der genannten blieben einfach nur etwas hinter den Erwartungen zurück oder sind aus Sicht der Recording-Abteilung für Tontechniker und Producer nicht so gut geeignet. Man kann es auch so sehen: Das Jahr 2020 war reich an Enttäuschungen für uns alle. Dass es da nicht viele klar negative neue Produkte, sondern viele positive gibt (Recording-Produkte des Jahres 2020) gibt, ist also durchaus positiv zu werten.

V-Moda M-200

Die einzige deutlich negative Bewertung im Jahr 2020 bekam der V-Moda M-200 – aus Sicht der Tontechnik. In erster Linie seine für Tontechnik-Aufgaben wenig geeignete Wiedergabeeigenschaften sind es, die ihm eine schwache Bewertung beschert haben. Der Autor macht im Test aber deutlich, dass das anders aussehen könnte, wenn das Marketing den V-Moda nicht explizit für uns als Zielgruppe darstellen und ihm Klangeigenschaften zuschreiben würde, die schlichtweg nicht zu erkennen waren. Und wenn der Preis deutlich geringer wäre.

IK Multimedia iRig Mic Cast 2

IK Multimedia hat eine Vielzahl unterschiedlichster Helferlein für Mobilgeräte auf dem Markt. Während das iRig Mic Cast HD bis auf ohne In-App-Käufe annähernd nutzlose Software überzeugen konnte, gesellte sich zum IK Multimedia iRig Mic Cast 2 auch ein geringer Ausgangspegel. Kein echter Flop, aber durch das geeignetere Geschwisterprodukt steht es doch schlechter da.

Teenage Engineering M-1

Als ernstzunehmendes Tontechnik-Gerät kann man das Teenage Engineering M-1 nicht bezeichnen, denn dafür hat es zu viele Parameter klar im Soll. Allerdings steht es als Lifestyle-Produkt und für einfache Kraativaufgaben – beides Dinge, die zur Marke passen – gar nicht mal so schlecht da. Und es ist preiswert! Als richtigen „Flop“ kann man das das M-1 daher auch nicht bezeichnen.

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