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12.12.2016

Plattenregale: Möbel für die Vinyl-Sammlung

Vinyl-Regale, Kisten, Koffer ....

Die Schallplatte: Sie strahlt nicht nur eine Faszination für Discjockeys und Hi-Fi-Liebhaber aus, sondern wird auch wieder Gegenstand des Livestyles. Analoger Sound, Wärme, Plattencover zum Anschauen, der Turntable im Living-Rom, das hat schon was. Und so individuell, wie der eigene Musikgeschmack ist, ist letztlich auch das Erscheinungsbild der Plattensammlung. Dies reicht von kaum bedruckten Whitelabels bis hin zu Kleinoden der Cover-Gestaltungskunst, bei denen es sich lohnt, das Artwork gebührend in Szene zu setzen.

Ebenso spricht wohl nichts dagegen, bei großen Sammlungen auf Aufbewahrungsmöbel korrespondierend zum umgebenden Interieur zu setzen. Ob es dann eher schick oder funktional sein soll? Der erste Tipp führt uns ins weit entfernte... Köln.

Frame your records Jimmy Cage

Das Regal Jimmy Cage von frame your records (frame-your-records.com) beispielsweise lässt sich stapeln, an die Wand hängen oder einfach in irgendeine Ecke stellen. Es ist gut 40 Zentimeter breit und hoch und fasst mit rund 10 Zentimetern Tiefe rund 20 Standard-Alben. Besonders cool: Geht euch das Front-Cover nach einiger Zeit auf den Senkel oder die Stimmung schwankt, steckt ihr einfach eine neue Platte nach vorn. Das Teil kostet 89 Euro und kommt fertig montiert ins Haus. Um es an die Wand zu hängen, müsst ihr euch jedoch selbst das benötigte Material aus dem Baumarkt besorgen.

Sefour RS300

Das Line-Array unter den Vinyl-Regalen kommt von Sefour, heißt RS300 und fasst gut 500 Scheiben. Es ist gut 1,42 Meter hoch und in den Farben Walnuss und Schwarz erhältlich. Bei 43 x 35 Zentimeter Auflagefläche passt sogar noch ein Turntable oben drauf. Find ich ganz schick und es nimmt nicht so viel Raum in Anspruch.

Atlantic Record Crate

Das hölzerne Atlantic Record Crate von theatlanticstore hält bis zu 50 Scheiben fest. Der natürliche, nostalgische Holz-Look möchte an die „roaring sixties“ erinnern. Es ist mit zwei Griffen ausgestattet, um es bequem von Raum zu Raum zu schleppen, aber Vorsicht: Ein Boden schein nicht drin zu sein. Mit 25 Dollar seid ihr dabei.

LPBin

Wer seine Platten im DJ-Studio, Hobbykeller oder wo auch immer nicht nur lagern will, sondern auch crate-diggen möchte, könnte gefallen am LPBin finden, denn dieses Teil versprüht echten Plattenladen-Charakter und fasst 560 Scheiben. Nicht minder gefällig ist das Cabinet, denn hier könnt ihr vierfach unterteilen, dafür gibt es im Boden nur die Möglichkeit zur seitlichen Aufbewahrung. Ab 239 Dollar geht es los.

Hi Phile Record Cabinet

Das Hi Phile Record Cabinet ist ein Stecksystem, dass bis zu 600 Scheiben aufbewahrt. Diese könnt ihr auf verschiedene Fächer verteilen und es gibt sechs Crate-Digger-Stacks, die 200 Vinyls fassen. Dazu gesellen sich 220 seitlich eingeschobene LPs/Maxis in den Bodenfächern und je 75 12-Inches und (!) 7-Inches landen in side-facing Fächern. Cool! Die Konstruktion stammt aus Portland, Oregon und kostet 725.00 Dollar (zzgl. Shipping).

Wax Rax

Ein sattes Portfolio hat auch Wax Rax zu bieten. Ob klein oder groß, fahr- oder schraubbar, die Konsolen machen einen guten Eindruck in unterschiedlichsten Umgebungen. Einziger Wermutstropfen: Sie sind nicht wirklich billig. So kostet der 300 Scheiben fassende Vinyl Record Storage Cart RC-1 in silberfarbenem Aluminium satte 4200 Dollar. Der kleinere RC-2 ist dagegen schon für 1525 Dollar zu haben und hält bis zu 400 LPs. Ein Schnäppchen ist er aber immer noch nicht. Ganz anders wohl

Ikea Kallax

Über 1000 Scheiben lassen sich in Ikeas Kallax, vormals Expedit, unterbringen. Der Preis-Leistungs-Kracher unter den Schallplattenregalen und seit mehr als einem Dutzend Jahren mein ständiger Begleiter in diversen Größen und Farben. Aktuell (09/2015) kostet das Kallax je nach Funier ab 79 Euro für 16 Fächer, respektive 129 Euro für 25 Fächer – unschlagbar. Im Shop von New Swedish Design ist auch ein Zusatzmodul namens „Elegant“ zur Unterteilung der Einzelfächer erhältlich. Mit stolzen € 37,50 pro Facheinschub ist dies wohl eher etwas für Anwender, deren Vinylaufkommen sich unterhalb einer 4-5 stelligen Anzahl bewegt.

Zomo VS Box 100/4

Zomo VS Box 100/4 gibt es ab 129 Euro und in mehreren Farben. Das Plattenregal fasst 400-480 LPs, ist aus massivem MDF-Holz gefertigt, leicht zu montieren und stapel/anreihbar. Es bietet drei Einschubfächer und ein Crate-Digger-Fach on Top.

Handmade LP Storage Box

Der finnische Designer Harri Koskinen hat einen oder besser gesagt zwei ganz besondere Plattenkoffer konstruiert, die ohne Zweifel ein Lippenbekenntnis zum Vinyl darstellen. Einen Hauch von Klassik versprühen die 40 x 40 x 40 oder 40 x 40 x 20 großen, aus Birkenholz handgefertigten Aufbewahrungsboxen sicherlich, aber ich würde wetten, wenn man darin seine Timecode-Vinyls spazieren führt, ist einem so mancher neidische Blick gewiss. Die handgemachten „Kleinode“ kosten allerdings auch 195 respektive 165 britische Pfund.

Falls nun gerade der Handwerker in euch durchkommt, dann nichts wie los in den Baumarkt zum Bretter kaufen und ran ans Werk. Ansonsten einfach mal die Hersteller-Websites besuchen. Und solltet ihr selbst coole Vinyl-Storage entdeckt habt, lasst es uns über die Kommentarfunktion gern wissen.

Euer Peter Westermeier

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