Hersteller_Pioneer
Test
5
12.06.2008

DETAILS- Format XXL
Mit seinen Maßen von 32cm Breite, 37cm Tiefe und 10,5cm Höhe kommt der CDJ-1000MK3 relativ wuchtig daher. Ich habe schon deutlich kleinere Tabletop-Player getestet, doch die Vorteile dieser üppigen Dimensionen liegen auf der Hand: Der Player stellt eine große und zudem übersichtliche Arbeitsoberfläche bereit, was viele Club-DJs sicherlich sehr zu schätzen wissen werden. Denn wenn es mal schnell gehen muss, sind große und beleuchtete Controller eben deutlich leichter zu finden und zu bedienen, als kleine Knöpfe.
Zudem ist die Höhe des Players ideal, da die meisten DJ-Mixer ähnlich hoch gebaut sind und sich so vor dem DJ eine ergonomische, einheitlich hohe Arbeitsoberfläche ausbreitet.


Das Jogwheel erscheint beim ersten Anfassen ebenfalls sehr groß, doch auch daran gewöhnt man sich sehr schnell. In Bezug auf das Jogwheel gibt es im Vergleich zum Vorgängermodell einige Änderungen. Der CDJ-1000MK3 hat erstmals einen Regler zur Einstellung der Empfindlichkeit des Rades (oben rechts neben dem Jogwheel). Diese Funktion erlaubt die Abstimmung des Widerstandes auf den individuellen Stil eines DJs. Des weiteren soll das Display, welches nun über die doppelte Auflösung verfügen soll und jetzt mehrfarbig ist, eine höhere Leuchtkraft haben, als das Display des Vorgängers, was ich jetzt nicht bestätigen möchte, da ich keinen AB-Vergleich anstellen kann.
Neu sind aber definitiv die 30°-Winkelmarkierungen innerhalb des Displays, die das Timing beim Scratchen durch eine genauere optische Kontrolle vereinfachen.

Formatwald
Wie seine Vorgänger, verfügt der CDJ-1000MK3 über ein CD-Slot-In-Laufwerk, welches Audio- und MP3-CDs lesen kann. Es können Rohlinge vom Typ CD-R und CD-RW verarbeitet werden. Durch Navigieren mit den Folder-Search-Tastern wird das Browsen durch MP3-CDs mit vielfältigen Ordner-Hierarchien deutlich vereinfacht. Der CDJ-1000MK3 bietet vollen Support hinsichtlich des MP3-Formates und  kann - im Gegensatz zu seinem Vorgänger - CBR- und VBR-Files verarbeiten und unterstützt dabei Samplingraten von 32kbit/s bis 320kbit/s (bei MPEG-1 Layer 3, also MP3) und MPEG-2-Dateien bei Datenraten von 16kbit/s bis 160kbit/s. Kurz gesagt: Alle wichtigen Files der MPEG-Audiowelt finden hier Unterstützung! Neben dem Slot-In-Laufwerk finden wir einen kleinen Kartenschacht für SD- und MM-Cards.

Auf den Karten können drei Hot Cues, die auch Hot Loops darstellen können, sowie die Wave Display-Daten von 100 Files abgespeichert werden. Mitgeliefert wird eine 64 MB SD-Speicherkarte von Panasonic, die direkt einsatzfähig ist. Bezüglich der Formatierung wäre wichtig zu erwähnen, dass der Player einigermaßen wählerisch ist. Frisch gekaufte SD-Karten sind in der Regel korrekt formatiert, vom PC oder von Kameras formatierte Karten sowie unformatierte Karten stellen für den CDJ-1000MK3 hingegen ein echtes Problem dar. Das Format kann in der Regel nicht gelesen werden.  

ANSCHLÜSSE
Im Gegensatz zu den Formaten wird es hinsichtlich der Anschlüsse des Players zum Glück deutlich übersichtlicher. Hier finden wir auf der Rückseite des Gerätes alles vor, was DJ braucht: Vergoldete Cinchbuchsen, die das Signal zum DJ-Mixer führen - zum Anschluss des CD-Players an einen digitalen Mixer hat Pioneer seinem Sprössling einen koaxialen S/PDIF-Ausgang spendiert. Das macht vor allem dann Sinn, wenn ein Club-Betreiber vorhat, einen Pioneer DJM-1000 DJ-Mixer anzuschaffen, da diese Mixer bislang als einziger eine komplett digitale Signalkette bereitstellt. Zum Standardprogramm bei Pioneer gehört nun schon seit Jahren eine Control-Buchse in Form einer 3,5mm Stereoklinke zum Anschluss an einen beliebigen DJ-Mixer von Pioneer. Über diese Verbindung wird das Faderstart-Signal vom Mixer an das Laufwerk gesendet - ein, wie ich finde, sehr cooles Feature, welches leider aber nahezu ausschließlich in der Pioneer-Family blieb und sich nicht bei allen Herstellern als Standard durchsetzen konnte. Vielleicht sollte sich Pioneer auch mal langsam Gedanken über die Art der Steckverbindung machen. Natürlich wurde die Entscheidung, die 3,5mm Klinkenbuchse als Steckverbindung zu nutzen, schon vor vielen Jahren gefällt, doch ein Upgrade auf den 6,3mm Klinkenanschluss wäre sicherlich wegen der besseren Kontaktsicherheit und längeren Haltbarkeit eine nachhaltige Verbesserung und im Hinblick auf die Preise dieses Pioneer-Produktes auch sicherlich adäquat.

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