Hersteller_Oktava
Test
2
07.08.2013

Fazit
(5 / 5)

Wenn ich nach Empfehlungen für Kleinmembran-Mikrofone gefragt werde, die bei überschaubaren Kosten sehr gute Ergebnisse liefern, habe ich in den letzten 15 Jahren oft "Oktava MK-012" gesagt und kann das angesichts der aktuellen Produktion der Mikrofone auch weiterhin reinen Gewissens tun. Besonders die Kugeln haben es mir angetan, doch auch die richtenden Kapseln verrichten sehr gute Arbeit. Man sollte dabei wissen, dass die russischen Kondenser nicht die agilsten Mikrofone sind, andererseits verzeihen sie auch viele Mikrofonierungsfehler durch ihren wohlwollenden Gesamtklang. In Gesprächen und Foren wird zudem klar, dass es nicht wenige Profis gibt, die auf die Mikros schwören – und sei es als Pendant zu ihren teuren, chirurgischen Analyseinstrumenten. Mit einem Oktava-Set macht man wirklich nichts falsch, vor allem investiert man sein Geld in einfache, gute, bewährte und erwiesenermaßen zuverlässige Technik. Oktava hat gut daran getan, die Produktion des wichtigsten Mikrofons im Programm zwar ab und zu an die Verfügbarkeit von Bauteilen anzupassen, doch es nie von Grund auf zu "modernisieren". Von mir aus können sie es einfach immer so weiter bauen – ein Klassiker ist es jetzt schon.

  • Pro
  • Preis-Leistungsverhältnis
  • umfangreiches Modularsystem
  • gutmütiger Klang
  • Contra
  • -
  • Spezifikationen
  • Empfängerprinzip: Druckgradientenempfänger, Druckempfänger (Wechselkapseln)
  • Richtcharakteristik: Niere, Hyperniere, Kugel (Wechselkapseln)
  • Wandlerprinzip: Kondensator
  • Betriebsspannung: 48 V Phantomspeisung
  • Frequenzgang: 20 Hz - 20 kHz
  • Übertragungsfaktor: 18 mV/Pa
  • THD+N: 12 dB(A-bewertet)
  • maximaler Schalldruckpegel: 130 dB SPL (0,5% THD+N)
  • Vordämpfung: Dämfungsglied 10 dB
  • Preis (Paar): 559,- € (UVP)
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