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Test
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25.10.2018

Novation 49SL MKIII Test

USB/MIDI Controller Keyboard

Universeller Controller und Kommandozentralensequenzer

Auch wenn der Typenappendix „MK III“ Kontinuität suggeriert: Die dritte Inkarnation der beliebten Controller-Keyboards von Novation stellt eine deutliche Zäsur dar. Denn bei der SL MkIII, die als vier (49) oder fünf (61 Tasten) Oktaven-Version erhältlich ist, erinnert wenig an den Vorgänger: Neben ganzen fünf integrierten Farbdisplays geht der neue Controller mit einem integrierten 8-Spur Sequenzer, zwei CV/Gate/Mod-Outs und einem Clock-Ausgang, sowie einer umfassenden Template-Verwaltung an den Start. Das SL MkIII will nicht ein Controller unter vielen sein, sondern der Controller – im Studio genauso, wie im Live-Einsatz. 

Details

Überblick

Controller sind im modernen DAW-Verbundsystem zu einem unverzichtbaren Eingabemedium geworden, denn all die schönen Plug-ins mit Klangerzeugern und Effekten wollen ja dynamisch gesteuert und nicht nur mit der Maus eingezeichnet werden. Mit insgesamt acht Rotary-Encodern, acht Fadern, vierzig Tastern, fünf Displays, einer vollständigen Transportsektion und den typischen Spielhilfen wie Transposition, Modulation und Pitchbend, bietet das neue SL MkIII dafür ein umfassendes Arsenal an haptischen Befehlsgebern. Auch das primäre Eingabemedium - nämlich das Keyboard – verspricht eine gute Interaktion, denn es ist halbgewichtet und mit Aftertouch ausgestattet. Darüber hinaus agiert der Controller auch als ausgefuchster 8-Spur-Sequenzer mit Lauflichtprogrammierung, Pattern-Speicher und einem mächtigen Arpeggiator. Hinzu kommt, dass alle MIDI-Adressierungen und Betriebszustände in einer umfangreichen Hierarchie organisiert und bei Bedarf wieder aufgerufen werden können. Dazu stellen Novation eine neue Software bereit, die sich „Components“ nennt und künftig die Verwaltung sämtlicher Novation-Geräte übernehmen soll.

Auspacken

Das 49SL MkIII erreicht uns in einer braunen Standard-Umverpackung. Darin befindet sich dann ein bunt bedruckter Karton mit integriertem Henkel, dessen Motiv bereits den möglichen Einsatzzweck verrät. Der Controller liegt darin dank zwei geschäumter Kunststoff-Flanken relativ sicher. Macht man sich die Mühe und verstärkt die Ecken der Kiste mit Gaffa-Tape, spricht nichts dagegen sie eine Zeit lang als provisorisches Case zu benutzen. In der Verpackung finden sich dann der Controller selbst, eine Kurzanleitung, ein Netzteil mit internationalen Steckeraufsätzen und ein ziemlich schickes USB-Kabel mit Textil-Ummantelung.

Erster Eindruck

Schon beim Herauswuchten des knapp zehn Kilo schweren Befehlsgebers fallen die leicht abgeflachten Unterseiten auf, dank derer sich das Gerät gut bewegen lässt. Seinen Platz auf dem Arbeitstisch nimmt der 49SL MkIII bombensicher ein, denn er steht nicht auf einzelnen Gummifüßen, sondern einer umlaufenden Gummileiste – sehr gut. Die optische Erstinspektion liefert ebenfalls ein überzeugendes Bild: Das nachtschwarze, kantige Gehäuse sieht ein gutes Stück seriöser als seine Vorgänger aus. Taster, Poti-Kappen und Controller-Räder sind mit einem gummierten Kunststoff überzogen und geben einen guten Grip. Auch die Tastatur vermittelt ein angenehmes Spielgefühl.

Anschlüsse

Der Blick auf die Rückseite zeigt – neben der unvermeidlichen Strom- und USB-Buchse – ein erfreulich reichhaltiges Bild: Neben einem vollständigen MIDI-Trio (In, Out, Thru – der optional auch als zweiter Out dienen kann), finden sich hier zwei CV/Gate/Mod-Schnittstellen plus einem Clock-Ausgang, nebst einem Fußschalter-Trio, bestehend aus Sustain, Expression und Footswitch.

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