Workshop_Folge
Workshop
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31.03.2015

Mixing-Fehler: Weitere Infos

Backgroundinfos und Links

Mit uns zum besseren Mix

One Song, 100 Mixes!
Die von mir in diesem Artikel als Hörbeispiele eingesetzten Mixe sind Einsendungen eines Wettbewerbs, der im März und April 2011 auf der Seite www.Mixoff.org stattfand – einer Site, die eine Reihe Mix-Kollabortions-Foren beherbergt. Der Song „ Blood to Bone“ der talentierten Alt-Rock Band Young Griffo wurde jedem im Forum als Multitrack zur Verfügung gestellt, und ich hatte mich bereit erklärt allen Einsendungen, die in den ersten Wochen reinkamen, ein Feedback zu geben. Über 100 wurden eingesandt – etwa 60 habe ich bewertet. Ich habe sie auf einer speziellen Website untergebracht, so dass ihr sie bequem anhören könnt und meine Bewertungen parallel dazu lesen könnt (Anm.: direkte Links sind auch unter den Zahlen der Mixes). Ihr könnt sogar immer noch das Rohmaterial runterladen, falls ihr selbst mal einen Versuch starten wollt: www.cambridge-mt.com/YoungGriffoCompetition.htm

Monitoring

Monitoring ist beim Mischen ein großer Faktor – denn man kann schließlich nur Mischen, was man hört. Wenn ihr eure Karten richtig ausspielt, ist es aber absolut machbar, auch mit relativ bescheidenem Equipment anständige Mixe zu machen. Zuallererst: was immer ihr plant, für Monitorlautsprecher auszugeben – ihr solltet die gleiche Summe auch für Akustikmaßnahmen ausgeben, damit sich die Investition lohnt. Falls ihr Empfehlungen für so was sucht, schaut auf der SOS Website im Archiv der Studio SOS Kolumne nach (Anm.: da besuchen sie regelmäßig Leser und geben ihnen eine Menge praktischer Tipps – oder natürlich bei uns z.B. im Raumakustikworkshop). 

Mein zweiter Tipp ist, euch einen kleinen Einwege-Mixing-Speaker wie den Avantone Mix Cube oder Pyramid Triple-P zuzulegen, auf dem ihr den Mix dann in mono abhört. Die zusätzlichen Erkenntnisse, die einem diese Art des Monitorings für die Ausgewogenheit einer Homestudio-Mischung verschafft, sind außergewöhnlich – und die zusätzlichen Anschaffungskosten absolut wert. Vor allem, wenn man kein Geld für ordentliche Nahfeldmonitore hat, und deswegen hauptsächlich auf Kopfhörern mischt. Die Hauptsache bei der Abhörtechnik selbst ist es, nicht zu vergessen, den Mix in einer Reihe verschiedener Lautstärken zu hören und zum Frischhalten der Ohren regelmäßige Pausen zu machen. Während der Arbeit zwischen verschiedenen Monitorsystemen umzuschalten, hilft auch eure Objektivität zu verbessern...

Mixreferenzen
Eine der besten Mischhilfen steht wahrscheinlich schon bei euch im Regal: eure eigene Musiksammlung. Der Vergleich eurer eigenen Werke mit euren Lieblingsproduktionen ist der wahrscheinlich billigste Weg, euer Mixing zu verbessern (bei Bedarf mit Lautstärkenanpassung, um einen realistischen Vergleich zu ermöglichen). Es verblüfft mich, wie wenige Home-Mischer sich die Zeit dafür nehmen, solche Vergleiche mehr als nur flüchtig zu machen. Dieser Tatsache habe ich 2008 mal einen ganzen Artikel gewidmet (www.soundonsound.com/sos/sep08/articles/referencecd.htm). Aber als Wichtigstes sollte man im Kopf behalten, dass man sich die Zeit nimmt, passende Referenzen aussucht, damit man sich ein herausforderndes Ziel steckt. Auch wenn es bisweilen deprimierend ist, sich an einer derart hohen Messlatte abzustrampeln, gibt es nichts besseres um sicherzustellen, immer eine solide Qualität zu erreichen.

Weiterführende Literatur
In einen einzigen Artikel kann man immer nur eine begrenzte Menge an Infos quetschen, deshalb habe ich auf der SOS Website eine Liste nützlicher Artikel vorbereitet, die jeden der 10 Fehler noch detailierter beleuchten. Das schliesst eine Reihe Mix Rescue Featuress mit ein, inklusive Audiobeispiele (Anm.: Mix Rescue ist eine Serie, wo Leser Mischungen einschicken können, die dann von Mike neu gemischt werden):

http://www.soundonsound.com/sos/sep11/articles/mixmistakesreadinglist.htm

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