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Test
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14.03.2018

Mixed In Key Captain Plugins Test

Kompositions-Plug-ins

Kompositionen auf Knopfdruck!

Software-Hersteller Mixed In Key hat sich voll und ganz auf Tools spezialisiert, die beim DJing und Produzieren helfen sollen, den harmonischen Part im Griff zu behalten. Nach der Standalone-Software „Odesi“, welche bereits Chords und Basslines auf Knopfdruck abfeuerte, liefert der Hersteller nun ganze vier Kompositionshelferlein, und zwar im Plug-in-Format!

Sie hören auf den Namen „Captain Plugins“ und generieren Akkorde, Melodien und Basslines passend zum gewünschten Grundton. Die Plug-ins gibt es derzeit für macOS im VST- und AU-Format, Windows-Versionen sind laut Mixed In Key in der Mache. Ist das Songwriting ab jetzt nur noch einen Knopfdruck entfernt? Wir haben die vier Ideenlieferanten in die DAW geladen und herausgefunden, welche Möglichkeiten sie im Vergleich zu Odesi bieten, um Kompositionen auf Knopfdruck zu liefern!

Details

Konzept

Das Kernkonzept der vier Plug-ins erinnert stark an Odesi, und das ist auch gut so. Schon der autarke „Vorgänger“ konnte uns mit einem einfachen Bedienkonzept überzeugen. Auf den ersten Blick wirkt das Interface wie ein Pianorollen-Editor. Allerdings werden die Noten nicht eingezeichnet, sondern von der Software vorgegeben, passend zu gewünschtem Key und Scale. Je nach Plug-in stehen unterschiedliche Parameter bereit, mit denen sich die Komposition an die eigenen Vorstellungen anpassen lässt. Schauen wir uns diese für jedes Plug-in im Einzelnen an.

Captain Chords

Für den Grundbaustein der Komposition dient Captain Chords, mit dem sich Akkorde auswählen und zu Akkordfolgen bilden lassen. Zudem stehen reichlich vorgefertigte Akkordfolgen bereit, die laut Mixed in Key aus etlichen Chart-Hits zusammengetragen wurden – der nächste Hit ist also praktisch vorprogrammiert. Standardmäßig wird jeder neue Akkord auf den nächsten Takt gelegt. Die Akkordwechsel lassen sich mit der Maus verschieben und weitere können hinzugefügt werden – dasselbe Konzept, das auch schon Odesi zu einer intuitiven Bedienbarkeit verholfen hat!

Zu Beginn werden bei jedem Akkordwechsel lang gehaltene Noten gespielt, was aber in der Rhythm-Sektion in den Kategorien Simple, Complex und New mit etlichen vorgegebenen Patterns änderbar ist. Hinzu kommen weitere Optionen für Notenlänge, Anschlagstärke, Umkehrungen, Oktave, Anzahl der Noten innerhalb eines Akkordes sowie „Flavor“ (7th, 9th, 11th, 13th). Die Parameter sind in Dropdown-Menüs auswählbar, was einen intuitiven Workflow ergibt.

Captain Melody

Wie der Name bereits verrät, gibt es auch einen Captain, der Melodien generiert: Captain Melody. Eben dieses Feature hatte ich noch im Testbericht zu Odesi vermisst. Auch dieses Plug-in bietet Settings, wenngleich weitaus weniger als Captain Chords. Festlegen lässt sich die Anschlagstärke, die Notenlängen und die Oktave, in der die Melodie spielen soll. Mit „Tension“ gibt man der Melodie vor, welche Noten verwendet werden sollen: Chords Notes Only, In Harmony, In Scale oder Unmodified. Hinzu kommen haufenweise Rhythm- und Pattern-Presets.

Captain Deep

Zum Generieren von Bassnoten dient Captain Deep! Er kommt mit denselben Funktionen, die auch schon in Odesi das automatische Erstellen von Basslines ermöglichten. Neben einstellbarer Oktave und Velocity hält er ebenfalls Rhythm-Presets bereit. Unter Shape lässt sich auswählen, ob die Bassline den Akkordfolgen von Captain Chords folgen oder stattdessen eine umgekehrte Abfolge durchlaufen soll. Weitere Optionen sind Minimum Adjustment Necessary und Don’t Change Melody.

Captain Play

Letzter Captain im Bunde ist Captain Play, der es erlaubt, mit der Computertastatur Noten und ganze Akkorde zu triggern – alles „in Key“, versteht sich. Sieben Töne stehen in jeweils vier Oktaven bereit. Captain Play eignet sich also als eine Art Spielhilfe, um Live immer den richtigen Ton zu spielen. Ein Feature, das man in ähnlicher Form bereits von einigen DAWs und Controller Keyboards kennt. Hinzu kommt eine Record-Funktion, die die gespielten Noten gleich in einer Region bereitstellt, um die live gespielten Noten und Akkorde ins Arrangierfenster der DAW zu laden.

Weiterer Captain in Sicht

Laut Mixed In Key ist in naher Zukunft ein Captain Beat verfügbar, der für Lizenzbesitzer der Captain Plugins kostenlos nachgereicht wird. Offizielle Infos über dessen Features gibt es noch nicht. Wer allerdings den Test zu Odesi gelesen hat, wird bereits erahnen können, was Captain Beat auf Lager haben könnte. Schauen wir uns im Praxisteil an, was sich mit den vier Captains anstellen lässt, die das Bundle bislang zu bieten hat.

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