Test
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28.06.2016

Mixars MXR-4 Test

Vierkanal-Clubmixer

Optisch solide – technisch markant

Mit dem Mixars MXR-4 buhlt ein neuer Vierkanal-Mixer um die Gunst der DJs. Auf den ersten Blick ist das Auftreten eher schlicht und solide und hebt sich kaum von den direkten Mitbewerbern, beispielsweise einem Reloop RMX-60 oder Behringer DDM 4000 ab. Doch oftmals steckt der Teufel im Detail, also sehen wir natürlich genauer hin. Das Pult wartet mit vier Hauptkanälen, 18 integrierten Effekten und einem USB-Audiointerface auf, sodass man neben Platten- und CD-Spielern auch Signale vom Rechner einspeisen kann. Ein Clubmischer durch und durch, mit bewährtem Bedienlayout und digitalem Mehrwert? Welche Qualitäten Mixars Pult im Praxiseinsatz auffährt, erfahrt ihr in folgendem Test.

Details

Mit 320 Millimetern Breite und einer Tiefe von 360 Millimetern entspricht der MXR-4 dem 12,5-Zoll-Format für vierkanalige Clubmixer. Für den Rackeinbau gibt es zwei Spangen zum Anschrauben an den beiden Außenseiten des Chassis. Die gehören genauso zum Lieferumfang wie ein Netz- und ein USB-Kabel sowie eine ausgedruckte Bedienungsanleitung. Das Top-Panel wird von einer sehr robusten, gebürsteten Faceplate aus Metall abgeschlossen. Line- und Crossfader sind keine schnell austauschbaren Einzelmodule, sondern mit der Top-Platte verschraubt. Im Verschleißfall muss daher das Panel vollständig demontiert werden. 

Das Design wirkt mit seiner weißen Beschriftung recht clean, doch die schwarz-blauen Knobs, die Faderkappen und die rot-blauen LEDs frischen es ein wenig auf. Dank der gewohnten Anordnung der Regler und Potis kommt man in der Mixsektion auf Anhieb zurecht. Links befindet sich die Kopfhörerabteilung mit zwei Buchsen für 3,5 und 6,35 Millimeter große Klinkenstecker. Neben der Lautstärke lässt sich auch das Mastersignal stufenlos hineinmischen oder man splittet per Schalter die beiden Signale auf die zwei Ohrmuscheln auf.

Darüber schließen der Mikrofonanschluss per XLR-Klinken-Kombi-Buchse samt Regler für die Lautstärke- und den Zweiband-EQ an. Zudem kann ein zweites Mikrofon (Mic 2) über die rückseitige Standard-Klinkenbuchse angedockt werden. Die beiden Mics werden separat ein- bzw. ausgeschaltet und hinsichtlich des Pegels reguliert. Die (De-)Aktivierung der Talk Over-Funktion übernimmt ein rastender Schalter.

Sämtliche Kanäle stattet Mixars mit 60 Millimeter langen leichtgängigen Dual Rail Fadern aus, der Crossfader des gleichen Typs misst 45 Millimeter. Zum weiteren Besteck eines jedes Channels zählen Cue-Taster, ein Dreiband-EQ mit Reglern für Bässe, Mitten und Höhen, die bis zu 26 dB absenken. Zur optimalen Pegelanpassung dienen Gain-Regler und ein zweifarbiges, aus zehn LEDs bestehendes Level-Meter. Ein oben thronender Quellschalter wählt zwischen Line- oder Phonosignal aus.

Master & FX

An gewohnter Position (rechts oben) haben sich die zwei Master-Drehpotis mit einem zweifarbigen Stereo-Level-Meter angesiedelt. Wahlweise zeigt die wiederum aus zehn Segmenten bestehende Kette mit ihredn roten und blauen LEDs entweder den Pegel von Master 1 oder Master 2 an. Unterhalb der Mastersektion befinden sich ein CF Reverse- und ein CF Curve-Schalter, der mit einer soften Überblendung oder einem schnellem Cut In zwei Modi für die Blendencharakteristik des Crossfaders bereitstellt.

Die Effektsektion schließt direkt darunter an und offeriert mit Off/On-Schalter und jeweils einem Regler für die Dry/Wet-Intensität beziehungsweise die Quantisierung. Die verfügbaren Effekte und der Kanal sind über zwei Tasten anwähl- und somit nur vom Display einsehbar. Obendrein gibt es für das Timing der Effekte jeweils eine Taste, um das FX-Tempo an den gerouteten Kanal oder an den Master anzupassen.

Backpanel

Den Anschlussreigen des Backpanels eröffnet zur linken der Kaltgerätekabel-Anschluss. Das Master-Signal wird zum einen über einen zwei symmetrische XLR-Ausgänge und einen unsymmetrischen Stereo-Cinch-Out herausgegeben. Das zweite Main-Signal, das man sich für den Monitor nutzbar machen kann, liegt an einem weiteren Cinch-Buchsen-Paar an. Ein weiterer RCA-Ausgang dient klassisch als Recording Out für spontane Mixaufzeichnungen. Drei Cinch-Anschlüsse sind strikt für Line-Geräte reserviert, zwei weitere inklusive Erdungsschrauben für Plattenspieler, die aber per DIP-Switch auch Line-kompatibel sein können. Der zweite Mikrofonanschluss auf Basis einer 6,35-Millimeter-Klinkenbuchse und eine USB-Schnittstelle schließen die I/O-Sektion auf der Mixer-Rückseite ab.

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