Hersteller_M-Audio
Test
5
07.05.2010

Details

Besonders viel ist nicht dran am schwarzgrauen Testkandidaten. Auf einer Fläche von 21 mal 26 Zentimetern kombiniert er einen Battlemixer mit den Transport- und Pitch-Sektionen zweier CD-Player und hat zusätzliche noch ein paar Regler on Top spendiert bekommen. Das sollte in der Tat ausreichen, um die essentiellen Funktionen einer DJ-Software auf die Hardware zu projizieren. Und ordentlich verarbeitet ist er obendrein. Komplett aus Plastik gefertigt, bietet der kompakte 750-Gramm-Leichtfuß zwölf Drehregler, fünf Fader und zehn Buttons. Damit ist er in der Lage 27 MIDI Befehle zu senden. Zum Lieferumfang gehören neben der Hardware zwei Installations-CDs für Windows und Mac, ein USB-Kabel, eine X/Y-Weiche und der Quickstartguide.

Backpanel und Bedienelemente
Das Backpanel (wie sollte es auch anders sein, wenn kein Audio Interface integriert ist) gibt sich recht unspektakulär. Neben dem obligatorischen USB-Anschluss und dem nicht selbstverständlichen, aber begrüßenswerten Power-Switch, besitzt XSP Reset-Taster, damit man ihn bei Bedarf auf Werkseinstellungen zurücksetzen kann. Ein Kensington Lock schützt vor Diebstahl.

Die 7-Bit-Channelfader haken auf ihrem 50 mm langen Regelweg zunächst noch zeitweise. Dies liegt sicherlich am Neuzustand des Probanden und sollte sich im Laufe der Nutzung ändern. Viel mehr stört, dass die Schieber etwas locker eingebaut sind und zudem auch ein wenig schleifen. Dennoch erreicht der Pitch Temponuancen von Zehntel-BPM und auch seine Deadzones an den Nord und Südenden fallen mit 2-3 Millimetern erfreulich klein aus. Der 45-mm-Crossfader ist etwas weicher als seine Kollegen und ermöglicht ziemlich sanfte Überblendungen. Die gummierten Transport- und Cue-Tasten geben kaum Grund zur Beanstandung. Sie senden On/Off-Notenbefehle, haben einen deutlichen Druckpunkt und lösen vollflächig aus. Schade, dass sie nicht beleuchtet sind.

In der oberen Mischpulthälfte sind zwölf Control Change-Drehregler arrangiert, die mir persönlich etwas zu leichtgängig laufen. Die EQ-Befehlshaber besitzen eine Mittenrasterung, die Effekt-Potis nicht. Beide sind ausreichend hoch dimensioniert und liegen etwas rutschiger in der Hand als ihre gummierten Konkurrenten. Sie haben genug räumliche Distanz zueinander, sodass man kaum Gefahr läuft, in der Hitze der Nacht versehentlich am falschen Knopf hängen zu bleiben. Ihr Plastik-Feeling werden sie zwar nicht los, können aber durchaus Mix-Qualitäten vorweisen. Im Zusammenspiel mit Torq-LE brachten es die Equalizer im Cut (0 bis -26dB) auf eine Feinabstufung von 0,4dB, im Boost (0 bis +6dB) sogar auf 0,1dB Schritte. Das sollte doch ausreichen.

2 / 4
.

Verwandte Artikel

User Kommentare