Hersteller_M-Audio
Test
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12.08.2010

Details

In klassischem schwarzen Nylon gefertigt erscheint die Tasche eher schick als wuchtig, obwohl sie immerhin 40 x 30 x 7 cm misst. Ihre einzige Farbkomponente ist ein frontseitiger Aufnäher mit dem M-Audio-Logo. Die Mappe mit den silberfarbenen Zippern wirkt strapazierfähig, der karogesteppte Überwurflappen besitzt eine Reißverschlusstasche mit Stifthalter und Kartenfach für die kleinen Dinge des Lebens, die man gern schnell und unkompliziert griffbereit hat.

Öffnet man den metallenen Schnappverschluss, blickt man auf eine Innentasche im großzügigen DINA4-Format, der ein Klettverschluss sicher gut getan hätte. Darauf sind vier Einschubfächer zwei Stiftschlaufen und ein Maschenbeutelchen platziert. Im unteren Viertel ist eine weitere Netztasche aufgenäht, die sich optimal für Kabel, Adapter oder das Laptop-Netzteil eignet. Zumindest dann, wenn es nicht regnet. Laut Herstellerangaben fasst das Bag Notebooks bis zu einer Diagonalen von 17 Zoll. In der gepolsterten Innentasche fanden unsere drei Testkandidaten ohne Ausnahme Platz. Der 16-Zöller aber gerade so eben noch. Daher ist es anzuraten, bei großen Geräten im Vorfeld auszuprobieren, ob es passt. Es hat ein wenig den Anschein, als würden die Hersteller bei den Diagonalen-Angaben von eher flachen Macbook-Pro Computern ausgehen. Bei einem Sony, Toshiba oder Acer Notebook hingegen, könnte durchaus vorher Schluss sein.

An der Rückseite ist eine weitere Tasche eingelassen, die wie geschaffen ist für ein Audiointerface oder einen DVS-begleitenden, kleineren MIDI-Controller a´la Faderfox DX3. Besonders interessant fand ich in diesem Zusammenhang, das M-Audio der einzige Hersteller im Testumfeld war, der ein bebildertes Schild mit einer Befüllungsanleitung anheftet. Dort bilden sie vom Microtrack, über das Interface und In-Ear-Phones auch zuvor hauseigene DJ-Gear und den vorgesehenen Ablageraum ab. Um die Multifunktionalität weiter zu bekräftigen, gibt’s an der Tragevorrichtung noch ein Fach fürs Telefon oder die Zigarettenschachtel und einen weiteren Einschub, vielleicht für den MP3-Player samt Kopfhörer. Praktisch und klasse. Die Verarbeitung ist allerdings nicht erste Sahne. Teilweise lose Fäden und eine nur dünn gepolsterte Auflage am verstellbaren Schulterriemen trüben den ansonsten recht gelungenen Gesamteindruck. Die Laptop Bag erinnert stark an Nambas Kava, die unterm Strich etwas hochwertiger erscheint, auch wenn sie insgesamt weniger Taschen bietet. Preislich liegen beide mit rund sechzig Euro auf gleichem Niveau.

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