Percussion
Test
4
22.02.2016

Praxis

Vintage ist nicht nur der Look

Nachdem ich mir einen Moment Zeit nehme, die Felle gleichmäßig zu stimmen, geht’s los mit dem Praxistest. Und siehe da – die LP Original Bongos sehen nicht nur old-school aus, sie klingen auch so. LPs Fellauswahl gefällt mir sehr. Bei modernen Bongos trifft man häufig auf sehr dünne Felle, mit denen man leicht den Bongo-typischen scharfen und durchsetzungskräftigen Klang erzeugen kann. Allerdings tritt häufig ein unangenehmer Nebeneffekt auf, der sich in nervenden Obertönen und einem Gesamtklang, dem irgendwie der Bauch fehlt, äußert. 

Nicht so bei den Original Bongos. In der recht tiefen Stimmung, in der das Instrument geliefert wird, könnte der Sound direkt von einer alten Son Montuno Aufnahme stammen. Sound ist natürlich Geschmacksache, und der eine oder andere bevorzugt womöglich den typischen schärferen Klang, aber mir gefällt die wärmere Charakteristik richtig gut. In den Aufnahmen hörst du zuerst die einzelnen Töne und danach zwei Grooves.

Jetzt möchte ich noch hören, wie die Bongos klingen, wenn man die Felle etwas härter spannt. Nachdem ich die Stimmung angezogen habe, wirkt der Klang etwas „moderner“, wie du in der nächsten Aufnahme hörst. Auch hier machen LPs Bongos eine gute Figur.

Einen kleinen Kritikpunkt gibt es nach meiner Test-Session allerdings auch: Die mitgelieferten Gummipfropfen, die dafür gedacht sind, die Hardware zu schützen, halten beim bestem Willem nicht auf den Schrauben. Sie sitzen sehr locker und lösen sich bereits bei der kleinsten Bewegung oder Erschütterung. 

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