Gitarre Hersteller_Jackson
Test
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06.01.2020

Jackson Dinky Minion JS1X Test

E-Gitarre

Rookie-Shredder

Mit der Jackson Dinky Minion JS1X schmiedet der amerikanische Gitarrenbauer auch den jüngeren Fans moderner Superstrat-Korpustypen ein Instrument auf den Leib, denn die Mensur von 572 mm-Mensur, die einer 2/3-Größe entspricht, eignet sich hervorragend für Kinder ab dem Grundschulalter oder generell Aspiranten von kleinerem Wuchs.
All das muss natürlich nicht auf Kosten der Optik gehen, denn unsere Kandidatin kommt im klassischen 80s Jackson-Dinky-Design samt spitzer Kopfplatte und Haifischflossen-Inlays im Griffbrett. Der Coolness-Faktor ist damit natürlich schon mal gewahrt, die Kernfrage bleibt jedoch, ob in der kompakten E-Gitarre auch ein amtlicher Sound steckt. Dieses und mehr wollen wir hier untersuchen!

Details

Korpus

Der Pappel-Korpus präsentiert sich im klassischen Strat-Zuschnitt, komplett in Snow-White, so die offizielle Bezeichnung. Da Pappel zu den Weichhölzern zählt und der Korpus ohnehin kleiner ist, bringt unsere Testkandidatin auch gerade einmal 2,3 kg auf die Waage. Hardware sowie Pickups und Elektrik sind komplett in Schwarz gehalten, wobei der Steg als feste Brücke konzipiert wurde, an deren Reiter sich die Saitenlage einstellen lässt.
Die Korpusrückseite zeigt drei Halsschrauben, schwarze Führungshülsen für die Saiten, die rückseitig durch den Korpus geführt werden, sowie eine schwarze Kunststoffabdeckung, unter der sich die Elektrik befindet.

Hals

Für den Hals fiel die Wahl auf Ahorn, genauso für das Griffbrett. Schwarze Sharkfin-Inlays (zu deutsch Haifischflosse) markieren die 24 Jumbo-Bünde an den dafür üblichen Positionen. Der mit drei schwarzen Schrauben am Korpus arretierte Hals besitzt einen 12" Radius und ein elegantes D-Profil, das sehr bequem in der Hand liegt. Die matte Lackierung der Halsrückseite wirkt jedoch etwas rau und könnte für meinen Geschmack deutlich besser poliert sein.
Die Kopfplatte hat die für Jackson typische Zackenform, ist schwarz lackiert und beheimatet das weiße Jackson-Logo. Über einen schwarzen Kunststoffsattel, der eine Breite von 413 mm hat, laufen die Saiten zu den links einreihig angeordneten Stimmmechaniken.

Alle Elemente sind auf den ersten Blick gut verarbeitet und Oktavreinheit sowie Bundabrichtung entsprechen dem Standard. Bei genauerem Hinsehen fällt jedoch auf, dass die Führung der Saiten, zumindest bei unserer Testgitarre, vollkommen daneben ist: Die tiefe E-Saite verläuft so schräg, dass sie bei den Pickups an den Polepieces vorbei zur Bridge geführt wird, und die hohe E-Saite dadurch zu weit Richtung Halsmitte platziert ist. Das deutet entweder auf eine falsch arretierte Bridge oder einen schief eingesetzten Hals hin. Ich gehe zugunsten des Herstellers davon aus, dass es sich hier um einen Einzelfall handelt, da die letzte Minion-Testkandidatin seinerzeit relativ gut im Test abschnitt. Aber abschließend lässt sich das nicht beurteilen. Wie ein solches Instrument durch die Qualitätskontrolle kommen kann, ist mir allerdings vollkommen unverständlich und darf zurecht verärgern.

Elektrik

Die Jackson Dinky Minion JS1X ist mit zwei Humbuckern aus eigenem Hause bestückt, die in Schwarz gehalten sind und mit schwarzen Kunststoffrahmen in den Korpus geschraubt sind. Die Pickups verfügen über einen ziemlich hohen Output und wirken recht druckvoll. Ein Dreiwegschalter aktiviert entweder Steg- oder Hals-Humbucker und in der Mittelposition beide zusammen. Zwei Metallpotis oberhalb des Pickup-Schalters fungieren als Master-Volume und Master-Tone.
Zum Lieferumfang gehören lediglich ein Manual und zwei Inbusschlüssel für die Saitenreiter und den Hals.

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