Test
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26.02.2019

Praxis

Library-Management

In iTunes abgelegte Tracks importiert die App automatisch und listet sie in der iOS Music Library. Eine andere Möglichkeit bietet die „Dateifreigabe“-Funktion von iTunes. Mit ihr werden die Tracks per Drag & Drop an die App übertragen, um sie anschließend unter Documents/Recording zu listen. In diesem Ordner lege ich auch eigene Crates mit Hilfe der Editier-Funktion an. 

Die Library ordnet die Tracks nach Attributen, wie Rating, Kommentar, BPM und Key, sofern diese als Metadaten vorhanden. Analysiert man die Tracks vor dem ersten Laden in ein Deck, werden damit BPM und Beatgrids bereits bestimmt und gesetzt. Zudem überschreibt die App auf Wunsch auch bisherige BPM-, Key- und Grid-Daten. Ein besonderes Hidden-Feature: Durch Tippen auf einen Track im Track-Browser  lässt dieser auch jenseits vom Deck vorhören. Mit dem Finger nach links oder rechts gewischt, ändert sich die Spielposition. 

Auflegen

Durch die genau analysierten BPM und Beatgrids funktioniert das Beatmatching via Sync sehr gut. Sollten Tempo und Raster nicht passen: Die Korrektur über das Editier-Menü geht sehr schnell und auch genau von der Hand. Wer den Kampf um die synchronen Beats lieber traditionell austrägt, der muss sich an den Pitch-Knob erst gewöhnen. Mit gedrückter Shift-Taste tauchen in der Wellenform links und rechts hilfreiche 0,005 Prozent-Buttons zum Feinjustieren auf.

Für die Phasenkorrektur (Pitchbending) wischt man auf der großen Wellenform einfach mit dem Finger nach links beziehungsweise rechts. Alternativ halte ich links oder rechts vom „Abspielkopf“ meinen Finger gedrückt. Zum „Spulen“ im Track bewege ich den Finger in der Wellenformübersicht. Lege ich in der Wellenform die Zielposition fest, färbt sich der ausgewählte Abschnitt rot und der Skip-Button verwandelt sich einen Sprung-Button, um an die gewünschte Stelle im Track zu kommen.  

Wer sich gar im Scratching probieren möchte, greift bei gedrückter Shift-Taste in die laufende Wellenform. Gut gemeintes Feature, aber leider rutscht einem dabei das Signal förmlich unter dem Finger weg. 

Sicherlich muss man sich erstmal an das GUI und die Anordnung der Features gewöhnen. Aber hat man erst einmal den Dreh raus, geht die Bedienung sehr gut von der Hand. Das Einfaden mit den virtuellen Drehreglern funktioniert erstaunlich präzise und ergonomisch. Alternativ ermöglicht der Crossfader je nach eingestellter Kurve und mit dem automatischen Dämpfen der Bassfrequenzen homogene Übergänge, ohne zu übersteuern. Das Lautstärke-Level bleibt im grünen Bereich, was die beiden Level-Meter pro Deck und das Master-Level bestätigen. Die Regler für Filter, EQ und Gain bleiben nach dem Dreh in ihrer Position, per Doppelklick auf den Knopf wird wieder genullt.

Effekte

Mit den Effekt-Knobs schraube ich wie von der Hardware gewohnt. Ein Ass spielt die App in der X/Y-Pad-Ansicht aus. Der „2+3“-Button verknüpft FX2 und FX3, sodass beide Effekte gleichzeitig modulierbar sind. Kurzum: Die Effektsektion überzeugt! Übrigens: Sämtliche Aktionen auf dem GUI dokumentiert die App oberhalb der Wellenformübersicht.

STEMS

Selbst STEMS spielt die App ab. Jeder der vier Einzeltracks dieses Container-Formats kann in der Lautstärke angepasst werden. 

Record

Mittels gedrückter Shift-Taste wird der Crossfader gegen den Record-Button getauscht. Über die Open In Funktion der Library exportiere ich die WAV-Datei in andere DJ-Programme oder speichere sie in der iCloud und Dropbox.

Ausgabe

Das Daddeln mit der App über den internen Lautsprecher des Tablets oder Smartphones ergibt für mich wenig Sinn, denn zum Vorhören der Tracks benötige ich einen separaten Output. Von daher empfehle ich auf jeden Fall, den Ausgang im Split-Modus mit einem DJ-Split-Kabel zu fahren, um Master- (allerdings nur mono) und Kopfhörersignal getrennt voneinander auszugeben.

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