Bass Hersteller_Ibanez
Test
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06.08.2019

Ibanez SR500E Test

Viersaitiger E-Bass

Vielseitiger Sound und kinderleichte Bespielbarkeit!

Seit mehr als 30 Jahren bietet Ibanez mit der SR-Serie nun schon moderne und komfortable Bässe in verschiedene Preisklassen an. Ein Ende der Erfolgsgeschichte ist noch lange nicht in Sicht! Besonders beliebt bei Bass-Neulingen ist der preisgünstige SR500: ein kompakter Bass mit ultraflachem Halsprofil, der sich kinderleicht spielen lässt, jede Menge Sounds auf Lager hat und zu einem sehr attraktiven Kurs über die Ladentheke geht. "Ob man ein solches Erfolgsmodell noch verbessern kann?", werden sich viele fragen. Die positive Antwort des japanischen Traditionsherstellers auf diese Frage heißt "SR500E" und wurde im Frühjahr 2019 der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Updates können sich durchaus sehen lassen: die Elektronik wurde mit einem EQ-Bypass-Schalter und einer passiven Tonblende ausgestattet, statt der Bartolini MK1-Tonabnehmer installiert Ibanez jetzt Bartolini BH2-Pickups, und die neue Brücke erlaubt eine Anpassung der Saitenabstände um bis zu 1,5 mm.

Details

Ein Hauptmerkmal eines jeden SR-Modells ist der flunderflache, üppig geshapte Body - natürlich hat Ibanez an diesen positiven Attributen auch beim neuen Modell nichts verändert! Der Korpus des SR400E besteht aus Okume; als Finish kommt bei meinem Testbass eine seidenmatte, nach innen heller werdende Lackierung mit der Bezeichnung "Surreal Black Dual Fade" zum Einsatz. Wer nicht auf Farbverläufe steht, kann den SR500E wahlweise aber auch in einem einheitlichen "Brown Mahogany"-Farbton ordern.

Für den aufgeschraubten Hals verleimt Ibanez drei Streifen Jatoba mit zwei schmaleren Streifen Walnuss; als Griffbrett wurde ebenfalls Jatoba verwendet. Das Halsprofil ist natürlich super flach und "schnell", so wie wir es von allen SR-Modellen kennen. Im Griffbrett parken 24 Bünde im Medium-Format sowie ovale Abalone-Inlays für die Lagenorientierung.

Wie wir sehen, bleibt bezüglich der Holzkonstruktion also grundsätzlich alles beim Alten, signifikante Neuerungen gibt es jedoch in puncto Hardware und Elektronik: Ibanez verbaut beim SR500E eine neue Brücke, die eine Justierung der Saitenabstände um bis zu 1,5mm erlaubt. Mein Testexemplar war ab Werk zwar auf die üblichen 19mm eingestellt, aber wer für verschiedene Spieltechniken andere Abstände bevorzugt, kann die Saitenreiter mit kleinen Inbuschrauben lösen und seitlich einfach verschieben. Davon abgesehen bietet die solide BH500-Bridge natürlich auch komfortable Einstellmöglichkeiten für die Saitenlage und die Intonation.

Auch in puncto Pickups gibt es eine Veränderung, denn Ibanez verbaut beim neuen SR500E zwei BH2-Modelle aus dem Hause Bartolini. Ob es sich dabei im Vergleich zu den vorher verbauten Bartolini MK1 um ein Upgrade handelt, ist freilich eher eine Frage des Geschmacks, denn es handelt sich dabei um komplett anders aufgebaute Tonabnehmer mit anderen Klangeigenschaften. Die BH2 sind Dual-Blade-Pickups und die MK1s sind Splitcoils mit einer Reverse-P-Konfiguration. Dual-Coil-Humbucker klingen üblicherweise fetter und breiter als typische Splitcoils.

Das in meinen Augen wichtigste Update hat der SR500E allerdings in Sachen Elektronik erhalten: Ibanez setzt zwar immer noch den bereits bekannten Custom Dreiband-Preamp aus eigenem Hause ein, im Cockpit des Basses sitzt aber ein neuer Schalter, mit dem der Equalizer einfach ausgeschaltet werden kann. Im EQ-Off-Modus funktioniert der Höhenregler dann als reine passive Tonblende. Diese Konfiguration ist klanglich sicher interessant und sollte für frische Sounds beim neuen SR500E sorgen - ein sehr willkommenes Feature also!

Darüber hinaus bietet der Ibanez Custom Preamp im aktivierten Zustand natürlich den bekannten Dreiband-Equalizer mit den entsprechenden Reglern für Bässe, Mitten und Höhen und einen Mittenwahlschalter zur Bestimmung der Einsatzfrequenz (250Hz / 450Hz / 700Hz). Zum Betrieb wird eine normale 9-Volt-Batterie benötigt, die in einem praktischen Klappfach auf der Rückseite des Basses sitzt.

Nichts zu meckern gibt es auch bei der Qualität der Materialien und der Verarbeitung derselben. Sämtliche Holzarbeiten wurden sorgfältig ausgeführt, die Bundierung weist keinerlei keine Fehler auf, und das matte Finish fühlt sich geschmeidig an - gewohnte Top-Qualität aus dem Hause Ibanez eben!

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