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Workshop
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21.02.2013

Groupings am Drumset #2 – Fünfergruppe

Video-Drumworkshop - online Fünfergruppen lernen

Der zweite Workshop in der „Groupings am Drumset“-Reihe von Moritz Müller handelt von der Fünfergruppe. Für viele namhafte Trommler zählt dieses Grouping zu den absoluten Favourites, weil sich die Schlagabfolgen relativ einfach merken lassen, man damit sein Publikum und seine Mitmusiker leicht aus der Fassung bringen kann und mindestens solche Kommentare erhält wie „Alter, wie geil war denn dein Fill gerade?!“, oder „Haben sie dich als Trommler für die Musikmesse gebucht?“.

Wer die Fünfergruppe verinnerlicht hat, wird sich wie jemand fühlen, der einen Blick hinter die Kulissen werfen durfte: Wer schon immer gerne wissen wollte, wie die Amis ihre Gospelchops spielen und Drummer wie Dave Weckl, Dennis Chambers oder Dave Grohl durch ihre Grooves und Fills fräsen, ohne aus dem Takt zu kommen, der wird mithilfe der Fünfergruppen immerhin eine gute Ahnung davon bekommen, dass es sich nicht um Teufelswerk handelt.

Hier geht es zum ersten Teil!

Basics I

Wir beginnen den Workshop erstmal ganz sachte. Ich empfehle dir, ein Trommelpad vor dem Rechner zu platzieren, bevor du das kommende Video anschaust, damit du direkt mitmachen kannst. Viel Spaß!

Moritz hat im „Basics-Video“ vor allem die Fünfergruppen als 16tel vorgestellt. Es lohnt sich aber, dieses Grouping von ganz unten zu beginnen, was bedeutet, dass du dein Metronom auf 60 bpm stellst und mit den Fünfergruppen über Achtel beginnst. Versuche dabei, die Hauptzählzeiten wie Moritz mit dem Fuß zu treten und bestenfalls zu sprechen, das stärkt das Verständnis für neue Grooves und Stickings. Sobald du dich in einem Tempo wirklich, wirklich sicher fühlst, schalte die Geschwindigkeit mit dem Metronom um zwei bis fünf Schläge hoch. Das ist die beste Methode für alles, aber auch die nervenzehrendste. Sei dir sicher, der Einsatz lohnt sich! Hier sind die Noten:

Die Basics II – alle Startpositionen

Wer sagt denn, dass man direkt im ersten Takt auf der ersten Zählzeit mit der Fünfergruppe beginnen muss? Was ist denn mit dem schönen zweiten Schlag? Oder dem dritten? Jetzt geht es richtig los! Du bist Lance Armstrong, vor dir ist die erste Steigung und dein Doping ist der Groove, den du gleich erfahren wirst. Zähne zusammenbeißen und los!

Jetzt hast du dich auf deinem Übepad wahrscheinlich gemütlich festgeklackert, aber wenn du so weitermachst, geht’s gleich schon an das Drumset. Hier sind die Noten zu den Pattern, die Moritz gerade gespielt hat:

Natürlich kann man auch auf der vierten Position beginnen:

Stickings


Grooves sind wie monströs riesenhafte Zahlenschlösser – die Kombinationen der Ziffern ergeben scheinbar unendlich viele Möglichkeiten. Wer jetzt gedacht hat, bei Fünfergroupings ginge es nur um die jeweiligen Startpositionen der Pattern, dem will ich nicht vorenthalten, dass man auch in diesem Fall unterschiedliche Stickings, Hand-Fuß-Kombinationen und Instrumentierungen anwenden kann. Der Kreativität sind schlicht keine Grenzen gesetzt. Beginnen wir also mit den Stickings:

Hier sind ein paar mögliche Stickings skizziert:

Fünfergruppe als Bassdrum-Figur

Endlich! Du kannst dich an dein Drumset setzen. Los geht’s mit einer kleinen Fußübung, bei der du die Fünfergruppe auf der Bassdrum spielst und auch wieder alle Positionen ausprobieren kannst. Es empfiehlt sich, das am Ende des textes downloadbare Noten-PDF zur Hand zu nehmen, damit du das, was Moritz jetzt erklärt, gut nachvollziehen kannst. Gegen Ende des Videos zeigt euch Moritz ein paar Ansätze zur kreativen Weiterentwicklung schöner Fünfer-Bassdrumpattern.

Ab jetzt gilt: Ausprobieren, ausprobieren ausprobieren. Die letzten Notenstützen kannst du hier nachlesen:

Fünfergruppe in Fills

Jetzt bist du so weit gekommen, dass dir Moritz abschließend ein paar seiner Special-Fills verrät. Du musst keine Bedenken haben, diese selber auszuprobieren, es sieht verdammt beeindruckend aus, ist aber absolut spielbar. Wenn du das spielst, werden dir deine Kumpels in deiner Band einen Thron bauen und dir Kopfschmuck aus ihren Instrumenten schnitzen. Und wenn du jetzt das ganze weiterentwickelst, dir eigene Fills ausdenkst, eigene Fünfergrooves spielst, sehen wir dich bald bei Beyonce Knowles am Drumset... oder vielleicht vertonst du Politikerreden? Wie auch immer, Spaß wirst du mit den folgenden Brecherfills jedenfalls haben:

Hier ist das im Video erwähnte Fill nochmal zum Nachlesen:

Du findest, dass das garnicht kompliziert aussieht? Eigentlich ist die Fünfergruppe auch nicht kompliziert, man muss sie nur einmal wirklich verstehen und verinnerlichen. Ich hoffe, wir konnten dir dabei helfen! Bis zum nächsten Workshop!

 

Hier könnt ihr die gesamten Noten herunterladen:

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