Hersteller_Fender Gitarre
Test
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20.04.2014

Fender AM Special Telecaster VIB FSR Test

E-Gitarre

Charakter-Rotzbrett

Die Fender AM Special Telecaster VIB FSR im bonedo-Test - Zum sechzigsten Jubiläum des Musikhauses Thomann steuert Fender neben einer Strat und einem Preci-Bass natürlich auch eine Telecaster bei. Die Gitarrenform, die Leo Fender einst entwickelte und die als erste Gitarre mit massivem Korpus in Serie produziert wurde, gilt als die Mutter aller Solidbody-Gitarren. Auch unsere Testkandidatin wurde in enger Zusammenarbeit zwischen dem Thomann-Gitarrenteam und den Entwicklern von Fender gefertigt.

Ergebnis ist ein Unikat, das optisch sehr ansprechend ist und auch in technischer Hinsichteiniges zu bieten hat. Vor allem ist der Preis von 748 Euro für ein in den USA gefertigtes Instrument eine klare Ansage. 

Details

Korpus

Der Tele-Korpus ist aus Erle gefertigt und die Bestückung entspricht dem Standard dieses Instrumentes. Es gibt zwei Pickups, wobei der Hals-Tonabnehmer unter einer verchromte Kappe sitzt, während die schwarze Abdeckung des Steg-Pickups die Pole-Pieces ausspart. Letzterer sitzt in der „Ashtray“-Platte, an deren Ende die typische Tele-Bridge mit den drei Saitenreitern befestigt ist. Die Saiten werden wie gewohnt durch sechs Hülsen auf der Korpusrückseite eingefädelt. Schalter und Regler findet man auf der üblichen Metallblende und ein leicht gebleichtes, weißes Schlagbrett (dreiteilig) ziert die vordere Hälfte des Korpus. Die Gitarre ist per Hand gebeizt (Violin Burst), das Finish gibt dem Instrument einen sehr natürlichen und auch etwas antiken Look. Die Tele hat zwar keine künstlichen Gebrauchsspuren, macht aber den Eindruck, als hätte sie schon einiges erlebt und zu erzählen. Mir persönlich gefällt dieser Style wesentlich besser als künstliches Relic-Design. 

Pickups

Das gute Stück ist mit zwei Texas Special Singlecoils ausgestattet, die über einen Master-Volume und Master-Tone geregelt werden. Ein Pickup-Wahlschalter ermöglicht die üblichen drei Kombinationen, jeden Pickup einzeln und in der mittleren Position beide gemeinsam. Die Gitarre ist mit einer speziellen Schaltung für das Tone-Poti (Greasebucket Tone Circuit) ausgestattet, die verhindert, dass beim Zurückdrehen des Tone-Potis der Bassanteil höher wird. Es werden lediglich die Höhen abgesenkt. 

Hals

Mit einer Vierpunkt-Verschraubung ist der Ahornhals am Korpus befestigt, das Palisandergriffbrett trägt 22 Jumbo-Bünde. Was die werkseitige Einstellung anbetrifft, gibt es nichts zu bemängeln. Die Saitenlage ist gut, die Bünde sind sauber poliert und abgerichtet, Bendings können sehr fein intoniert werden. Auch das schlanke C-Profil liegt gut in der Hand und benimmt sich keineswegs wie so manch anderer Tele-Prügel, das Ganze fühlt sich eher wie ein Strat-Hals an, den man auf einen Tele-Body geschraubt hat. Die Kopfplatte ist aber im schmalen Tele-Stil mit Seventies-Logo gehalten und alle sechs Mechaniken sitzen wie gewohnt auf einer Seite. Für die E- und B-Saite geht es nach dem Sattel (Kunststoff) unter einem Niedrighalter im modernen Fender-Design hindurch. Ansonsten gibt es auch auf dieser Seite des Instrumentes keine Beanstandungen, der Sattel ist gut gefeilt und die Mechaniken zeigen keine toten Punkte. 

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