Test
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19.10.2018

Praxis

Geliefert werden die beiden Testkandidaten in handlichen Kartons. Es liegen keine Aufbewahrungstaschen bei. Dies und dass sie aufgehängt werden sollen, legt nahe, dass man sie am besten fest installiert. Die Bedienungsanleitung ist übersichtlich aufgebaut. Nach dem Anschluss ans Stromnetz fahren beide hoch und es sind leise Lüftergeräusche zu vernehmen. Sie sind beim SCY-50 etwas lauter als beim SCY-5, aber keineswegs störend, schon gar nicht auf einer Party. Im Laufe des Tests löste sich allerdings wiederholt der Schukostecker aus der Buchse, da er nicht arretiert. Nun hilft die Memory-Funktion: Nach dem Anschalten ist der zuletzt verwendete Modus betriebsbereit.

Bedient wird mit den vier Tasten Menü, Up, Down und Enter am Gerät. Alternativ stehen die im Lieferumfang enthaltene Fernbedienung oder die Ansteuerung per DMX zur Verfügung. Werden mehrere Scheinwerfer gleichen Typs hintereinandergeschaltet und der Slave-Modus aktiviert, so arbeiten sie synchron. 

Menüführung und Bedienung

Wer die Bedienung am Scheinwerfer oder per Fernbedienung bevorzugt, kann beim SCY-5 aus15 und beim SCY-50 aus 25 konstanten Farben auswählen oder manuell selbst welche mischen. Aber Partylicht kauft man wohl eher, um Effekte auszureizen. Da wären drei Chaser mit LED- und Stroboskop-Licht im Angebot. Ihr Tempo ist fest einstellbar. Noch komfortabler ist die Musiksteuerung. Auch hier kann man sich für einen von drei Chasern entscheiden. Diese laufen zum Beat der Musik, wobei die Mikrofonempfindlichkeit variabel ist.

Darüber hinaus ist auch die Ansteuerung per DMX mit einem Lichtpult möglich. Hier führt mich das Manual des SCY-5 in die Irre. Ich möchte prüfen, ob DMX empfangen wird. Laut Manual soll bei bestehender Verbindung ein Punkt im Display dauerhaft leuchten, bei fehlendem Steuersignal soll er blinken. Jedoch blinkt der DMX-Punkt immer, wenn kein DMX-Signal anliegt blinkt er allerdings im Wechsel mit der Startadresse.

Ich teste den jeweils umfangreichsten Modus und treffe auf gut dimmbare Features wie regelbare Gesamthelligkeit, Stroboskop-Geschwindigkeit, Farbvoreinstellungen von LEDs und SMDs, automatisierte und musikgesteuerte Chaser mit und ohne UV-Licht. Die meisten Chaser flashen, einige überblenden sanft. So wird für jeden Geschmack etwas dabei sein. Beim SCY-5 kommt Abwechslung ins Spiel, wenn man den fünf RGB-UV-LEDs andere Farben gibt als den darüber und darunter befindlichen punktförmigen RGB-SMDs. So können maximal 15 Positionen getrennt zum Leuchten gebracht werden. Beim SCY-50 leuchten statt der Punkte Farbringe rund um die fünf LEDs.

Helligkeit, Farben und Abstrahlwinkel

Der kleinere SCY-5 projiziert auf eine vier Meter entfernte Wand nur mäßig helle Lichtkegel. Hier darf man in Anbetracht der geringen Wattzahl und des weiten Abstrahlwinkels von 25° nicht zu viel erwarten. Die Farben sind kräftig und gut dimmbar. Die SMDs liefern gute Stroboskop-Effekte. Bei statischem Einsatz leuchten sie hingegen flächig und nur mäßig wahrnehmbar.

Beim Thema Helligkeit punktet der leistungsstärkere SCY-50 mit kräftigen Lichtkegeln der fünf LEDs. Sie strahlen noch auf eine Distanz von fünf Metern kräftig und wirken mit ihrer leichten mittigen Verdunklung wie der Blick in die Iris eines strahlenden Auges. Die SMD-Ringe jedoch sind hauptsächlich am Gerät selbst sichtbar, sie strahlen kaum ab. Der kräftige Amberton bringt Abwechslung in das mögliche Farbspektrum.

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