Gitarre Hersteller_Engl
Test
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04.09.2020

Engl Powerball EP645 Test

Distortion Effektpedal

Kult-Amp im Board

Mit dem Engl Powerball EP645 Distortion hat der deutsche Hersteller ein Effektpedal im Angebot, das den Sound des gleichnamigen Amps, einem Klassiker aus dem eigenen Haus, reproduzieren soll. Der Amp-Spezialist hat sich für sein Distortion-Pedal den Lead 2 Channel des Powerball II Amps ausgesucht, der mit sattem Gain und starker Verzerrung die Hosenbeine ordentlich flattern lässt.

Hergestellt wird das Pedal laut Engl in Deutschland, mit analoger Schaltung, Dreibandklangregelung sowie True Bypass. Und wie es heißt, hatten die Technikern im bayrischen Tittmoning während der Entwicklung immer das Originalrezept des Amps vor Augen. Was daraus geworden ist und was man mit dem Pedal anstellen kann, erfahrt ihr im folgenden Test.

Details

Unser Testkandidat kommt im stabilen Metallgehäuse (70 x 118 x 56 mm, 361 Gramm) und ist dunkelgrau-metallic lackiert, farblich passend zum Frontpanel des Amps. Das Pedal besitzt vier große Gummifüße an der Unterseite, die absolut rutschfesten Halt auf glatten Oberflächen bieten. Bei Bedarf lassen sie sich aber auch problemlos entfernen, soll es ins Board eingebaut werden und eine glatte Unterseite zur Befestigung von Velcro-Band wird benötigt. Alternativ dazu können auch Mounting-Plates an den seitlichen Gehäuseschrauben befestigt werden. Alle Schalt- und Bedienelemente haben auf der Oberseite ihren Platz eingenommen, insgesamt fünf Regler, ein Fußschalter und die dazugehörige Status-LED, die rot leuchtet, sobald das Pedal eingeschaltet ist. Die Anschlüsse sind an den Seiten geparkt, der Eingang an der rechten und die Ausgangsbuchse in Richtung Amp an der linken Seite. Der Anschluss zur Stromversorgung befindet sich an der Front, und hier gibt es sogar zwei Buchsen: eine zur Stromversorgung durch ein Standardnetzteil (9V, Center Negativ) und eine zweite für den Anschluss weiterer Pedale per Daisy Chain. Da beim Powerball die Stromaufnahme mit 18 mA recht moderat zu Buche schlägt, kann man tatsächlich mit einem Standardnetzteil noch ein paar weitere Effektgeräte mit Strom versorgen. Das Powerball-Pedal macht insgesamt einen sehr soliden und tourtauglichen Eindruck, einschließlich Gehäuse und aller Bauteile, Regler und Schalter.

Bedienung

Zum Einstellen des Sounds stehen in der oberen Reihe Volume und Gain für die Lautstärke und den Zerrgrad zur Verfügung. In der zweiten Reihe gibt es einen Dreiband-EQ, bestehend aus Bass, Middle und Treble. Alles recht einfach und überschaubar, auch die Reglereinstellungen, denn mit den weißen Markierungen sind sie auch im schummerigen Bühnenlicht gut erkennbar.

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