Gitarre Hersteller_Elite_Acoustic
Test
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21.04.2020

Praxis

Der StompMix 4 wird mit einem im Lieferumfang befindlichen 9V-DC-Netzgerät in Betrieb genommen,  einen Einschalter benötigt er nicht. Das Display meldet sich automatisch, wenn die Verbindung über den 12V-DC-Eingang hergestellt wurde. Die Eingangsbuchse hat an der Stirnseite Platz genommen.

Eine gut aufgebaute Beschreibung in englischer Sprache, reichlich mit Piktogrammen illustriert, findet man auf der Homepage des Herstellers, aber das durchdachte Konzept erschließt sich auch "selbsterklärend". Schnell hat man die wichtigsten Abläufe verinnerlicht.
Die internen Effekte, vor allem Reverb, bieten ansprechende Qualität. Reverb, Delay, Kompressor und Gate sind an Bord, alle anderen Effekte müssen extern zugeschaltet werden. Allerdings bietet der Mischer keinen Einschleifweg zum Einbinden von Effektgeräten.

Und um gleich schon einmal die Katze aus dem Sack zu lassen: Der StompMix 4 spielt auf einem hohen Niveau. Wer es leid ist, einen 16-Kanal-Mixer (samt Mini-P.A.) durch die Gegend zu fahren, um zwei Gitarren und zwei Stimmen zu verstärken, sollte jetzt zugreifen. Und kleiner geht's nimmer, will man groben Händen und Füßen noch einen sicheren Zugriff auf die Bedienelemente ermöglichen. Allerdings kann er ohne Aktivboxen auch keine Bäume ausreißen. Wenn der Sound druckvoll in allen Ecken ankommen soll, sollten auch zwei dicke P.A.-Boxen nicht die letzte Option bleiben. In diesem Fall wirft der X6 mehrere gute Argumente in die Waagschale. Ansonsten sollte man auch bedenken, dass er auch nur ein Bindeglied in der Übertragungskette ist, aber sicherlich nicht das schlechteste.
Obwohl unser Proband mit einem guten Sound punktet, stellt sich an dieser Stelle die Frage, wie man diesen am besten rüberbringen kann.
Ich habe mich dazu entschlossen, das XLR-Ausgangssignal über den Stereo-Ausgang 1 in die Mikrofoneingänge am Interface (Fireface UC) einzuspeisen. Ein Mixer in der Mixer-Signalkette ist normalerweise nicht die beste Option, aber in diesem Fall blieb am Ende noch genügend Sound übrig, sodass sich die Ergebnisse durchaus hören lassen können. Alle Einstellungen mit Effekten erfolgen über den StompMix 4.

Zunächst teste ich die Line-Eingänge. Die Eingabe des Signals erfolgt über einen soliden Transducer. Diese wackeren Burschen machen zwar im rauen Bühnenalltag einen guten Job, missfallen aber im Studio regelmäßig durch ihren limitierten Dynamikumfang, sodass man den StompMix 4 für die Mängel entschuldigen muss. Aber er ist natürlich auch kein Schönfärber, sodass die Artefakte, die vom Transducer produziert werden, auch realistisch übertragen werden.

Ein anderes, viel wärmeres und dynamischeres Soundbild wird mit einem Studiomikrofon (Neumann TLM 103) produziert.

Leider muss man auch ein gewisses Grundrauschen in Kauf nehmen, das aber live kaum ins Gewicht fallen dürfte - obwohl der StompMix 4 eben kein Studiomixer ist, bin ich durchaus positiv angetan.

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