Test
2
14.01.2017

Fazit
(5 / 5)

Legendäre Herkunft, Geheimtipp-Status (immer noch!), Top-Bauteile, Originaltreue, Fertigungsqualität, sagenhafte Klangeigenschaften – der Electrodyne 511 setzt all die Kreuzchen, nach denen man für gewöhnlich sucht. Lediglich zwei Wermutstropfen lassen sich ausmachen, und einen davon kann man dem Gerät selbst nicht wirklich ankreiden. Das Teil klingt so gut, dass man fürs Mastering gerne eine Version mit 0,5-dB-Schritten hätte, was laut Hersteller mit den verwendeten Drehschaltern aber leider prinzipiell nicht möglich ist. Schade, aber das macht den 511 so wie er ist nicht schlechter. Der andere Punkt betrifft den Preis, welcher seit Markt(wieder)einführung vor ein paar Jahren um ein rundes Drittel gestiegen ist. Diese Entwicklung lief parallel zu derjenigen bei anderen Herstellern und liegt vor allem an der Veränderung des Wechselkurses zwischen Euro und Dollar in der jüngeren Vergangenheit. Gut 1300 Euro sind für einen Mono-Zweiband-EQ eine Stange Geld, aber ich möchte trotzdem immer noch 5 Punkte vergeben. Dieser EQ ist Gold wert, auch zu diesem Kurs. Ein echter Klassiker, auf dem selben Niveau wie API, Neve und Pultec, ein fantastisches Werkzeug, das niemals, wirklich niemals enttäuschen wird. Über welches andere Gerät kann man das schon sagen?

  • PRO
  • Klangeigenschaften
  • Sound-Charakter
  • klassischer Konsolen-EQ nach legendärem Vorbild
  • großes Klangformungspozential trotz übersichtlicher Ausstattung
  • Drehschalter für Klangqualität und leichten Recall
  • gefertigt nach Originalspezifikationen und teilweise mit NOS-Bauteilen
  • CONTRA
  • keins
  • FEATURES und Spezifikationen
  • Zweiband-EQ auf Basis aktiver Spulenfilter
  • ±12 Amplitude in jedem Band
  • vier wählbare Eckfrequenzen in jedem Band
  • Bypass
  • Status-LED
  • Cinemag-Ausgangsübertrager
  • diskrete Class-A-Schaltung
  • Preis: € 1369,– (UVP)
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