Test
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29.10.2019

DW PDP Chad Smith Signature Snaredrums Test

DW PDP Chad Smith Signature Snaredrums Test

„Drei Klare bitte!“

Alle drei DW PDP Chad Smith Signature Snaredrums haben sich heute in meinem Teststudio eingefunden und wecken direkt Erinnerungen an unzählige Red Hot Chili Peppers Songs und vor allem an ein Solo, welches der Groove-Meister auf einem künstlerisch verzierten Pearl Drumset auf seiner VHS-Lehrcassette namens „Red Hot Rhythm Method“ gespielt hat – mit einem Feuerwehrhelm auf dem Kopf, aus dessen Spitze während des Solos die Flammen schlugen. Sowas hinterlässt bleibende Eindrücke bei einem 13-jährigen Schlagzeuganfänger, und so wurde Herr Smith schnell zu einem echten Vorbild. Bei der Firma Pearl ist er mittlerweile nicht mehr, er hat vor einigen Jahren zu DW gewechselt. PDP wiederum ist die etwas erschwinglichere Marke des Edelherstellers, was der Grund dafür ist, dass das kleinste Testobjekt, die 12x6 Snaredrum, bereits für unter 180 Euro zu haben ist. Aber auch für die 13x7 sowie die 14x6 Versionen müssen nur wenig mehr als 200 berappt werden.   

Übrigens handelt es sich bei den drei Trommeln nicht um Chad's erste Signature Snaredrums. Schon bei Pearl hatte er sein eigenes Modell, welches allerdings über einen schwarz eloxierten Stahlkessel verfügte und schnell zu einem Bestseller im Programm des japanischen Herstellers wurde. Das Kesselmaterial Acryl ist natürlich extravaganter, passt allerdings wie die Faust aufs Auge zu dem DW Acryl-Drumset, welches er häufig bei RHCP spielt. Ob die Teile so cool klingen wie sie aussehen, lest ihr auf den folgenden Zeilen.  

 

Details

Die Kessel bestehen aus nahtlosem Acryl 

Wie oben bereits erwähnt, bietet DW PDP die Chad Smith Signature Snares in drei Größen an. Ich packe also zunächst eine 12x6er aus, danach folgen die Modelle in 13x7 und 14x6. Anders als einige andere Acryltrommeln, besitzen unsere Modelle keine Naht, sie werden nahtlos gegossen. Das erhöht die Stabilität und soll auch klangliche Vorteile haben. Außerdem entfällt der Verstärkungsstreifen, den Acrylkessel mit Naht benötigen. Ich messe bei allen Modellen eine Kesselstärke von etwa fünf Millimetern, die Gratungen sind – typisch für Acrylkessel – relativ scharf im 45 Grad-Winkel gesetzt. Deutlich erkennbare, heruntergeschliffene Snarebeds sollen für eine raschelfreie, genaue Ansprache sorgen. Sowohl die Typenschilder mit RHCP-Logos und Chad Smith Signatur, als auch die Luftlöcher sind gummiunterlegt mit Kontermuttern verschraubt. All das macht einen soliden, gut verarbeiteten Eindruck.

Bei der Hardware kommen auch DW-Teile zum Einsatz

Auch bei den Anbauteilen herrscht Gleichstand zwischen den drei Größen. Der einzige Unterschied besteht darin, dass an der 12er insgesamt sechs der PDP-eigenen, gummiunterlegten Dual Turret Lugs verbaut werden, während die 13er acht (pro Seite) und die 14er zehn besitzt. Ein DW-Feature kommt bei den Gewinden der Spannschrauben sowie den Gewindehülsen der Böckchen zum Einsatz: True Pitch nennt DW die mit besonders vielen Windungen ausgestattete Kombination, welche für präziseres Stimmen und eine verbesserte Stimmstabilität sorgen soll. Bei den Spannreifen greift man auf reguläre, 2,3 Millimeter starke Stahlversionen zurück, welche sauber gefertigt und verchromt wirken. Aus dem hochwertigen DW-Fundus kommt auch die MAG-Abhebung, deren Abwurfhebel per Magnet gehalten wird und welche auch schon das Handling anderer PDP-Snares deutlich aufwertet. Auf der Butt-End-Seite verbaut man auch hier einen einfachen Klemmbock statt der dreistufigen Version der Collector's Modelle. Eine Besonderheit gibt es bei der Fellbestückung: Statt weißer Schlagfelle kommen – aus optischen Gründen – klare Versionen zum Einsatz, und zwar Ambassador-ähnliche Remo UT Felle aus chinesischer Produktion. Dort kommen auch die dünnen Resonanzfelle her, welche sich ebenfalls an den Remo USA-Versionen orientieren. Alle drei Snares besitzen 20-spiralige, verchromte Snareteppiche, welche einen gleichmäßig verarbeiteten Eindruck machen.  

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