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Test
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29.09.2014

DJ-Tech DJ Keyboard Test

2-Deck DJ-Controller im Tastaturformat

Hau in die Tasten, DJ!

DJ-Tech DJ-Keyboard-Controller im bonedo.de-Test: Wer sich nach dem Lesen des Titels nun denkt: „Hä, das Gerät ist doch gar nicht sooo neu, das gibt’s doch schon seit geraumer Zeit,“ dem gebe ich in vollem Umfang recht, denn das DJ-Keyboard hat mittlerweile über 3 Jahre auf dem Buckel. Allerdings geht das Teil gerade für schlappe 29 Euro bei Thomann über die Ladentheke, was einem Rabatt von 80 Prozent auf die UVP 159 Euro entspricht. Wenn das nicht einen (verspäteten) Test rechtfertigt, was dann?  

Konzeptionell ist das DJ-Keyboard genau das, was es verspricht, nämlich eine Steuertastatur für die Software Deckadance (LE), die dem Paket kostenlos beiliegt, wobei Tastatur hier wörtlich zu nehmen ist. Die Befehle folgen nämlich keinem MIDI-Protokoll, sondern Tastaturkürzeln. Nun geht’s aber ohne weiteres Vorgeplänkel an den Test.

Details

Das Keyboard ist ungefähr so groß wie eine herkömmliche 20-Euro-Tastatur, besteht aus Plastik, das man gewiss nicht zu stark malträtieren sollte und wiegt lediglich 625 Gramm bei Maßen von 403 x 150 x 37 Millimetern. An der Unterseite befinden sich die typischen Aufstellfüße gängiger PC-Tastaturen, hinten ist eine Kensington-Aufnahme ausgespart und an der Seite finden sich ein Mini-USB-Port zur Rechneranbindung, eine Netzteilbuchse und eine USB-Buchse Typ-A für beispielsweise einen Audiostick oder einen USB-Kopfhörer ein.  

Unternehmen wir einen Ausflug auf die Oberfläche mit ihren 85 Tastern, die in eine zentrale Browser/Mixer- und zwei flankierende Decksektionen unterteilt ist. In der Mitte befindet sich das Touch-FX-Pad, über dem das Steuerkreuz residiert. Eigentümlich für ein DJ-Tool, aber klar für eine Tastatur, die lediglich Trigger-Befehle ausführt: Am Gerät sind keine Fader verbaut. Stattdessen hat DJ-Tech Wippschalter (+/-) für den Pitch, die Lautstärke und die Überblendungen verbaut. Anstelle von Drehreglern, beispielsweise für die Master- und Phones-Volumes, kommen ebenfalls Up- und Down-Tasten zum Einsatz. Weiterhin versammeln sich um das Touchpad diverse Buttons für beispielsweise Effekte, Sampler, Loops und Scope.

In den Decksektionen treffen wir neben der „Play“- und „Cue“-Taste auf den bereits erwähnten Pitch und den konzeptionell unverzichtbaren Pitchbend-Buttons sowie „Pitch Reset“ und „Keylock“. Dazu gesellen sich Vor- und Zurückspulen und „Set Cue“. Das sollte für manuelles Beatmatching in der Tat ausreichen. Alternativ sitzen in der Mitte des angedeuteten, dezent blau beleuchteten Jogwheels der große „Sync“-Button und eine „Loop“-Taste, die im oberen Halbkreis von vier Sample-Triggern und im unteren Halbkreis von vier „Cue“-Buttons eingerahmt werden. Schau, schau.  

Hoch im Norden hat der EQ Platz gefunden, wenn man ihn so bezeichnen möchte, denn in Wahrheit gibt es hier keine regelbaren Frequenzen, sondern nur Hi-, Mid- und Low-Kills. Darunter verbaut DJ-Tech noch drei Relooper. Sicher, für 159 Euro (UVP), da bin ich ganz ehrlich, gibt es mittlerweile einige DJ-Controller, die mit eingebautem Interface und anderen Vorteilen wie Jogwheels, Fader und Encodern punkten und qualitativ entspricht das DJ Keyboard meiner Meinung nach ebenfalls nicht seinem Listenpreis, doch sehen wir der Realität ins Auge: Was man zum Zeitpunkt der Niederschrift dieser Zeilen tatsächlich für das Tool hinlegen muss, sind je nach Händler zwischen 29 und 69 Euro und im Grunde genommen ist das Gebotene dann recht üppig, zumal auch noch eine Software dazugehört, in diesem Fall Deckadance LE 1.71.   

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