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17.08.2020

Diese Werkzeuge und Ersatzteile braucht jedes Studio

Kleinteile und Tools, die beim Recording zwingend nötig sind

Wie 32 Cent die Recording-Session retten können.

Für alle Freunde der Vorbereitung auf das Unwägbare kommt hier die ultimative Liste von Werkzeugen und Ersatzteilen, mit denen man den Studio-Werkzeugkasten befüllen sollte. Ab und an tritt im Tonstudio ein Problem auf, das sich nicht durch den Neustart des Rechners beheben lässt. Dann ist Handarbeit gefragt und wir alle wissen: Gutes Werkzeug erleichtert einem die Reparatur. Eine solide Grundausstattung an Werkzeugen und Ersatzteilen sollte deshalb in jedem Tonstudio vorhanden sein.

Standard-Werkzeuge
Schraubenzieher/Schraubendreher

Von allgemeinen Schraubarbeiten – wie dem Zusammenschrauben von Studiomöbeln, dem Aufhängen von Akustikpanelen oder Bildern/Fotos zur Verschönerung – mal abgesehen, gibt es im Tonstudio zwei Momente, wo ein ganz bestimmter Schraubenzieher benötigt wird: Ein großer PH2- oder PZ2- Kreuz-Schraubenzieher für Rack-Schrauben und einen kleinen, 2 - 2,5 mm breiten Schlitz-Schraubenzieher zum Einstellen von Trim-Potentiometern, zum Beispiel bei analogen Outboard, Netzteilen von Röhrenmikrofonen, oder für Einstellarbeiten bei aktiven Studiomonitoren. Diese beiden Schraubenzieher gehören zur Minimal-Ausstattung und dürfen nicht fehlen.

Sinnvoller ist aber ein kompletter Schraubendrehersatz, dann kann man auch mal einen Verstärker öffnen, Lautsprecher wechseln, die Pickup-Höhe am Bass einstellen, etc. Man sollte bedenken: ausgedrehte Schraubenköpfe, verursacht durch einen Schraubenzieher in falsche Größe, sind richtig nervig!

Satz Innensechskantschlüssel

Auf Innensechskantschrauben, gerne „Inbus-Schrauben“ genannt (nach der Markenbezeichnung des Hersteller Inbus), trifft man im Studio häufig an Instrumenten an: Man benötigt sie zum Beispiel zum Einstellen der Saitenhöhe oder der Halskrümmung an einer elektrischen Gitarre. Viele Geräte-Gehäuse haben zunehmend Innensechskantschrauben, weil es cooler und moderner aussieht. Ein Satz Innensechskantschlüssel gehört deshalb in den Werkzeugkoffer.Manchmal wundert man sich, dass der Innensechskant nicht passt, entweder ist er leicht zu groß oder knapp zu klein. Der Grund: Es sind keine Schrauben in metrischer Größe verbaut, sondern solche mit imperialen Maßen, also zöllige Schrauben. Ein zusätzlicher Satz Innensechskant-Schlüssel mit Inch-Größen schadet also nicht, vor allem für Studios mit vielen Vintage-Instrumenten aus Übersee.

Verschiedene Zangen

Genauso wie ein Satz Schraubenzieher gehört ein Satz Zangen zur Grundausstattung einer Werkzeugkiste. Mit einer Kombizange, einer Flachzange und ein paar kleinen Elektronikzangen lassen sich viele kleine Alltags- und Studio-Probleme lösen (beziehungsweise: fest ziehen).

Schraubenschlüssel

Ein voller Satz Schraubenschlüssel wird im Studio eher nicht benötigt, aber die gängigen Größen von M3 bis M10 schaden nicht. Damit können zum Beispiel lose Potis am Effektpedalen und Frontplatten wieder angezogen werden. Man kann das auch mit einer Flachzange erledigen, aber dann besteht die Gefahr, bei Abrutschen die Oberfläche zu verkratzen.

Akku-Schrauben mit Bitsatz

Mit einem Akkuschrauber und einem gutem (!) Bitsatz erledigt man viele Schraubarbeiten schneller als mit der Hand. Das gilt auch für das Saitenaufziehen an der Gitarre. Dafür gibt es spezielle Saitenkurbel-Aufsätze für den Akkuschrauber (siehe Werkzeug: Saitenkurbel).

Multitool

Viele der eben genannten Werkzeuge findet man an einem Multitool und kann sich mit einem Multitool die ein oder andere Werkzeug-Anschaffung sparen. Einige Arbeiten lassen sich mit einem Multitool aber nur umständlich oder gar nicht erledigen.

Gutes und günstiges Multitool

Auch ein Multitool: das klassische Schweizer Messer

Multitool der Luxusklasse

Lötkolben/Lötstation

Eigentlich ist eine saubere, stoffschlüssige Lötstelle eine recht stabile Verbindung, aber ab und an muss man doch einen Kontakt am Kabel oder einer Buchse nachlöten. Ein Lötkolben gehört also zur Grundausstattung eines jeden Tonstudios! Dabei muss es nicht die teure Lötstation sein (auch wenn die viele Lötarbeiten leichter macht), es genügt ein Handlötkolben mit etwa 20 Watt.

Taschenlampe oder Stirnlampe

Da es hinter Racks meist eng und dunkel zugeht, schadet es nicht, eine Taschenlampe oder eine Stirnlampe (oder beides) parat zu haben. Damit findet man im Zweifelsfall auch die Lautsprechermembran hinter der Front-Bespannung des Gitarrenverstärkers.

Musiker-Werkzeuge

Saitenschneider

Eine guter Elektronik-Seitenschneider gehört zur Grundausstattung, damit werden vor allem Kabel gekürzt. Er ist aber zum Beispiel auch hilfreich, um Saitenenden an Gitarren und Bässen abzuknipsen.

Saitenkurbel

Vorm Abknipsen der Saiten müssen sie aufgezogen werden. OK, eigentlich gehört die Saitenkurbel zur Grundausstattung des Musikers, aber ihr wisst ja, wie das so ist… besser also, man hat dieses günstige Werkzeug im Studio liegen, damit bei gerissener Saite schnell weiter am neuen Hit gebastelt werden kann. Noch schneller geht es mit einer elektrischen Saitenkurbel und wer es mega-eilig hat, montiert einen Kurbelaufsatz auf den Akkuschrauber!

Einfache Saitenkurbel

Elektrische Saitenkurbel

Aufsatzbit für den Akkuschrauber

Stimmschlüssel für Schlagzeuger

Ein Stimmschlüssel für das Schlagzeug ist ein Muss für das Studio-eigene Drumset, aber auch wenn man kein eigenes Set besitzt: Ähnlich, wie die Saitenkurbel schadet es nicht, einem Stimmschlüssel aus dem Hut zaubern zu könne, wenn der Drummer seinen grad nicht findet.

Einfacher Stimmschlüssel für das Schlagzeug

Ersatzsaiten für Standardinstrumente

Für die eigenen Saiteninstrumente hat man für gewöhnlich Ersatzsaiten am Start, es schadet aber nicht, für den Notfall ein paar Sätze für die Standardinstrumente ins Regal zu legen, zum Beispiel einen Satz für E-Gitarre und E-Bass, aber auch Akustik-Gitarren und Nylon-Saiten. Auch wenn die Ersatzsaite dann nicht perfekt zum Rest passt, ist das immer noch besser, als gar keine Saite aufziehen zu können.

Saitensatz für E-Gitarren

Saitensatz für Stahlsaiten-Gitarren

Saitensatz für klassische Gitarren

Saitensatz für E-Bässe

 

Dosenware

Druckluft aus der Dose

Eine Druckluftdose aus dem Baumarkt ist ideal, um Audio-Equipment von Staub zu befreien. Das sollte man gelegentlich tun, da Staub und anderer Schmutz gerne die Lüfter und Lüftungsschlitze zusetzt und letztlich zu thermischer Überlastung eines Gerätes führen kann. Und ein Class-A-Preamp entwickelt zum Beispiel eine ordentliche Portion an Abwärme. Diese Dosen sind für ihren Inhalt – hauptsächlich Luft – relativ teuer, aber die Alternative wäre ein großer Kompressor, den sich die wenigsten ins Studio stellen wollen.

Kontaktspray

Wenn das Poti kracht, ist Kontaktspray die schnelle Lösung. Einfach rein sprühen und ein paar Mal den Regler betätigen. Eine schnelle, aber keine „richtige“ Reparatur, früher oder später hilft bei sowas nur der Wechsel des verdächtigen Potentiometers. Sehr gute Kontaktsprays sind die DeoxIT-Sprays von Caig. Teuer, aber jeden Cent wert.

Messwerkzeuge

Neben den klassischen Handwerkzeugen benötigen wir im Tonstudio ein paar Messwerkzeuge.

Stimmgerät(e)

Eigentlich liegt das Stimmgerät in der Verantwortung des Musikers, aber für alle Fälle sollte in jedem Studio mindestens ein Stimmgerät vorhanden sein und zwar ein qualitativ hochwertiges. Für akustische Saiteninstrumente sind die kleinen Clip-Tuner praktische Helferchen. Wer 100%-ig auf der sicheren Seite sein möchte, installiert einen Rack-Tuner so, dass er von allen Musikern gesehen und somit gemeinsam genutzt werden kann, dann „stimmt“ die gesamte Band auf jeden Fall.

Clip-Tuner für akustische Instrumente

Gitarrentechniker schwören darauf: Peterson Strobo-Tuner

Kabeltester

Kabel werden im Tonstudio nicht ganz so hart angefasst wie im Live-Betrieb, aber auch hier gilt: Defekte Kabel sind oft der Grund, dass kein Signal in der Regie ankommt. Mit einem Kabeltester ist ein defektes oder verpoltes Kabel schnell identifiziert. Der Kabeltester ist ebenfalls eines der „Muss“-Werkzeuge im Studio.Super praktisch sind drahtlose Kabeltester, mit denen zum Beispiel fest installierte Multicores mit Wall-Boxen in getrennten Räumen getestet werden können. Gerade für größere Studios, ist das eine sinnvolle Anschaffung.

Digitales Multimeter

Ein digitales Multimeter, kurz DMM, ist vielfältig einsetzbar: Man kann damit selbstgelötete Kabel und Kabelverbindungen überprüfen und man kann Spannungen an Geräten messen und einstellen. Zu einem DMM gehört ein Satz Messleitungen, und wer auch Spannungen in Geräten prüfen möchte, sollte zu hochwertigen Marken-Leitungen greifen. ACHTUNG: Arbeiten an Geräten unter Strom sollten vom Fachmann ausgeführt werden! Die Netzspannung ist potentiell tödlich! Hilfreich, wenn man zum Beispiel die Bias-Spannung bei einem Röhrenmikrofon einstellen möchte, sind Messleitungen mit einer Sicherheits-Klemmprüfspitze, weil: drei Hände haben wir halt nicht.

Schallpegel-Messgerät

Ein nützliches Tool im Studio ist ein Gerät zur Messung der Lautstärke. Damit kann man seine Abhörmonitore einmessen, oder mal nachschauen, was auf das Mikrofon an der Snare oder vor der Bassdrum eigentlich zukommt.

Messmikrofon und Audio-Mess-Software

Wer es mit dem akustischen Ausmessen seiner Studioräume etwas genauer nimmt, benötigt ein Messmikrofon und eine Mess-Software. Für das schnelle Durchmessen von Räumen kann man die kostenlose Software Room EQ Wizard nutzen, die auch umfangreiche Anleitungen zum Messen mitliefert. Ich benutze auf der Mac-Plattform die Software FuzzMeasure, die inzwischen von Rode vertrieben wird. Voll ausgestattete Audio-Analyse-Software, wie das Programm Smaart von Rational Acoustics und SpectraFoo von Metric Halo, lassen dann keine Messwünsche mehr offen: Diese Programme können THD-Werte messen oder Transfer-Messungen vornehmen, bei dem zwei Signale miteinander verglichen werden.

Laser-Entfernungsmessgerät, Maßband

Ein Entfernungsmesser im Tonstudio? Auf jeden Fall, das ist sogar ein ziemlich nützliches Werkzeug! Es erleichtert das Berechnen von Laufzeitunterschieden bei Verwendung von mehreren Mikrofonen an einer Signalquelle, man kann die Overhead-Mikrofone mit identischem Abstand auf die Snare ausrichten, man kann die Studiomonitore genau auf den Abhör-Seet-Spot ausrichten etc.Mit einem Maßband kann man all die eben genannten Messungen natürlich ebenso erledigen, quasi auf analogem Weg. Sehr praktisch ist das Akustik-Maßband von Genelec, das zeigt für den gemessenen Abstand der Studioboxen zu den Wänden gleich die zu erwartenden Problemfrequenz.

Messschieber

Die Saite ist gerissen, aber wie dick war die gleich nochmal? Solche Messungen erledigt man mit einem Messschieber, dafür muss es auch kein teurer Mitutoyo sein, ein günstiger reicht aus. Ob analog oder digital ist Geschmackssache, schneller lassen sich die Digitalen ablesen, analoge Messschieber sind bei vergleichbarem Preis meist etwas genauer.

Thermometer und Hygrometer

Nicht nur wenn man mit klassischen Streichern arbeitet, auch wenn man schöne Akustikgitarren sein Eigen nennt, ist ein Thermometer zur Temperaturmessung und ein Hygrometer zur Messung der relativen Luftfeuchtigkeit ein wichtiges Messutensil. Beide Messgeräte gibt es als analoges oder digitales Messgerät. Am besten nimmt man eines, was beides gleichzeitig anzeigt.

Analoges Hygrometer

Digitales Thermo- und Hygrometer

Kleben und Lösen

Gewebeband, WD-40, Universalöl Ballistol

Es gibt den Spruch: Ist es fest und muss ab: WD-40. Ist es lose und muss fest: Gaffa.Damit ist eigentlich alles gesagt, beides gehört zur Werkzeug-Grundausstattung! Und wenn die Fußmaschine oder die Studiotür quietscht, helfen ein paar Tropfen vom Universalöl Ballistol besser als WD-40.

Markierungsbänder und Beschriftungsband, Zumbelband

Mit dem Markierungsband werden Mikropositionen markiert, Standorte von Ständern und Musikern, etc. Früher hat man mit Beschriftungsband die Kanäle eines analogen Mischpultes beschriftet. Aber auch heute ist das beschreibbare Klebeband nützlich, für allerlei Markierungsarbeiten auf Cases, Verstärkern, Vorstufen, etc. Zumbel-, oder Isolierband ist ein nützliches Allzweckklebeband für allerlei Schnellreparaturen. Mit Zumpelband wird auch gerne das Eigentum farblich markiert.

Ersatzteile und Verschleißteile

Nicht alles im Studio ist für die Ewigkeit gebaut, einiges fällt unter die Kategorie „Verschleißteil“. Damit die Recording-Session nicht wegen einer fehlenden Sicherung scheitert, solltet ihr ein paar Ersatz- und Verschleißteile auf Lager haben.

250V-Feinsicherungen

Manchmal ist es nicht das Plug-in für hunderte Euro, das die Recording-Session rettet, sondern die Feinsicherung für 32 Cent! In allen Verstärkern und Netzteilen schützen Feinsicherungen die nachfolgende Schaltung vor Kurzschluß und Überspannung. Man sollte zumindest für das vorhandene Studio-Equipment ein paar Ersatz-Sicherungen parat haben, die Kosten sind ja überschaubar: Ein Zehner-Satz Sicherungen kostet etwas über einen Euro. Bei den eigenen Geräten kann man einfach nachschauen, welche Sicherungen drinsteckt.

ABER VORSICHT: Vorher den Netzstecker ziehen und ein paar Minuten warten, bevor man das Gerät aufschraubt!

VORSICHT 2: Röhrengeräte nur öffnen, wenn man sich ABSOLUT SICHER ist, was man da gerade tut. Die hier anliegenden Spannungen betragen mehrere hundert Volt und sind potentiell tödlich!

Übrigens: Mit einem Sicherungs-Sortiment für 10 Euro steigen die Chance, dass der passende Wert für das eben abgerauchte Netzteil des Musikers enthalten ist.

Ersatzröhren

Röhren sind Verschleißteile und gehen, je nach Anwendungsort, Behandlung und Beanspruchung früher oder später kaputt. Für die eigenen Geräte wie Vorstufen oder Mikrofone schadet eine Ersatzröhre, bzw ein ganzer Röhren-Satz (bei Gitarrenverstärkern) in der Schublade nicht. Es muss dann ja nicht die mega-teure NOS-Röhre aus den 60-igern sein, Hauptsache, die Session läuft weiter!

VORSICHT: Auch beim Gitarrenverstärker gilt: Röhrengeräte nur öffnen, wenn man sich ABSOLUT SICHER ist, was man tut. Lebensgefahr!

Netzteile

Ein paar kleine 9V-Steckernetzteile für Stimmgeräte oder Effektpedale sollte man immer vorrätig haben, idealerweise auch eine einstellbare Version von 3 – 12V, bei der man die zusätzlich die Stecker-Polung verändern kann, dann ist man auf der sicheren Seite.

9V-Netzteil

Einstellbares Netzteil 3-12V

Batterien

Eine Auswahl an Batterien gehört zu den Muss-Teilen im Studio. 9V-Blöcke für Effektpedale, AA-Batterien für Stimmgeräte, AAA-Batterien für Pultleuchten, Knopfzellen für die Clip-Tuner, etc… Gefühlt in jeder zweiten Studio-Session kommt unweigerlich der Moment, an dem der 9 Volt-Block verlangt wird. Zum schnellen Testen von Batterien sind die kleinen Batteriemesser recht praktisch, den legt man einfach zu den Batterien in die Schublade.

9V-Block

AA

AAA

Knopfzelle

Batteriemesser

Leuchtmittel

Ein paar LED-Birnen hat man eh in der Schublade, aber wer zum Beispiel eine Lava-Lampe für die Studio-Atmosphäre besitzt, sollte entsprechende Ersatz-Leuchtmittel parat haben, damit der schöne Anblick für die ganze Produktion gesichert ist. Zu den Spezial-Leuchtmitteln gehören auch Ersatzlampen für die älteren Pultleuchten.

LED-Ersatzleuchtmittel für Pultlampen

Mikrofonzubehör

Ersatzkörbe für die eigenen MikrofoneWenn ein SM58 zum wiederholten Male den Boden trifft, sieht der Mikrofonkorb nicht mehr schön aus, ein Ersatzkorb ist schnell aufgeschraubt und das Mic wieder wie neu.

Ersatzkorb für das Shure SM58

Ersatzkorb für das Shure SM57

Reduziergewinde für Mikrofonklemme

Die kleinen Reduzierstücke, welche das amerikanische Gewindemaß auf das metrische adaptieren gehören zu den Dingen, die sich gerne mal in Luft auflösen. Ein paar dieser Reduziergewinde gehören daher in jede Mikrofonschublade. Wer dem Verschwinden vorbeugen möchte, verwendet Schraubensicherung.

Reduziergewinde für Mikrofon-Klemmen und Spinnen

Kontermutter für Mikrofonständer

Ein unscheinbares, aber extrem wichtiges Teil: die Kontermutter für die Mikrofonspinne oder Mikrofonklemme am Mic-Ständer! Diese kleine Schraube macht das Ausrichten des Mikrofons erheblich leichter. Aber wie das Reduziergewinde gehört diese Mutter zu den Dingen, die gerne plötzlich weg sind.

Kontermutter für Mikrofonständer

Meterware Mikrofon-/Klinkenkabel

Falls mal ein Kabel kaputt geht oder ein Adapter benötigt wird, der nicht vorhanden ist, sollte man ein paar Meter loses Mikrofon- und Instrumentenkabel und zusätzlich ein paar Ersatzstecker für Mikrofon-, Klinken- und Chinchkabeln parat haben.

Mikrofonkabel Meterware

Instrumentenkabel, Meterware

XLR-Stecker, female

XLR-Stecker, male

Klinkenstecker, mono

Klinkenstecker, stereo

Chinch-Stecker

Gesundheit und Reinigung

Mikrofon-Reiniger und/oder Desinfektionsmittel

Nicht erst seit Corona sollte ein Desinfektionsmittel im Studio vorhanden sein, am besten in der Nähe des Mikrofonschrankes. Im Studio ist das nicht ganz so wichtig wie im Live-Betrieb, wo ein erkrankter Musiker über den versehentlichen Austausch eines Gesangsmikrofon schon mal die ganze Produktion anstecken kann. Aber im Studio freut sich der Musiker über ein sauberes und vor allem geruchsneutrales Mikrofon vor der Nase.

Spray zur Mikrofon-Reinigung

Desinfektionstücher

Aus denselben Gründen wie das Mikro-Reinigungsspray, kann man sich eine Packung Desinfektionstücher in der Drogerie besorgen. Damit lassen sich Oberflächen gründlich desinfizieren, zum Beispiel die Tastatur am Keyboard (und die am Rechner!). Man sitzt im Studio oft stundenlang auf engstem Raum beieinander, da kann ein bisschen Hygiene und Gesundheitsvorsorge nicht schaden.

Kleberest-/Etiketten-Entferner

Nicht immer lassen sich die verwendeten Klebebänder rückstandlos entfernen, dann bleiben schmierige Rückstände auf Frontplatten, Instrumenten, Verstärker-Gehäusen etc. zurück. Ein gutes Mittel zum Entfernen dieser Rückstände sind spezielle Etiketten-Entferner. Tipp: Bei Klebebändern gibt es große Qualitätsunterschiede. Ein Punkt, der definitiv für die Marken-Bänder spricht, ist die Tatsache, dass sie sich nahezu rückstandlos abziehen lassen.

Glasreiniger

Ein Studio, das was auf sich hält, hat eine Doppel-Scheiben zwischen Regie- und Aufnahmeraum. Ein Studio, das noch mehr auf sich hält, baut eine Terrassentür (wegen der guten Schallisolation) als Durchgangstür ein. Für den guten Durchblick durch alle Scheiben sorgt gelegentliches Putzen mit einem Glasreiniger.

Mikrofasertücher

Viele Oberflächen im Studio sind empfindlich und sollten nicht mit aggressiven Reinigungsmitteln geputzt werden. Dazu zählen der PC-Monitor, andere Displays an den Interfaces, Keyboards und ähnlichem und, nicht zu vergessen: Datenträger wie CDs, DVDs und Blue Ray-Disks. Hier eignen sich Mikrofasertücher hervorragend zum Entfernen von Staub und anderen Verunreinigungen, ohne dass Wasser im Spiel ist oder die Oberflächen vom T-Shirt-Zipfel zerkratzt wird. Mikrofasertücher sind übrigens waschbar und somit wiederverwendbar, was sie nachhaltiger als Einweg-Tücher macht – ist ja heutzutage auch wichtig!

Putzlappen

Ein Schwammtuch oder ein anderer saugender Putzlappen, der schnell zur Hand ist, hilft bei umgekippten Kaffeebechern, Wassergläsern und Bierflaschen. Schnell zur Hand deshalb, weil sich Elektrik und Feuchtigkeit bekanntlich nicht so gut vertragen.

Staubsauger

Nach der Session ist vor der Session! Damit sich die nachfolgenden Musiker im Studio genauso wohl fühlen, wie die vorherigen, werden Regie und Aufnahmeräume nach (oder vor) der Recording-Session ordentlich durchgesaugt. Staub, Kekskrümel, Holzsplitter von den Drumsticks, Saitenreststücke und weitere Hinterlassenschaften sind dann Geschichte.

Staubtuch

Wo man mit dem Sauger nicht hinkommt, oder nicht hinkommen möchte (Mikros!), helfen staubfangende Putz-Tücher. Damit kann man auch mal die Großmembran-Mikros abstauben. Bei ganz hartnäckigem Staub helfen Staubbindetücher aus dem Lackierbedarf, auch Honigtücher genannt. Das sind Putztücher, die leicht klebrig sind und den Staub wirkungsvoll aufnehmen.

Lackpolitur, Möbelpolitur

Weil die Optik im Studio bekanntlich mitspielt, hilft eine Lack- oder Möbelpolitur beim Auffrischen und Säubern des Flügels oder des Klavieres und generell der lackierten Studiomöbel. Da viele Studiomonitore eine schwarze Piano-Lackoberfläche besitzen, kriegt man die mit diesen Polituren selbst die hartnäckigen und deutlich sichtbaren Fingerabdrücke weg. Vorsicht geboten ist allerdings bei den Lackoberflächen von Instrumenten! Die Nitro-Lackierung der Vintage-Gitarre ist zum Beispiel wieder anlösbar, wer hier mit den falschen Pflegemittel putzt, ruiniert sich das Instrument. Im Zweifelsfalle beim Hersteller nachfragen!

Verbandskasten

Im Auto ist er Pflicht, zu Hause liegt er ebenfalls, im Studio sollte man ihn auch parat haben: Ein Verbandskasten, mit den Grundmaterialien, um kleine Verletzungen zu versorgen. In einem Verbandskasten ist auch eine Packung Aspirin für den Kopfschmerz am nächsten Morgen gut aufgehoben.

Das allerwichtigste Werkzeug

Flaschenöffner

Ganz zum Schluss kommt das allerwichtigste Werkzeug: Der Flaschenöffner! Ein viel genutztes Werkzeuge vor, während und nach der Studio-Session! Je nach Durst, Getränkesorte und Instrument gib es verschiedene Varianten:

Flaschenöffner für Drummer

Flaschenöffner für Bläser

Flaschenöffner für Gitarristen

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