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Test
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21.04.2015

DG De Gregorio Compass & Kiyo 2 Cajon Test

Cajones

Spanische Handarbeit für die schottische Geldbörse?

Besuch vom Mittelmeer! Für diesen bonedo Test nimmt unser Testlaborant auf zwei Cajones Platz, die von der Firma DG De Gregorio speziell für den preisbewussten Einsteiger entwickelt wurden. Die Modelle Cajón Compass und Kiyo 2 werden in Barcelona von Hand gefertigt und versprechen professionellen Cajonsound ,Made in Spain‘ für den kleinen Geldbeutel. Ob sie dabei Wort halten, haben wir für Euch herausgefunden.

Der Cajon-Markt wird immer unübersichtlicher, und gerade Neulinge, die noch nicht allzu viel Geld in eine ,profane‘ Holzkiste investieren möchten, haben es schwer, bei der großen Auswahl den Überblick zu behalten. Wer bereit ist, etwas mehr Geld als für einen Cajon-Bausatz oder eine Rappelkiste aus Fernost in die Hand zu nehmen, kann den Blick getrost auch mal nach Spanien schweifen lassen.

Details

Das Hauptmerkmal des 49 x 29 x 29 Zentimeter großen Cajón Compass ist sein auffälliger, seidenmatt schwarz lackierter Korpus aus Mitteldichter Faserplatte (MDF). Dessen Stärke misst an den Seiten, am Boden und der Decke zehn und an der Rückwand sechs Millimeter. Darauf verschraubt ist eine dreischichtige Schlagfläche aus drei Millimeter starkem, baltischem Birkenholz, die mit einem transparenten, ebenfalls seidenmatten Polyurethanlack versiegelt ist. Auffällig ist, dass diese rundherum fünf Millimeter kleiner als der Korpus ist, so dass sich am Übergang ein kleiner Versatz bildet. Für den Snare-Effekt sorgen zwei Gitarrensaiten an der Innenseite der Schlagfläche. Sie sind an einer schmalen Holzleiste am oberen Rand und einer beweglichen Traverse in Bodennähe befestigt, und ihre Spannung kann an zwei Sechskantschrauben unter dem Cajon eingestellt werden. Ein passender Sechskantschlüssel dafür steckt praktischerweise in der Traverse. Die vier an die Unterseite geschraubten Gummifüße sorgen auch auf glatten Böden für rutschfesten Stand.

Was den bislang durchweg überzeugenden Eindruck hinsichtlich der Verarbeitung und der Ausstattung ein wenig trübt, sind die Plastikklebestreifen, mit denen die Saiten an die Schlagfläche geklebt sind, um deren Mitrascheln zu kontrollieren. Ein Blick auf das Preisschild relativiert jedoch den kurz aufflammenden Wunsch nach variabel verstellbaren Klettstreifen schnell wieder.

Im Gegensatz zum Compass ist das Cajón Kiyo 2 vollständig aus baltischem Birkensperrholz gefertigt. Sein rundum sorgfältig mit seidenmattem Transparentlack versiegelter Korpus misst ebenfalls 49 x 29 x 29 Zentimeter und bringt es an Seiten, Boden und Decke auf neun Millimeter Wandstärke mit sieben Lagen. Die Rückwand ist fünflagig, sechs Millimeter dick und innenseitig um das Resonanzloch herum zusätzlich verstärkt. Auch bei diesem Cajon ist die Schlagfläche dreilagig, drei Millimeter dick und klar lackiert. Sie ist, zusätzlich zum Firmennamen, noch mit dem auffälligen, ornamentalen Logo in schwarzer Farbe bedruckt. An der Innenseite der Schlagfläche ist das patentierte ,Tapa‘ Snaresystem angebracht, was das Kiyo 2 weder eindeutig zu den String- noch zu den Snare-Cajones zählen lässt. Mit einem speziellen Heißkleber sind im oberen Drittel rechts und links je fünf Spiralsaiten an die Schlagfläche geklebt. Mit jeweils einem Klettstreifen können sie mehr oder weniger fest angedrückt werden. Weitere Justiermöglichkeiten gibt es nicht, was für unerfahrene Cajon-Spieler jedoch nicht unbedingt von Nachteil ist. Auch das Kiyo 2 steht auf vier angeschraubten Gummifüßen und ist rundherum und insbesondere im Hinblick auf seinen Preis hervorragend und sorgfältig verarbeitet.

Im Karton beider Cajones befindet sich außerdem noch die Lehr-DVD ,Cajon Power‘ von Marco Fadda in deutscher Sprache. Auf ihr werden anschaulich die Geschichte des Cajons, verschiedene Spieltechniken sowie eine Auswahl an Rhythmen aus aller Welt vorgestellt. 

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