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21.09.2015

B.log - Miley Cyrus, Tailor Swift und Co. Die klingen doch alle gleich!

Die stimmlich nur halbe Wahrheit von Chartsongs

Die Stimmen der Sängerinnen in vielen Mainstream-Popproduktionen hören sich alle sehr ähnlich an. Die Songs sind gut gesungen, verlangen aber kein außergewöhnliches stimmliches Können. Die Stimmfarbe hat nichts Spezielles. Der Gesangsstil keine Ecken und Kanten. Mehr als die individuelle Stimme stehen der Song, die Produktion, das Image, die (Nicht-) Bekleidung und das Video im Vordergrund.


Dass das alles nur die halbe Wahrheit ist, zeigt zum Beispiel folgendes Akustikvideo von Miley Cyrus. In diesem interpretiert sie den Song „Jolene“ von Dolly Parton:

Wow, so habe Miley Cyrus noch nie singen gehört! Da geht einiges. Ihre Stimme klingt voll und rund und hat richtig Tiefe. Ihr Ausdruck ist persönlicher und krasser als in ihren ausproduzierten Liedern.

Na was denkt ihr? Der Gegensatz der beiden Videos ist doch ganz schön heftig. Bei der Analyse vom Gesangsstil einzelner Sänger und Sängerinnen habe ich mich in der Vergangenheit immer gewundert, wie unergiebig das Ganze ist. Ich habe mich oft gefragt, ob sie stimmlich nicht mehr können. Jetzt merke ich, dass die Gesangsproduktion wohl einem übergeordneten Plan folgt und frage mich: Ist das der Preis, der für einen sehr breiten Erfolg gezahlt werden muss?

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