Gitarre
Test
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03.01.2018

Big Joe PB-107 Power Box Lithium Test

Mehrfach-Stromversorgung für Effektpedale

Saftstation mit Anzeige

Die Big Joe PB-107 Power Box Lithium ist eine mobile Stromversorgung für Effektpedale der US-amerikanischen Big Joe Stompbox Company, die ihren Namen auf den legendären Bluesgitarristen Big Joe Williams stützt, der unter anderem mit seiner 9-saitigen Gitarre Furore machte. Neben einer ganzen Reihe von Effektpedalen bietet die Firma aus Shelton in Connecticut auch diverses Zubehör, darunter die Big Joe PB-107 Power Box Lithium, die das Effektboard von der Steckdose befreien soll.

Wie der Name vermuten lässt, steckt im Gehäuse ein Lithium-Ionen-Akku, der Pedale mit einer Stromaufnahme von bis zu 500 mA mit Energie versorgt. Eine digitale Anzeige gibt dabei komfortabel Auskunft über den Ladestatus, die Akkulaufzeit und die momentane Stromaufnahme. Eine solche detaillierte Status-Anzeige ist natürlich sehr sinnvoll bei einer netzstromunabhängigen Speisung über einen Akku. Wir haben uns gefragt, wie sich die Power-Bank in der Praxis verhält, wie genau die Anzeige ist und wie es um die Spannungsstabilität unseres Pedal-Kraftwerks bestellt ist.

Details

Gehäuse/Optik

Die Power Box Lithium kommt im sehr kompakten Metallgehäuse mit den Maßen 85 x 42 x 35 mm (B x T x H) und einem Gewicht von 260 Gramm. An der Stirnseite sind sämtliche Anschlüsse geparkt, und zwar genau drei. Ganz rechts eine Mini-USB-Buchse und in der Mitte ein Miniklinken-Anschluss, die beide zum Laden des Akkus verwendet werden können. Laut Hersteller dauert ein Ladevorgang per USB runde 10 Stunden, verwendet man den Miniklinken-Anschluss mit einem Big Joe 9V Netzteil (PS-201, 1700 mA), dann ist der Akku innerhalb von zwei Stunden geladen. Ein solches Netzteil ist allerdings nicht im Lieferumfang enthalten, lediglich ein USB-Kabel liegt der Power Box Lithium bei. Für einen flotten Ladevorgang sollte man sich daher noch ein leistungsstarkes Netzteil und ein Converter-Kabel auf Miniklinke anschaffen, je nach Qualität des Netzteils eine Investition von zusätzlich 15 bis 30 Euro.

Links an der Frontseite folgt logischerweise der Anschluss (Power Out) zur Fütterung der Pedale, die über eine Daisy Chain angeschlossen werden können. Im Zubehör befindet sich eine solche in 8-facher Ausführung sowie ein einfaches Standard-DC-Kabel (30 cm), das zur Verbindung der Daisy Chain benötigt wird. Zur Befestigung der Power Box im Board hat der Hersteller zwei Streifen Klettband spendiert, wer lieber feste Verbindungen bevorzugt, kann Mounting Plates an den seitlichen Gehäuseschrauben installieren.

An der Oberseite strahlt uns das Display entgegen, über das der User die notwendigen Informationen zum Ladestatus und zum aktuellen Stromverbrauch erhält - bei Akku-Stromversorgungen eine sehr sinnvolle Sache! In dieser Disziplin hebt sich die Power Box Lithium deutlich von vielen Mitbewerbern ab. Unterhalb des Displays befindet sich der On/Off-Schalter, mit dem das Gerät aktiviert wird. Wenn die kleine LED über dem %-Zeichen blinkt, ist alles im Lot und die Power Box liefert Saft an die angeschlossenen Pedale. Zum Abrufen der Informationen muss der kleine schwarze Taster gedrückt werden und folgendes wird angezeigt.

1. Ladezustand in Prozent (%)
2. Akkulaufzeit in Stunden unter Berücksichtigung der angeschlossenen Geräte (HOURS)
3. Aktueller Stromverbrauch der angeschlossenen Pedale (mA)

Mit erneutem Drücken des Tasters wird die Anzeige weitergeschaltet, nach kurzer Zeit erlischt die LED wieder und kehrt zurück zum blinkenden Punkt über dem %-Zeichen. Damit hat man eine sehr realistische und zuverlässige Kontrolle, wann unser Testkandidat wieder an die Tankstation muss. Bei einer Netzstrom-unabhängigen Versorgung der Effektpedale ist das ein extremer Gewinn an Sicherheit.

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