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28.07.2021

Audiomodern Chordjam Test

MIDI-Generator

Smarte Akkordfolgen zufällig per MIDI-FX-Plugin erstellen

Wer die meisten Parts seiner Produktion am Controller-Keyboard einspielt und überwiegend mit MIDI-Noten arbeitet, freut sich eigentlich immer über kleine Ideengeber: MIDI-Effekt-Plugins lassen sich einfach in die Instrument-Spur der DAW einbinden und inspirieren durch fertige Muster schnell zum nächsten Song. Apple Logic Pro und andere Programme verfügen natürlich über solche Plugins, hinzu kommen einige weitere Softwareprodukte, die wir im Feature „Top 10 MIDI-Effekt-Plugins für die DAW“ vorstellen. Akkordfolgen, Phrasen oder Groove – all das geht hier per Mausklick.

Mit Chordjam von AudioModern gibt es neue Impulse. Dabei handelt es sich um ein MIDI-FX-Plugin, das durch kontrollierbare Zufälle die Zusammenstellung einzelner Chords und umfangreicher Akkordfolgen zu einem spannenden und kreativen Prozess werden lässt. Wer schnell davon müde wird, vordefinierte und sehr geläufige Akkorde oder Akkordfolgen als Presets reihenweise zu probieren, bekommt frischen Wind zu spüren. Da mir das MIDI-FX-Plugin Riffer von Audiomodern als „Tool zur Ideenfindung“ bereits sehr zugesagt hat, bin ich gespannt, wie gut nun wohl das Schwesterprodukt Chordjam sein mag. Installation und Online-Autorisation verlaufen zumindest schon einmal genauso entspannt wie bei „Riffer“.

Details

Chordjam besteht aus drei einzelnen Bereichen

Das MIDI-FX-Plugin gibt es für Windows, Mac OS X sowie als iPad-App. Es umfasst insgesamt drei Bereiche: Chord Creation, Sequencer und Pads. Insbesondere mit der ersten Sektion wird man sich intensiver beschäftigen. Auswählen lassen sich Skalen und Akkordtypen für bis zu fünfstimmige Chords (die Screens geben hierzu eine Übersicht).

Über eine virtuelle Tastatur sind auch eigens definierte Zusammenklänge möglich. Alle fünfstimmige Akkorde sind in drei Parameterbereichen individuell veränderbar: Voice, Velocity sowie ARP/Time/Sync. Das bedeutet, dass die Oktavlage, die Anschlagsdynamik sowie der zeitliche Einsatz beziehungsweise die rhythmische Struktur für jede einzelne Note des fünfstimmigen Akkords programmierbar sind. In der Praxis wird man aber bestimmte Wertebereiche eingrenzen, die Zufallsfunktion walten und sich von den spontan gewonnenen Akkorden inspirieren lassen.

In der Sequencer-Sektion können die eigenen Akkorde rhythmisiert werden. Andersherum kann man auch einem Robot-Sequencer vertrauen, der Akkordfolgen automatisch vorgibt. Schließlich können auch Akkorde und Arpeggiator-Muster insgesamt 16 Pads zugewiesen werden, was vor allem für Live-Jams praktisch ist. Alles in allem ergeben sich mit Chordjam einzelne komplexe Akkorde, herkömmliche Arpeggiator-Muster und auch umfangreiche Akkordfolgen, die per Tastatur, Pads oder mit dem internen Sequencer getriggert werden. In diesem Video kann man Chordjam in Aktion erleben: Triggern per Keyboards, Pads und Sequencer.

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