Test
7
18.02.2010

Sound und Praxis

Ich teste das 1402 in einem Recording - Setup, nehme meinen Bass also über den XLR - Output des Bass Xciters durch mein Audiointerface auf den Computer auf. Los geht‘s mit der „Big Bottom“ – Sektion, welche sich um die tiefen Frequenzen kümmert. In der Bedienungsanleitung empfiehlt Aphex den Blend-Regler auf mindestens 12 Uhr zu stellen und anschließend mit dem Lo Tune-Poti die Frequenz zu suchen, die am besten den Sound des Instruments unterstützt -  den sogenannten „Sweetspot“. Das ist natürlich ein gutes Stück Geschmacksache, doch habe ich während meines Tests festgestellt, dass es tatsächlich für jedes meiner Instrumente einen Bereich gibt, in dem „Big Bottom“ den Sound tiefer und solider macht, ohne ihn zu sehr zu verfärben oder lauter zu machen.

Für den aufzunehmenden Bass habe ich den „Sweetspot“ nach ein paar Drehungen am Lo Tune gefunden (zwischen 4 und 5 auf der Potibeschriftung). Frequenzen sind dort leider nicht aufgedruckt, meine Vermutung nach bewegt sich das Ganze aber in einem Bereich zwischen 110 und 120 Hz. Damit der Effekt deutlicher wird, habe ich den Blend-Regler auf ca 1Uhr eingestellt.

Im folgenden Audio Beispiel hört ihr erst 8 Takte ohne Effekt, dann 8 Takte mit der oben erwähnten Einstellung.

Der Sound gewinnt deutlich an Tiefe und wirkt mächtiger, verliert dabei aber nichts von seinem Charakter und bleibt absolut transparent - sehr gut!

Für das nächste Beispiel habe ich den Lo-Tune um einiges höher, auf ca 9 Uhr gestellt um den Frequenzbereich der bearbeitet wird nach oben zu erweitern. Der Sound wird so schon extrem dick, bleibt aber nach wie vor transparent. Der Bass klingt jetzt logischerweise nicht mehr so natürlich wie im vorangegangenen Beispiel, der Sound ist aber für extremere Anwendungen immer noch sehr gut geeignet.

Unterm Strich finde ich „Big Bottom sehr überzeugend. Gerade dezente Einstellungen verleihen dem Bass mehr Tiefe, ohne dabei zu massiv oder aufgeblasen zu wirken, wie es bei statischen EQ Boosts oder Kompressoren häufig der Fall ist.

Um den Aural Exciter aufzunehmen, habe ich direkt eine extremere Einstellung gewählt: Hi Tune und Hi Blend, auf 10, also Anschlag. Selbst mit diesem Setting hört man bei einem Basssound mit normalem Höhenanteil nur subtile Unterschiede zwischen ein und ausgeschaltetem Effekt. Am besten wahrnehmbar fand ich den „Effekt“ bei Akkorden in den höheren Lagen des Basses.

In der ersten Hälfte des Audios hört ihr den Bass wieder ohne Effekt, in der zweiten Hälfte mit Xciter.

Mit guten Lautsprechern kann man hören, wie der Sound mit Xciter in den Höhen etwas offener und luftiger wird. Der Unterschied ist aber wirklich sehr subtil. Vermutlich wird der Exciter seine volle Wirkung erst bei einer Input - Quelle die mehr Obertöne und Höhen als ein Bass produziert, entfalten.

Beim 1401 für Akustik Instrumente ist der Frequenz -  Bereich des Hi Tune Reglers erstaunlicherweise tiefer ( 300 - 3kHz ) als beim Bass Xciter  -  würde dem 1402 vielleicht auch gut zu Gesicht stehen.

3 / 4
.

Verwandte Artikel

User Kommentare