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Test
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10.12.2016

AKAI LPK25 und LPD8 Wireless Test

USB MIDI Controller mit Bluetooth

MIDI-Controller on Air!

Mit dem Pad Controller LPD8 Wireless und dem MIDI Keyboard LPK25 Wireless hat AKAI Professional die kompakten Controller der L-Serie neu aufgelegt und um eine drahtlose Bluetooth-Schnittstelle ergänzt. Dank der MIDI-over-Bluetooth-Technik sollen sich die  Controller ohne Treiberinstallation kabellos mit iPhone, iPad und Mac verbinden lassen. Wir haben getestet, wie gut die Verbindung mit den Geräten harmoniert.

Mit der Einführung von „MIDI over Bluetooth“ hat Apple seit OS X Yosemite und iOS 8 eine Schnittstelle zur drahtlosen Übertragung von MIDI-Daten eingeführt. MIDI over Bluetooth nutzt den Standard Bluetooth LE (Low Energy), der neben geringem Stromverbrauch auch niedrige Latenzzeiten ermöglichen soll. Bei den neuen AKAI Controllern ist aber auch der herkömmliche Betrieb über ein USB-Kabel weiterhin möglich, womit sie dann auch mit Windows-PCs kommunizieren können. 

Details

Äußerlichkeiten und Anschlüsse

Die Controller der L-Serie vermitteln für Geräte dieser Preisklasse und Baugröße rundum einen sehr soliden Eindruck. Sie besitzen ein mattschwarzes Bedienfeld, das auf einer roten Unterseite aufgesetzt ist. Das Design erinnert daher an die MPC Touch, ebenfalls von AKAI. Die gummierten Füße sorgen für einen guten Halt, der die Controller nicht gleich verrutschen lässt, wenn man bei der Performance mal etwas härter rangeht. Durch die schmal gehaltene Bauweise können sie problemlos vor ein Notebook oder zwischen Computertastatur und Bildschirm platziert werden, wobei das LPK25 mit 365 x 124 x 36 mm exakt vor ein 15“-Notebook und das LPD8 mit 315 x 110 x 34 mm gut vor einen 13 Zoll großen Rechner passt. Mit einem Gewicht von nur 450 g (LPD8) und 490 g (LPK25) eignen sie sich für den mobilen Einsatz. 

Die Anschlüsse befinden sich auf der linken Seite der Controller, auf der auch der Power-Schalter zu finden ist. Letzerer ermöglicht es, die Stromversorgung von Batterien (drei AA) auf USB umzuschalten. Falls die Drahtlosübertragung über Bluetooth mal nicht benötigt wird, lassen sich so die Batterien schonen. Bei eingestecktem USB-Kabel ist es leider nicht möglich, die Controller vollständig auszuschalten, da der Schalter keine zusätzliche „Off“-Stellung bietet. Da hilft dann nur das Kabel herauszuziehen. Beim LPK25 wurde die Sustain-Taste des Vorgängermodells durch einen Pedalanschluss ersetzt, was zusammen mit einem entsprechenden Pedal einen natürlicheren Sustain-Ausdruck ermöglicht.

AKAI LPD8 Wireless

Der LPD8 bietet acht beleuchtete, anschlagdynamische Pads, die zum Senden von Noten, MIDI CC-Befehlen und Program Changes verwendet werden können. Obwohl sie etwas kleiner sind als die der MPC Touch und auch etwas enger beieinander liegen, lassen sie sich deshalb nicht weniger gut spielen, wenn man sich einmal an die Größenverhältnisse gewöhnt hat. Im Gegensatz zum Vorgänger LPD8 können die Pads mit dem dazugehörigen „Bank A/B“-Softbutton in zwei Bänken gespielt werden, wodurch sich insgesamt 16 Pads ergeben, acht davon gleichzeitig spielbar. Neu ist auch der von den MPCs bekannte „Note Repeat Modus“, in dem lang gehaltene Pads 1/8- bis 1/32-Noten (auch Triolen) abfeuern. Der Full Level Button deaktiviert die Anschlagdynamik und sendet die Noten mit vollem Wert. Mit dem Select-Button sind Programme des Controllers wählbar, die als sekundäre Funktion auf den Pads belegt sind. Daneben gibt es acht zuweisbare Drehregler, mit denen Werte von 0-127 übertragen werden. Es sind also keine Endlosdrehregler, was ich persönlich begrüße. Leider sind sie – wie beim Vorgängermodell – sehr flach und daher nur mit den Fingerspitzen greifbar. 

AKAI LPK25 Wireless

Das AKAI LPK25 Wireless verfügt über 25 anschlagdynamische Minitasten. Das Keyboard muss jedoch ohne Wheels oder Aftertouch auskommen. Um Bassläufe und einfache Melodien zu spielen, ist die Tastatur ausreichend. Akkorde lassen sich mit etwas Gewöhnung an die Größe der Tasten greifen. Natürlich sind 25 Minitasten nichts für anspruchsvolle Tastenarbeit, aber für mobile Sessions und spontane Aufnahmen ist man hier gut bedient. Bei 25 Tasten dürfen Umschalttaster für die Oktaven natürlich nicht fehlen, um auch die weiteren Tonlagen zu erreichen. Direkt darüber befinden sich ein Tap-Tempo-Button sowie ein On/Off-Taster für den integrierten Arpeggiator. Mit der Program Select-Taste werden sekundäre Funktionen der Tastatur erreicht, dazu gehören zum Beispiel die Notenwerte und der Oktavenumfang des Arpeggiators sowie Transponierungen und weitere Funktionen. Ein Pair-Button zum Koppeln des Controllers mit iPhone, iPad oder Mac rundet die Bedienoberfläche des LPK25 ab.

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