Gitarre Hersteller_Aclam
Test
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07.09.2021

Praxis

Für die folgenden Beispiele parke ich das Dr. Robert Overdrive vor ein Orange Rockerverb 50 Topteil, das ich im cleanen Kanal betreibe. Das Boxensignal leite ich in eine Universal Audio OX Box. Wie immer wurden die Aufnahmen nicht weiter im Klang bearbeitet. Als Gitarre dient bei allen Aufnahmen eine Fender Telecaster.

Ich beginne mit dem Amp pur und aktiviere im zweiten Beispiel das Pedal mit allen Reglern in der Mittelstellung. Im dritten Beispiel kommt der Booster hinzu.

Das Pedal dreht den Klang des Amps ordentlich um und verändert das Mittenbild, was für ein Vintage-Feeling und für mehr Durchsetzungskraft sorgt. Sobald die Boost-Stufe aktiviert wird, kommt eine ordentliche Portion Zerre hinzu und generiert einen frechen Overdrive. Auffällig dabei ist, dass der Klang "Gewicht" besitzt und sich für Riffs wie auch zum Solieren bestens eignet.

Wie sich der Mids-Regler bemerkbar macht, zeigen die nächsten Beispiele. Die jeweilige Reglerstellung lässt sich anhand der Beschriftung des Audiofiles ablesen.

Hier spielt das Dr. Robert seine Stärken voll aus und lässt ein feinfühliges Regulieren des wichtigen Mittenbandes zu. Werden die mittleren Frequenzen herausgedreht, bleibt der Ton stabil, nur eben mit deutlich verringerten Mitten. Nach rechts gedreht wird der Klang "boxy" und besitzt ein tolles Vintage-Flair. Genau richtig also, um freche, durchsetzungsstarke Riffs aus den Speakern zu drücken.

Weiter geht es mit dem Gain-Regler. Auch hier lassen sich die Reglerstellungen anhand der Beschriftung ablesen.

Wer auf der Suche nach High-Gain-Zerre ist, sollte sich definitiv anderweitig umschauen, denn hier ist ein klassischer Overdrive angesagt. Der wiederum klingt ganz hervorragend und verdichtet den Klang wunderbar, ohne Dynamik vermissen zu lassen. Auch werden die Attacks klar dargestellt und verleihen den gespielten Tönen die benötigte Kontur.

Es folgen ein paar Beispiele mit unterschiedlichen Reglerstellungen.

Das Pedal zeigt, dass es sich auch in einem modernen Kontext ganz hervorragend einsetzen lässt. Dank der Boost-Stufe dürften hier auch Stoner Rock Fans voll auf ihre Kosten kommen. Wer Fuzz-ähnliche Klänge bevorzugt, dürfte ebenfalls glücklich werden -sehr beeindruckend!

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