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26.03.2020

10 praktische Neuheiten für die Club-Beschallung

Kleiner Effekt - große Wirkung:Nützliches Equipment für den Job als Beschallungstechniker udn FoH-Mann

Oft sind es die kleinen Upgrades und Verbesserungen, die deinen Alltag als Beschallungstechniker einfacher machen. Deshalb kann es sinnvoll sein, neben altbewährtem Material ab und zu neue Technik einzusetzen. Hier werden zehn brandneue Audio-Tools vorgestellt: Leitungen, die auf keiner Bühne fehlen dürfen, ein Tool, mit dem kabelgebundene Mikrofone zu drahtlosen werden, ein neues Lautsprechermanagement-System sowie einiges mehr. Und für jedes Budget ist etwas dabei.

1. Gute Verkabelung als solide Basis eures Sounds

Kommen sie bei einem Konzert zum Einsatz, ist die gute Abschirmung ein entscheidendes Kriterium. Die Rede ist hier nicht etwa von VIP-Gästen, sondern von extra langen Audiokabeln. Neuerdings hat auch pro snake mit dem XLR Cable 50m eine Leitung für die besonders langen Wege im Programm. Das Kabel hat einen Adernquerschnitt von 4 x 0,22 mm². Der Außendurchmesser beträgt 7 mm. Und das Material zeichnet sich durch eine hochwertige Schirmung aus, durch die Einstreuungen in den Signalweg vermieden werden sollen.

2. Aber bitte mit Grip

Fast jeder Veranstaltungstechniker kennt das Problem: Sind Drehstromkabel erst einmal zusammengesteckt, braucht man zum Lösen der Verbindung oft Kräfte wie eine ganze  Mannschaft beim Tauziehen. Deshalb bietet die Thomann-Hausmarke Stairville jetzt das  CEE Cable 16A 2,5mm² 5m Grip an. Die Stecker sind von einer griffigen Gummierung umschlossen, die zudem Mulden für die einzelnen Finger hat. Damit soll ermöglicht werden, dass der geneigte Nutzer beim Abbau seine Griffkraft voll einsetzen kann.

3. Mikrofone für die ersten Live-Auftritte

Deine Band wagt die ersten Schritte in die Clubs und hätte gern eigene Gesangsmicros, die nicht die Welt kosten? Oder benötigt ihr für eure Location ab und zu einfache Micros für Sprache und Gesang? IMG bietet mit den dynamischen Mikrofonen Stageline DM-3 und Stageline DM-3S Sprachverstärkung für's kleine Budget.

Die Mikros sind als Erstausstattung gedacht und zeichnen sich durch ihren enorm günstigen Preis aus. Man hat die Wahl zwischen einer Ausführung mit und einer ohne Schalter. Für Fortgeschrittene sei noch erwähnt, dass es sich um Supernieren handelt, die im Frequenzbereich zwischen 50 und 15000 Hz arbeiten. Alle anderen dürfen sich einfach über das geringe Gewicht der beiden Vertreter im SM 58-Look freuen.

Apropos: Bereits seit einigen Jahren am Markt bewähren konnten sich die Modelle the t.bone MB 85 und the t.bone MB 85 Beta.

4. Endlich wireless

Für manche Auftritte hättet ihr gern mal ein eigenes schnurloses Mikro, wollt aber euer kabelgebundenes nicht sofort entsorgen? Das the t.bone free2b schickt das Tonsignal eures alten Mikros per Funk durch den Saal. Dafür wird der Sender einfach statt eines XLR-Kabels in euer Mikro gesteckt und der Empfänger im gewünschten Input des Mischpults versenkt. Voraussetzung ist, dass ihr ein dynamische Mikro verwendet.

Das System arbeitet im 2,4 GHz-Band für weltweit lizenzfreien Betrieb und bietet eine Audioqualität von 32 Bit / 48 kHz . 6 Kanäle stehen zur Verfügung, die Reichweite beträgt bis zu 30 m. Der integrierter Li-Ionen-Akku schafft bis zu 5 Stunden.

Eine Alternative: Das IMG Stageline Fly-16SET schickt das Tonsignal eures alten Mikros per Funk durch den Saal. Dafür wird der Sender einfach statt eines XLR-Kabels in euer Mikro gesteckt und der Empfänger im gewünschten Input des Mischpults versenkt. Voraussetzung ist, dass ihr ein dynamische Mikro verwendet. Von den 16 verfügbaren Kanälen des Sets dürften de facto bis zu fünf gleichzeitig nutzbar sein.

Die preisgünstige Lösung ist eher für Sprachverstärkung als für Gesang gedacht, also für Anmoderationen und den obligatorischen Gang ins Publikum. Das Set arbeitet im genehmigungsfreien Frequenzbereich von 823 bis 832 MHz, der an LTE angrenzt. Die Stromversorgung gewährleistet eine 1,5 Volt-Mignon-Batterie bzw. ein Micro-USB-Anschluss mit 5V/150mA.

5. Headset-Klassiker mit neuem Fitting

Für hochwertige Gesangs- und Sprachverstärkung gibt es seit mehr als einem Jahrzehnt eine Referenz namens DPA 4066. Das Miniatur-Mikrofon mit Kugelcharakteristik ermöglicht einen Maximalpegel von nicht weniger als 144 dB. So weit nichts Neues. Da aber jeder Kopf anders geformt ist, hat DPA mit dem 4266-OC-F-F00-ME nun für das bewährte Headset einen neuen Bügel entwickelt, der sich besonders flexibel ans Ohr anpassen soll. Dabei windet sich eine schneckenartige, flexible Halterung quasi um das Außenohr herum. Das soll einen stabilen Sitz und mehr Tragekomfort selbst bei ausgiebigem Bühnensport möglich machen. Dennoch bringt das edle Headset gerade einmal hauchzarte 10 Gramm auf die Waage.

6. Unter die Haube gebracht

Bands, die viel auf Tour sind, wissen gut gebaute Cases zu schätzen. Alles Nötige soll nach dem Gig sicher verstaut werden, Schmutz und Nässe aber bitte aussen vor bleiben. Für Behringer Wing Mischpulte bietet Thon neuerdings diese Möglichkeit. Das Thon Case Behringer Wing Dockhouse hat außerdem eine speziell staubgeschützte Zugentlastung für's Multicore und abschließen kann man das Dockhouse auch noch. Während des Konzerts verbleibt das Pult im Unterteil. Die Anschlüsse sind frei zugänglich. Vier Lenkrollen, von denen zwei bremsbar sind, sorgen für einen reibungslosen Transport.

7. Kostengünstig die Weichen gestellt

Wer für seinen Club ein kleines Lautsprechermanagement-System wünscht, wird sich über die geringe Größe des the t.racks DSP 4x4 Mini freuen. Trotz seiner äußerst kompakten Bauweise bietet der 4-Kanal-DSP jeweils vier professionelle symmetrische Ein- und Ausgänge mit 6,3-mm-Klinkenbuchsen. Delay und EQ können via USB-Schnittstelle programmiert werden. Erhältlich ist die Frequenzweiche zu einem erstaunlich attraktiven Preis.

8. Guter Monitorsound auch in kleinen Clubs

"Ham wa nich!" "Da liegt irgendwo noch 'was rum." "Kostet extra!" Solche oder ähnliche Sprüche darf sich manche Newcomer-Band anhören, die bei ihren ersten Auftritten auf kleinen Bühnen Wedges wünscht, um sich selbst gut hören zu können. Abhilfe könnte das the box MA5 Stand Bundle schaffen.

Der kleine und besonders leichte Bühnenmonitor ist mit seinem 5-Zoll-Fullrange Neodym-Treiber für enge Bühnen gedacht. Da eine Box lediglich 2,8 kg wiegt, eignet sie sich auch als Bandausrüstung für die nächste Tour, falls vor Ort mal wieder einer der drei obigen Sprüche zu vernehmen ist.

Eine Besonderheit dieses Bundles ist, dass der Monitor nicht nur am Boden arbeitet, sondern auch ohrfreundlich auf dem mitgelieferten Stativ Platz findet. Wird dann auf den Monitor noch der Mikrofongalgen und darauf ein Mikro geschraubt, hat man den Monitor nah am Ohr, das Mikro in Gesangsposition und benötigt für beide nur ein einziges Stativ.

9. Von der kleinen auf die große Bühne

Wer schon einen Schritt weiter ist, kann ab sofort den Monitor EV PXM-12MP vorbestellen. Dieses größere Modell eines Wedges mit einem 12-Zoll/1,75-Zoll-Driver ist auch als Frontlautsprecher einsetzbar.

An Eingängen bietet die Box  zwei Mic/Line-Inputs, ausgeführt als XLR/Klinken-Kombibuchsen und Cinch-Eingänge. XLR-Ausgänge für Mix Out und Thru runden das Bild ab. Wer am liebsten erst später in die zahlreichen Feinheiten wie EQ-Shelving, Lowcut und Notches einsteigen möchte, kann aus verschiedenen Presets das passende wählen und gleich losspielen.

10. Ein neues Netzwerk-Modul

Last but not least bietet Klark Teknik mit dem KT-MADI seit kurzem eine neue digitale Schnittstelle zur mehrkanaligen Audioübertragung an. Bis zu 64 bidirektionale Kanäle @ 48 kHz und 32 Kanäle @ 96 kHz sind möglich. Interessant ist das Interface für kleine Clubs und mittelgroße Locations, da maximal per koaxialem Kupferkabel 200 Meter und per optischem Glasfaserkabel sogar 500 Meter Strecke gemacht werden können.

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