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Decibel Ultra für iOS Test

Praxis

Die Handhabung der App ist denkbar einfach: Per Play-Taste startet die Messung, die Pause- bzw. Stopp-Taste unterbricht sie wieder. Wer nicht tagtäglich mit Schalldruckmessungen zu tun hat, wird eventuell die Nomenklatur der zahlreichen Messwerte verwirrend finden. In diesem Fall hilft das eingebaute Handbuch weiter. Es ist umfangreich, etwas sprachlicher Feinschliff stünde dem Werk allerdings gut zu Gesicht.
Die grafische Gestaltung von Decibel Ultra erlaubt das komfortable Ablesen von Messwerten auch im Dunkeln, wirkt in Teilen aber etwas hausbacken. Gute Messingenieure sind eben nicht immer auch begnadete grafische Gestalter. Wichtig zu wissen: Ist die App aktiv, begibt sich das iOS-Gerät nicht mehr automatisch in den Ruhezustand.

Das integrierte Handbuch erklärt gut die verwendete Nomenklatur.
Das integrierte Handbuch erklärt gut die verwendete Nomenklatur.

Bewertungsfilter

Wie erwähnt, können für die Messung fünf Bewertungsfilter gesetzt werden: Das A-Filter („A-weighted‟) ist das wohl bekannteste Bewertungsverfahren. Es orientiert sich am menschlichen Gehör und wird daher fast immer bei der Bewertung von Audioequipment herangezogen. Das Bewertungsfilter B findet in der Industrie und Messtechnik Anwendung, Typ C wird zur Beurteilung von Fluglärm genutzt, D dient der Analyse von Fluggeräuschen, wie sie etwa von Turbinen verursacht werden. Das Z-Filter schließlich verhält sich linear, es findet also keinerlei Bewertung statt.

Fotostrecke: 2 Bilder Die App zeichnet Daten auf …
Fotostrecke

Decibel Ultra lässt sich vielfältig einsetzen. Die Überprüfung gesetzlicher Schalldruckgrenzen am FOH-Platz zählt dabei sicher zu den augenscheinlichsten Aufgaben. Aber auch Lautsprecher in einem heimischen Surround-Setup lassen sich dank der App schnell und zuverlässig einpegeln. Originell ist die vom Entwickler vorgeschlagene Nutzung als Gitarrenstimmgerät: In der Tat zeigt Decibel Ultra, wie beschrieben, die jeweils lauteste Frequenz in Hertz an, sodass die App tatsächlich zum Stimmen von Instrumenten taugt. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass der Musiker die Umrechnung von Tonhöhen in Hertz nicht scheut, denn eine entsprechende Darstellung fehlt der App.

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Profilbild von Petra Boddensieck

Petra Boddensieck sagt:

#1 - 09.11.2022 um 14:54 Uhr

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Leider gibt es die App nicht mehr für iOS.

Kommentare vorhanden
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