Cymatics ist zurück – und zwar mit Freeware. Nach Tape-Emulation und Multi-Effekt wandelt der Sample-Experte nun auf den Spuren von Splice in Richtung spielbares Instrument. Pandora ging aus einer Zusammenarbeit mit YouTuber DixonBeats hervor und soll seine Nutzer immer wieder mit neuen Inhalten versorgen. Den Anfang macht Cymatics Pandora Essentials.

- Enthält sehr gute Presets
- Neun FX-Module
- Schneller Workflow
- Effekte haben zu wenig Parameter

DETAILS & PRAXIS
Schnell und unkompliziert
Die Plugin-Engine samt Essentials-Library bekommt ihr wie gewohnt ganz unkompliziert beim Hersteller. Um die Angabe eures Namens und eurer Mail-Adresse kommt ihr allerdings nicht herum. Die Download-Links stehen dafür aber direkt danach für Windows und macOS zur Verfügung. Angaben zu den Systemanforderungen macht Cymatics keine. In der Grafik unter den Links sieht man, dass sich Pandora über die Zeit wahrscheinlich zu einem Online-Instrument im Stil von Output Arcade entwickeln soll.
Jetzt rompelt’s in der Box
Cymatics Pandora ist ein Rompler-Plugin, das sich an viele musikalische Genres und Styles richtet. Es entwickelt den sample- und loopbasierten Ansatz des Herstellers weiter und bündelt ihn nun zu einem vollwertigen VST-Instrument.

Das GUI fällt deshalb schlicht und überschaubar aus. Der Browser stellt 59 Presets in den Kategorien Bass, Bell, Flute, Keys, Pad, Pluck, Strings, Synth und Vocal zur Verfügung. Romplertypisch könnt ihr lediglich über die beiden Fader für Attack und Release auf die freigeschalteten Sounds Einfluss nehmen. Mehr Möglichkeiten eröffnen hingegen die implementierten Effekte.
Neun FX-Module lassen sich in ebenso viele Slots laden – darunter Reverb, Saturation, Wobble, Chorus und Gate. Auf die Parameter der Effekte Einfluss zu nehmen, ist nur selten möglich. Kostenlos ist dafür nicht nur die Plugin-Engine namens Pandora selbst, sondern auch die Essentials-Library, die automatisch mitinstalliert wird. Zukünftiger Content könnte allerdings etwas kosten.
Auf der dunklen Seite der Macht
Als erstes hören wir das Preset Elysian Choir, das recht düster ist und eine interessante Bewegung aufweist, die aber nicht von den Effekten stammt. Dark Cello dürfte schwer in einem Beat unterzubringen sein, dafür ist das Preset ein wenig zu verrückt. Eine spannende Stelle eines Thriller-Soundtracks könnte das Preset aber sicherlich bereichern.
Lovely strotzt vor 80er-Vibe und erinnert an so manchen Action-Film aus dieser Zeit. Tyreese dagegen spielt mit seiner Schreibweise sicherlich auf den speziellen Drone-Bass an, der hier sehr gut klingt und mächtig Druck erzeugt.
FAZIT – Cymatics Pandora Essentials Test
Mit Cymatics Pandora Essentials gelingt dem bekannten Loop-Experten ein solider Einstieg in die Welt der spielbaren VST-Instrumente. Es gibt sehr gute Presets, die die Kreativität sofort entfachen. Unter den Sounds befindet sich aber auch viel Durchschnittliches. Insgesamt klingt die Essentials-Library recht düster, was an sich nicht stört. In allen Genres wird man die Presets deshalb aber wahrscheinlich nicht unterbringen können. Und auch so manches FX-Modul hätte von einem zweiten und dritten Parameter durchaus profitiert. Wer immer auf der Suche nach neuen Sounds ist, macht mit Pandora Essentials aber nichts falsch.
Features
- 59 Instrumenten-Presets
- Kategorien: Bass, Bell, Flute, Keys, Pad, Pluck, Strings, Synth und Vocal
- Attack und Release
- Neun Effekte: Chorus, Delay, Filter, Gate, Reverb, Saturation, Tone, Width und Wobbl
- Neun FX-Slots
- Einfacher Download
- Skalierbares GUI
- Für Windows und macOS
- PREIS: Cymatics Pandora Essentials ist kostenlos























