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AKG WMS 420 Instrument Set Band D Test

Praxis

Fertigung

Obwohl Sender und Empfänger vollständig aus Kunststoff gefertigt sind, machen die beiden einen guten, wenn auch nicht sehr guten Eindruck. Die Verarbeitung ist sauber gelöst, keine Frage. Jedoch wirkt insbesondere der Taschensender nur bedingt roadtauglich. Sein Batteriefachdeckel gibt an der Frontseite schon bei leichtem Druck nach und der Netzschiebeschalter wackelt in jeder Position schon erheblich. Auch wenn Anschlussbuchse und Display solide in das Sendergehäuse eingearbeitet sind und die extrem biegsame Antenne den alltäglichen Bühnenstrapazen gewiss lange trotzen wird, sollte der PT420 meiner Ansicht nach wohl besser nicht allzu oft auf die Bretter, die die Welt bedeuten, fallen, weshalb sich bei mir eher ein gemischter Gesamteindruck hinsichtlich der Fertigung des Testkandidaten gefestigt hat.
Anders sieht die Sache allerdings beim Empfänger SR 420 aus. Hier sind mit Ausnahme des „Volume“-Potis alle Bauteile sicher untergebracht. Der Lautstärkeregler weist mir jedoch zu viel seitliches Spiel auf. Viel besser kommt da schon das mitgelieferte Kabel mit der Bezeichnung „MKG L“ daher. Es bietet robuste Metallstecker (auf der Klinkenseite mit Schraubfunktion, für einen einfachen »Lötzugang«) und ist an beiden Enden mit einem Metallspiralen-Knickschutz versehen. Eine Verriegelung sichert den Mini-XLR-Stecker im Taschensender. Yes!

Fotostrecke: 4 Bilder Auf den ersten Blick eher unscheinbar, …
Fotostrecke

Usability und Signalqualität

Das Einstellen der Kanäle gelingt mir mühelos. Die Funkverbindung ist mit einem Fingerschnipp sicher hergestellt. Wir haben die Funkstrecke sowohl mit einer E-Gitarre als auch mit einem E-Bass betrieben. Die erforderliche Signalverstärkung mit dem nachgeschalteten Preamp betrug im Test um die 20 dB (bei voreingestellter Justierung des Senders sowie 75-prozentiger Verstärkung am Receiver).
Ein paar Worte noch zur Betriebssicherheit. Da der Taschensender wirklich äußerst leicht ist, sollte er im Live-Betrieb besser noch einmal mit einer zusätzlichen Sicherung versehen werden (z.B. Kabelbinder mit Klettverschluss). Denn sollte sich das ultraleichte Gerät einmal aus der Tasche oder vom Gürtel verabschieden, so dürfte das der betreffende Musiker wohl erst zur Kenntnis nehmen, wenn das Gerät schon lauthals auf den Boden plumpst, unter dem Stiefel entzweibricht oder mitleidenserregend am Instrument herumbaumelt. Noch einmal: Das PT420 ist mit seinen 60 g wirklich EXTREM leicht.

Klang

Klanglich gibt es in meinen Augen (Ohren) am gesamten Funkset nicht das Geringste auszusetzen. Sowohl im Betrieb mit E-Gitarre als auch mit E-Bass machen der Taschensender und der stationäre Empfänger eine wirklich gute Figur. Seine Rauschanteile halten sich sehr in Grenzen und bei etwa 75 Prozent der gebotenen Eingangsverstärkung (»3 Uhr-Position« des „Volume“-Potis) sind für unsere E-Gitarre mit aktiven Pickups etwa 19 dB weitere Preamp-Power erforderlich, um das Signal auf Arbeitspegel zu bringen – beim mit passiven Tonabnehmern ausgestatteten E-Bass entsprechend einige dB mehr. Sicher wäre es hier möglich, die Eingangsempfindlichkeit des Taschensenders etwas anzupassen.
Vollauf überzeugen kann die Stummschalt-Funktion. Wird der Schieberegler bedient und zwischen den Positionen „Mute“ und „On“ hin- und hergeschoben, sind keinerlei Knacks- oder Schaltgeräusche zu hören. Wunderbar! Schiebt man den Schieberegler um eine Position weiter auf „Off“, so ist lediglich ein kurzes »Brizzeln« zu vernehmen, das den Ton-Veranwortlichen aber in keinster Weise in Angst und Schrecken versetzen muss. Das Wiederherstellen der Funkverbindung benötigt dann keine vier Sekunden (zu hören im Audiobeispiel).  Das ist kurz und gefällt. Die Funkstrecke zeigte während des gesamten Tests eine gleichbleibend starke Performance, die weder durch Störgeräusche noch durch schwankende Klangqualität getrübt wurde.

Audio Samples
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E-Gitarre aktive Pickups E-Bass passive Pickups Schiebeschalter zwischen Mute und On wechselnd Herstellen der Funkverbindung
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