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AKG K702 65th Anniversary Limited Edition Test

AKG, der Hersteller von Mikrofonen und Kopfhörern, feiert 65 Jahre Firmengeschichte. 65 ist ja eigentlich kein runder Geburtstag wie 60 oder 70, doch sind die Wiener bekanntlich dem Feiern nicht abgeneigt. Der 65. Jahrestag wird mit der Sonderedition zweier verdienter Produkte begangen. Neben dem berühmten Kleinmembran-Mikrofon C451 ist es der offene Kopfhörer K702, der als “65th Anniversary Edition” tituliert in den Handel kommt.

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Es ist allerdings mitnichten so, dass die Sonderedition aus der Feierlaune heraus besonders günstig angeboten würde – ganz im Gegenteil: Der UVP des hier getesteten Modells liegt noch einmal ganze 200 Euro über dem sowieso recht “erwachsenen” Preis von 390 Talern für das Standardmodell. Ich kann aber jetzt schon versichern, dass man bei AKG noch alle Tassen im Schrank und triftige Gründe für den Preis hat.

Details

Es gibt Verpackungsmittelmechaniker und sogar Verpackungsdesigner, deren Arbeiten nicht unbedingt viel mit Kreativität zu tun haben. Und falls doch, bin ich meistens eher belustigt und wünsche mir dann doch vielmehr Nüchternheit – eine Feldstudie im lokalen Supermarkt ist schnell durchführbar, falls euch die Thematik interessiert. Und bei Elektronikprodukten rennt sowieso die ganze Welt dumpf dem Hersteller mit dem verführerischen Apfel hinterher. Nun ist Wien ein großer Bottich kreativer Menschen aus aller Welt, und das dort ansässige Unternehmen AKG nutzt offenbar einen kleinen Teil des Produktpreises dafür, Produkte eben nicht lieblos oder gewollt und nicht gekonnt, sondern mit einem schönen Konzept verpacken zu lassen. Nicht, dass ihr jetzt glaubt, der Kopfhörer bewege sich begleitet von einer Lightshow wie von Geisterhand aus der Verpackung… es sind ganz einfach Kleinigkeiten, die hier für Aufsehen sorgen. Ich find´s gut, das Auspacken zum Erlebnis zu machen. Man kann das natürlich auch albern finden, wenn man will.

Fotostrecke: 6 Bilder AKGs K702 65th Anniversary Edition in der Verkaufsbox

Doch bleiben wir beim Thema, denn schließlich ist es in erster Linie der Kopfhörer, für den man Geld auf den Tisch legt, nicht seine Verpackung. Die 702er-Headphones von AKG verfügen über sehr große, runde Muscheln, die mit schwarzem Velours generös gepolstert sind – das ist auch bei der Geburtstagsausgabe nicht anders, genauso wie die Tatsache, dass man die Polster bei Bedarf nachkaufen und leicht selbst wechseln kann. Die äußeren Muschelteile sind nicht fest mit den inneren verbunden, sondern können dank eines Kugelgelenks um ein paar Grad in alle Richtungen gewinkelt werden, um sich der jeweiligen Kopfform anzupassen. Ein einfacher Doppeldraht-Bügel verbindet die linke und die rechte Hörmuschel miteinander. Damit der 235 Gramm leichte K702 nicht verrutscht, drückt dem Träger des Kopfhörers ein breites Band aus Echtleder die Frisur platt (falls vorhanden). Die Spannung wird über je zwei Gummibänder pro Seite erzeugt. Am linken Treiber befindet sich außen ein dreipoliger Mini-XLR-Anschluss für das mitgelieferte 3-Meter-Kabel, welches an seinem anderen Ende mit Stereo-Miniklinke und Gewindeadapter auf 6,3mm-Klinke – jeweils vergoldet – ausgestattet ist.

Fotostrecke: 6 Bilder Die Muscheln des AKG K702 sind beweglich.

Die beiden Membranen des AKG K702 Anniversary werden dynamisch angetrieben, also mit einer aufgeklebten Spule, die sich in einem Magnetfeld bewegt. Die Spule ist nicht wie sonst häufig mit einem gezogenen, also runden Draht, sondern einem gewalzten, also flachen gewickelt, was laut AKG der Höhenwiedergabe und der Geschwindigkeit zuträglich ist. Dies gilt auch für die Composite-Membran, welche von den Österreichern zum Patent angemeldet ist. Der offene Kopfhörer überstreicht den Spezifikationen auf der Webseite nach den Frequenzbereich von 10 Hertz (Im Datenblatt steht hingegen 8 Hz) bis hinauf zu knapp 40 kHz. Genauere Angaben oder Graphen finden sich allerdings nicht. Die Impedanz des Schallwandlers wird mit 63 Ohm angegeben, die Empfindlichkeit mit 105 dB SPL/V.
Das Schmuckstück wird an den Ufern der Donau von Hand gefertigt, erhält eine dementsprechend ausführliche Selektion und Fertigungskontrolle sowie eine individuelle Seriennummer – im Fall meines Test-Items die 000076.

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Profilbild von T.S.

T.S. sagt:

#1 - 08.05.2014 um 22:21 Uhr

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Hallo,
ich lese sehr gerne Eure Tests und nun diesen hier auch.
Jedoch fehlt mir als Kopfhörer-Suchender der Vergleich zur Standartversion. Wie schlägt sich der Standart K702 zum Special?
Lohnt sich der Aufpreis klanglich, oder geht es hier nur um Prestige und "Haptik"?

Profilbild von Nick (bonedo)

Nick (bonedo) sagt:

#2 - 09.05.2014 um 12:18 Uhr

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Hallo T.S.,der Anniversary verwendet nicht die gleichen Treiber wie der Standard-702. Sie sind laut AKG anders abgestimmt, selektiert und haben einen weiteren Frequenzgang. Zudem haben auch die verwendeten Ohrpolster Einfluss auf den Klang.Bei AKG heißt es, der 702 Anniversary sei klanglich eher mit dem K712 Pro zu vergleichen.Beste Grüße,
Nick

Profilbild von T.S.

T.S. sagt:

#3 - 15.05.2014 um 12:01 Uhr

0

Danke für die Antwort.
Immer etwas verwirrend was AKG da mit "uns" macht…
Eine Frage zum 712 wäre da noch: wie schlägt sich denn der restliche Frequenzbereich durch den besseren Bass? Wird die Klarheit und Differenziertheit weniger? "Müllt" der Bass den anderen Bereich zu?danke für Deine Hilfe!

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