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5 Fehler beim Einsatz von Gitarreneffekten

So klein und simpel Boden-Effektpedale auch sind, so viele Fehlerquellen birgt ihr Einsatz. Wenn der Verstärker keinen Ton von sich gibt, obwohl das Pedalboard angeschlossen und Gitarre wie Verstärker aufgedreht sind, wenn die teueren Boutique-Pedale klingen wie vom Wühltisch oder es an jeder Ecke summt und brutzelt, ist guter Rat teuer.

(Bild: © Shutterstock / maradon 333)
(Bild: © Shutterstock / maradon 333)


Aber hinter den meisten Problemen stecken kleine Ursachen, die im ungünstigsten Fall zwar das Potenzial zum Party-Crasher haben, aber meist mit einem einfachen Handgriff behoben sind. Im folgenden kleinen Workshop haben wir 5 typische Fehler beim Einsatz von Effektgeräten aufgelistet und natürlich kurz und knapp das Gewusst-Wie, mit dem man sich löst.

Verkabelung – Effektreihenfolge

Ein klassischer Fallstrick liegt im Verkabeln der Pedale im Pedalboard. Ein Stecker ist nicht sauber eingesteckt oder hat sich gelöst, zum Beispiel durch Vibrationen beim Transport. Schon ein Millimeter reicht, und es gibt keinen Kontakt mehr – ein Fehler, der nicht unbedingt offensichtlich ist. Deshalb sollte man von Zeit zu Zeit überprüfen, ob alle Stecker in den Buchsen der Effektpedale fest und bis zum Anschlag eingesteckt sind.
Wer den optimalen Sound aus den kleinen Bodentretern herausholen möchte, der sollte ein paar Regeln beachten, die für die Verschaltung von Effektgeräten gelten. Zu diesem Thema gibt es einen etwas ausführlichen Beitrag, den wir euch ans Herz legen möchten, wenn ihr euch über die richtige Effekt-Reihenfolge informieren möchtet, mit der euer Effekt-Setup den optimalen Sound liefert.

Mix Regler

Modulations-Effekte, Delay und Hall verfügen meist über einen Mix- oder Effect-Level-Regler, mit dem man das Mischungsverhältnis zwischen Direkt- und Effektsignal einstellen kann. Ist der Mix-Regler in der Minimalposition geparkt, dann hört ihr keinen Effekt, weil üblicherweise nur das Direktsignal übertragen wird. Beim Einstellen sollte man hier etwas eingehender experimentieren und nicht immer gleich voll aufdrehen. Ein etwas größerer Hall klingt mit wenig zugemischtem Effektanteil dezent und häufig besser als ein kleiner Raum mit hohem Mix. Auch bei Modulationseffekten kann man den Depth-Regler gerne mal etwas weiter aufdrehen, wenn der Mix-Regler nicht allzu hoch eingestellt ist. Empfehlung generell: Stellt alle Regler in die mittlere Position und dreht den Mix (Effect Level) langsam auf.

Bei komplett zurück gedrehtem FX Level wartet man vergeblich auf das Echo.
Bei komplett zurück gedrehtem FX Level wartet man vergeblich auf das Echo.

Strom – Spannung

Wenn das Effektpedal keinen Mucks von sich gibt, muss es nicht zwangsläufig den Geist aufgegeben haben. Direkt nach der Kontrolle der eingesteckten Kabel sollte man prüfen, ob das Pedal mit der richtigen Spannung versorgt wird. Der Standard ist 9 Volt, aber manche (ältere) Pedale benötigen auch 12 oder 18 Volt. Ein Blick in die Bedienungsanleitung oder technischen Daten schafft Klarheit, und oft informieren auch Beschriftung oder Aufkleber am Pedal selbst über Spannung und Stromaufnahme. Ein weiteres Problem stellt häufig die Stromaufnahme digitaler Effektpedalen dar, denn die benötigen nicht selten 100 mA und mehr. Deshalb sollte man immer darauf achten, dass das benutzte Netzteil diesen Strom auch bereitstellen kann.
Sind alle diese Voraussetzungen erfüllt und es kommt immer noch kein Ton aus dem Pedal, ist die Polung eine weitere Fehlerquelle. In der Regel ist der Minuspol innen (Center Negative). Manche Hersteller bieten aber auch Pedale mit umgekehrter Polung an. Hier hilft dann ein Kabel, das die Polarität umdreht.

Fotostrecke: 2 Bilder Polaritätswandler von Voodoo Lab.
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Batterie

Wenn ihr Pedale mit Batterien speist, achtet unbedingt darauf, dass ihr bei längeren Spielpausen den Stecker aus der Eingangsbuchse zieht, denn die meisten Pedale sind eingeschaltet und ziehen Strom, sobald dort ein Kabel eingesteckt ist.

Fotostrecke: 2 Bilder Input-Buchse belegt – das Fuzz Face saugt Strom.
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Falsche Anschlussbuchse

Der eine oder andere mag jetzt vielleicht schmunzeln, aber es ist wahrscheinlich schon jedem passiert, dass er bei einem Pedal den falschen Anschluss benutzt und sich anschließend gewundert hat, dass kein Signal aus dem Board kommt. Besonders oft passiert das bei dunklem Bühnenlicht und hektischem Aufbau auf der Bühne. Bei Stereo-Pedalen sollte immer der linke Mono Output belegt werden, wenn man Mono spielt. Nimmt man den rechten, dann kommt heiße Luft.

Fotostrecke: 2 Bilder Der Stecker ist an der EXP-Buchse angeschlossen, da kann kein Signal ans Effektpedal kommen.
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von Thomas Dill

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