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25 Jahre Hausmesse bei Dynacord und Electro-Voice in Straubing

Zu den wichtigen und beliebten Terminen in der Branche zählen nicht nur Musikmesse und Namm, sondern auch kleinere Events, die in schöner Tradition jährlich wiederkehren. Eines davon ist die Hausmesse bei Dynacord und Electro-Voice in Straubing. Das Unternehmen, das mittlerweile zu Bosch Communications gehört, feierte kürzlich die 25ste Ausgabe seiner erfolgreichen Hausmesse mit Informationsveranstaltungen, Workshops und einer anschließenden Party. Grund genug, mich der Deutschen Bundesbahn anzuvertrauen und die halbe Weltreise von Köln bis ins niederbayerische Straubing zu wagen.

Was sich von außen wie ein x-beliebiges Firmengelände darstellt, ist in Wirklichkeit ein kleines Schlaraffenland für Technikbegeisterte. Dennoch sieht es dort nicht sonderlich nach Rock’n’Roll aus, sondern eher nach einem sehr sauberen, in höchstem Maße organisierten Betrieb. Was auf “normalen” Messen nicht machbar ist, wollte ich hier nicht ausschlagen: die Werksführung. Herr Kroll, ein sympathischer Ruhrgebietler, ist völlig in seinem Element, als er mit Herzblut die Vorgänge im Werk erklärt. Er sorgt als “Supply Chain Manager” dafür, dass die Produktion möglichst effizient verläuft, analysiert Prozesse, optimiert, regelt und plant. Es ist auffällig, dass er oft aus der Sicht der dort arbeitenden Personen spricht und sich auch um ihre Belange kümmert – ein Zeichen offensichtlich für ein gutes Betriebsklima.

Die Vorstellung neuer Produkte kann langweilig und trocken geraten, oder eben wie hier: Martin Traut, “Mr. Dynacord”, hat in die große Testhalle geladen, wo eine Bühne aufgebaut ist und die Hausband schon mit den Füßen scharrt. Mit verschmitztem Grinsen wird ein kleines einstudiertes Comedystück vorgeführt, in dem Herr Traut auf die Bedürfnisse der Band eingeht und sich “ganz spontan” dafür entscheidet, das Wunschmischpult der Band für Livegigs, Recordings und dergleichen mal eben auf der Bühne anzufertigen. Dafür benötigt er einen Dynacord PowerMate, mit dem er “De-Amping” betreibt. Mit Meißel, Hammer und Säge (seinem “Uhrmacherwerkzeug”) macht er sich an die Arbeit, den Verstärker auszubauen. Hinter einem Sichtschutz mimt er den rabiaten Umbau, der von lustigen Library-Sounds untermalt wird. Selbst auf Kalauer wird nicht verzichtet: Das “Umlackieren” zur neuen Gehäusefarbe erfolgt mit einer Graffitty-Sprühdose und dem Hinweis, dass es recht schwierig sei, um die Gehäusebeschriftung herumzusprühen. Nach einigem Werkeln wird – ta-daaa! – die neue Dynacord CMS3-Serie vorgestellt. Was Traut & Co. beim rustikalen Basteln dieser neuen Serie an Features mit auf den Weg gegeben haben, das findet sich hier in der passenden Newsmeldung.

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Aber auch Electro-Voice kann mit interessanten Neuigkeiten aufwarten! Für erstaunlich kleines Geld ist die “Live-X” genannte P.A.-Serie in aktiver und passiver Variante erhältlich. Die passiven Lautsprecher im stabilen Holzgehäuse beginnen bei 300 Euro netto, das teuerste aktive System (ein 18” Woofer mit Class-D-Endstufe) schlägt mit nur 800 Euro netto zu Buche! Und natürlich präsentierte die Band ihr Können über genau diese Anlage.

re320

Doch das war noch längst nicht alles: Mit dem neuen, ebenfalls erstaunlich preiswerten E300-Wireless-System möchte EV Marktanteile gewinnen. Das mit Bodypack- oder Handheldmikrofon verfügbare System ist mit einer Funktion ausgestattet, die sich selbständig die beste Funkfrequenz sucht. Der Verkaufspreis von nur 300 Euro netto für ein Set, bestehend aus Transmitter und Receiver, ist eine deutliche Kampfansage an die Konkurrenz!
Der eigentliche “Knaller” kam meines Erachtens aber fast zu kurz: Das Traditionsmikro Electro-Voice RE20, beliebt bei Sprechern und Standardmikro für Bassdrum, Bläser, Amps und vieles mehr, wird vom RE320 beerbt. Dieses um 50 Gramm leichtere und in Schwarz anstatt in Grau gehaltene Mikrofon verfügt über die bei EV bewährte Variable-D-, Humbucker- und Neodym-Technologie. Neu ist auch, dass man per Wahlschalter den Frequenzgang des Mikros verändern kann! Der Preis liegt bei erstaunlich günstigen 330 Euro (netto). Ganz wichtig: Das Gehäuse ist weiterhin aus Stahl!

EVI_1

Nach der Arbeit kommt bekanntlich das Vergnügen. Das Unternehmen lud aus diesem Grund in die historischen Gemäuer eines “Bräuhauses” im Bayerischen Wald zu Speis’ und Trank ein. Die Niederbayern sind sich ihren Traditionen bewusst und deshalb gab es neben vorzüglichem Schweinebraten in dunkler Biersauce ein ebenfalls hervorragendes lokales Weißbier. Der links abgebildete Schnaps war allerdings nicht jedermanns Sache. Ich habe Vorsicht walten lassen und nur kurz genippt. Als Kölner musste ich mir schon bezüglich des Bieres so einiges anhören, wie ihr euch denken könnt. Neben einer kurzen Ansprache und einer Verleihung von Auszeichnungen war auch Musik zu hören. Auf einer Geschäftsreise hatten Mitarbeiter des Unternehmens in Hamburg einem Straßenmusiker zugehört, der ausschließlich auf Dynacord- und EV-Produkte setzte. Kurzerhand wurde er eingeladen und überzeugte alle anwesenden Gäste mit seinen musikalischen Fähigkeiten – selbstverständlich ebenfalls auf EV- und Dynacord-Systemen.

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von Nick Mavridis

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Profilbild von Richard Sterr

Richard Sterr sagt:

#1 - 07.07.2013 um 15:33 Uhr

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Ja ! Alles schön und gut ! Nur !Für mich alls Dynacord Fan und Techniker ist nicht akzeptabell !!
das vor den Toren , wie hier in Ihrer Ansicht ersichtlich !!! KEINE DYNACORD FAHNE weht ! Das ist Typisch !! wenn der große Bruder den kleineren sagt wos lang geht ! Hätte ich damals das nötige Geld gehabt , hätte ich Dynacord die NOBELMARKE aus Straubing gekauft oder das Grundkapital aufgestockt ,unter dem Vorbehalt , das DYNACORD - DYNACORD bleibt- und so geblieben wäre! Auch das DYNACORD Markensymbol sollte wieder das sein was es damals war und geworden ist ,unter den TOP Ing. & Entwicklern die DYNACORD zu Ihren Ruhm verhalfen. An die Entwickler von DYNACORD ! es kann und konnte EUCH KEINER ! das Wasser reichen in Sachen Endstufen & Mischern &BOXEN & ECHOS u.s.w ! Die TOP MARKE -MADE in GERMANY ! von R/S alles Gute .

Profilbild von Jimmy Bone

Jimmy Bone sagt:

#2 - 13.05.2016 um 20:06 Uhr

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Ohne Dynacord ging in den 60/70 Jahren bei den Proffs/ und auch gewöhnlichen Tanzkapellen ueberhaupt nichts, die Qualität war sehr gut, der Sound ebenso !
Ich habe/benuetze heute noch einen Eminent II und auch einen Gigant II - als 70 jähriger Musiker - der Röhrensound ist unerreichbar ???

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