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Test: Mooer META FX – Drei Effektpedale in einem kompakten Gehäuse?

Mit dem Mooer META FX liefert der chinesische Hersteller ein kompaktes Multieffektpedal mit einem ziemlich ungewöhnlichen Konzept: Durch den Austausch der Firmware lässt sich das Gerät wahlweise in ein Reverb-, Delay- oder Modulationspedal mit einer Vielzahl unterschiedlicher Effektalgorithmen verwandeln. Zur weiteren Ausstattung gehören Stereo-Ein- und -Ausgänge, 100 Speicherplätze sowie praxisnahe Funktionen wie Tap-Tempo oder Infinite-Sustain. Wir haben das Mooer META FX auf Herz und Nieren geprüft.

Unser Fazit:
4 / 5
Pro
  • überzeugende Soundqualität
  • große Bandbreite an Standard- un Ambient-Effekten
  • Stereo-Ein- und -Ausgänge
  • intuitive Bedienung
  • günstiger Preis
Contra
  • Reverb, Delay und Modulation nicht gleichzeitig nutzbar

Mooer META FX – Das Wichtigste in Kürze

  • Was ist das Mooer META FX? Das META FX ist ein digitales Multieffektpedal, das sich über unterschiedliche Firmwares wahlweise als Reverb-, Delay- oder Modulationspedal nutzen lässt.
  • Welche Effekte bietet das Mooer META FX? Je nach installierter Firmware stehen 14 oder 15 verschiedene Hall-, Delay- oder Modulationseffekte zur Verfügung. 
  • Kann man Delay, Reverb und Modulation gleichzeitig verwenden? Nein. Das Pedal arbeitet immer nur mit einer der drei Firmware-Kategorien. Eine Kombination unterschiedlicher Effekttypen ist nicht möglich.
  • Kann man eigene Sounds speichern? Ja. Insgesamt stehen 100 User-Preset-Slots bereit.
  • Für wen eignet sich das Mooer META FX? Das Pedal richtet sich an Gitarristen, die ein kompaktes und flexibles Reverb-, Delay- oder Modulationspedal suchen und auf die gleichzeitige Nutzung mehrerer Effektkategorien verzichten können. 
  • Was sagt der Test? Das Mooer META FX überzeugt mit hoher Effektqualität, großer Algorithmus-Auswahl, Stereobetrieb und 100 Speicherplätzen. Das flexible Firmware-Prinzip ist reizvoll, schränkt aber ein, da Reverb, Delay und Modulation nicht gleichzeitig genutzt werden können.

Welche Anschlüsse und Bedienelemente bietet das Mooer META FX?

Das Mooer META FX kommt in einem kompakten Kunststoffgehäuse mit den Maßen 125 × 74 × 49 mm. Die Verarbeitung ist solide und auch der farbige Swirl-Look wirkt optisch sehr ansprechend. Auf der Oberseite befinden sich sämtliche Bedienelemente in Form von drei Tastern (Edit, Type, Save), einem Regler (Level Value) sowie einem Endlosencoder mit Druckfunktion (Select Menu). In der Mitte thront ein rundes 1,28″-Farbdisplay, das die Presets und Parameter übersichtlich darstellt. Zwei Fußschalter übernehmen das Aktivieren des Effekts und je nach Firmware zusätzliche Funktionen wie Tap-Tempo oder Infinite-Sustain. Durch Gedrückthalten beider Footswitches lassen sich zudem die Presets auf- beziehungsweise abwärts schalten. 

Die Anschlüsse verteilen sich auf die Gehäuseseiten: Links und rechts finden sich jeweils zwei Ein- und Ausgänge für den Stereobetrieb. Stirnseitig sitzt die Buchse für das mitgelieferte Netzteil, das 9 Volt bei 300 mA bereitstellen muss. Hinzu kommen ein Kopfhörerausgang im Miniklinkenformat sowie ein USB-Anschluss, über den Updates aufgespielt und die Firmware gewechselt wird. 

Übrigens hat sich auf der Mooer-Website ein kleiner Fehler eingeschlichen: Das META FX lässt sich nicht über den USB-Port mit Strom versorgen. Auch MIDI via USB ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht möglich.

Das Konzept des Mooer META FX: Reverb, Delay oder Modulation per Firmware

Das Herzstück des META FX ist die sogenannte X Algorithm Platform. Anders als bei klassischen Multieffektpedalen stehen hier nicht sämtliche Effektgattungen gleichzeitig zur Verfügung. Stattdessen bestimmt der User selbst, ob das Pedal als Multi-Reverb, Multi-Delay oder Modulationseffekt arbeitet. Der Wechsel erfolgt über die Software „Mooer Studio for META FX“, in der die drei Effektkategorien kostenlos bereitstehen. 

Innerhalb jeder Firmware findet sich allerdings eine ganze Reihe unterschiedlicher Algorithmen. Und genau hier liegt aus meiner Sicht eine der großen Stärken des Pedals: Die Auswahl reicht von klassischen Standards bis hin zu teilweise ziemlich abgedrehten und überraschend eigenständigen Ambient-Effekten für Sounddesigner.

Der Firmware-Wechsel zwischen Reverb, Delay und Modulation geht zwar erfreulich schnell vonstatten, erfordert aber dennoch die Verbindung mit einem Rechner. Im Live-Betrieb ist so etwas natürlich nur bedingt umsetzbar. Allerdings verfolgt Mooer mit der Plattform einen relativ offenen Ansatz, und es bleibt spannend, ob das Angebot künftig noch um weitere Firmware-Pakete erweitert wird. Meine Hoffnung wäre eine gemischte Firmware, die Algorithmen aus mehreren Effektkategorien beherrscht.

Wie funktioniert die Bedienung des Mooer META FX?

Da die „Mooer Studio for META FX“-Software nicht als klassischer Editor arbeitet, werden sämtliche Einstellungen direkt am Pedal vorgenommen. Das gestaltet sich erfreulich intuitiv: Über den Type-Taster ruft man die verschiedenen Algorithmen auf, während Edit Zugriff auf die jeweiligen Parameter bietet. Durch Gedrückthalten eines der drei Minibuttons und gleichzeitiges Drehen am Level-Regler können ausgewählte Parameter zudem auf kurzem Dienstweg angepasst werden. 

Eigene Einstellungen lassen sich anschließend in den insgesamt 100 Preset-Slots speichern. Übrigens bleiben gespeicherte Presets auch nach einem Firmware-Wechsel erhalten. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann seine Voreinstellungen über die Software zusätzlich exportieren und bei Bedarf wieder importieren.

Fotostrecke: 6 Bilder Das META FX ist ein digitales Multieffektpedal, das sich über unterschiedliche Firmwares wahlweise als Reverb-, Delay- oder Modulationspedal nutzen lässt.
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So testen wir das Mooer META FX in der Praxis

Für die Soundfiles spiele ich das Mooer META FX in einen cleanen Fender Bassman von 1973, der über die Impulse-Response eines 4×12″ Celestion Greenback Cabinets geschickt wird. Für verzerrte Sounds verwende ich einen Walrus Audio Ages. Zum Überprüfen des Stereobetriebs parke ich das Pedal im Loop eines Fractal Audio Axe-Fx III.

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Wie gut klingen die Reverbs des Mooer META FX?

Die Reverb-Sektion deckt eine erstaunlich große Bandbreite ab. Die Hallvarianten liefern praxisnahe Basis-Sounds und reichen von Room, Studio, Spring und Plate über größere Räume wie Hall, Church und Cave bis hin zu einer umfangreichen Auswahl an Ambient- und Shimmer-Sounds. Auch eine Modulationsvariante ist an Bord, sodass man trotz gewählter Reverb-Firmware nicht auf einen dezenten Chorus-Effekt verzichten muss. 

Klanglich bewegt sich die Reverb-Sektion auf einem für den Preis erstaunlich guten Niveau und macht beim Spielen richtig Spaß. Sehr praktisch ist die Infinite-Sustain-Funktion, die per zweiten Fußschalter Hallflächen einfriert. Dabei muss man zwar ein leichtes Schaltgeräusch in Kauf nehmen, grundsätzlich lässt sich mit der Funktion jedoch sehr gut arbeiten. Aktivierbare Trails und eine Kill-Dry-Funktion erweitern die Einsatzmöglichkeiten zusätzlich und machen den Reverb auch für psychedelische Ambient-Anwendungen oder komplexere Rigs interessant.

Audio Samples
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Pedal Off/On – Hall – Stratocaster Spring – Stratocaster Modulation + Infinite-Sustain-Funktion – Stratocaster Shimmer – Les Paul

Welche Delay-Sounds bietet das Mooer META FX?

Bei den Delays geht es ähnlich üppig weiter. Klassische Brot-und-Butter-Effekte wie Analog, Digital oder Tape sind ebenso vertreten wie experimentellere Ambient-Delays à la Galaxy, Mod-Verse, Crystal oder Rainbow. Freunde von Lo-Fi-Sounds werden mit dem Low-Bit- und dem sehr eigenständigen Fuzz-Delay bedient, während das Ping-Pong-Delay breite Stereoflächen erzeugt. Auch hier findet sich wieder eine modulierte Variante, sodass sich je nach Anwendung sogar ein zusätzlicher Chorus zu Hause bleiben kann. 

Klanglich schließen die Delays an das Niveau der Reverb-Sektion an: Das Digital Delay liefert glasklare Repeats, während das Tape Delay die gedämpften Wiederholungen eines Bandechos solide nachbildet. Besonders praktisch sind die Low- und High-Cut-Parameter, mit denen sich der Klang der Wiederholungen sehr gut anpassen lässt. Der zweite Fußschalter übernimmt in der Delay-Firmware die Tap-Tempo-Funktion.

Audio Samples
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Digital – Stratocaster Tape – Stratocaster Mod – Stratocaster Ping-Pong – Stereo – Les Paul

Wie überzeugend sind die Modulationseffekte des Mooer META FX?

In der Modulations-Firmware finden sich neben Chorus, Phaser, Flanger, Rotary, Uni-Vibe und Tremolo auch verschiedene Pitch-Shift-Effekte, ein Ringmodulator sowie diverse Filter-Sounds. Die klassischen Modulationseffekte wie Chorus, Tremolo und Phaser überzeugen mit einem sehr musikalischen Grundcharakter, während die Pitch-Shift-Effekte mit überraschend sauberem Tracking punkten. 

Insbesondere Chorus und Phaser profitieren deutlich vom Stereobetrieb und liefern entsprechend breite Soundwände. Auch hier schlägt Mooer die Brücke von archetypischen Modulationsklassikern bis hin zu deutlich abgefahreneren Effekttypen für Sounddesigner. Der zweite Fußschalter übernimmt auch hier die Tap-Funktion, mit der sich beispielsweise die Modulationsgeschwindigkeit bequem per Fuß festlegen lässt.

Audio Samples
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Chorus – Stratocaster Tremolo – Stratocaster Octaver – Stratocaster Stereo – Phaser – Les Paul
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Fazit

Das Mooer META FX präsentiert sich als flexibles Kompaktpedal mit einem ungewöhnlichen Ansatz: Die gewählte Firmware bestimmt, ob das Gerät als Reverb-, Delay- oder Modulationspedal arbeitet. Neben der sehr guten Effektqualität, den 100 Speicherplätzen sowie Stereo-Ein- und -Ausgängen überzeugt vor allem die große Bandbreite der Algorithmen. Und genau hier liegt für mich die große Stärke des META FX: Nicht nur gängige Effektklassiker werden mehr als zufriedenstellend bedient, sondern Mooer zeigt auch Mut zu deutlich abgedrehteren Sounds, die vor allem Freunde von Ambient, Psychedelic, Shoegaze und experimentelleren Soundscapes ansprechen dürften. 

Der innovative Ansatz kann allerdings Vor- und Nachteil zugleich sein: Reverb, Delay und Modulation lassen sich nicht gleichzeitig nutzen, sondern erfordern jeweils das Aufspielen der entsprechenden Firmware via USB. Hier hätte ich mir zusätzlich eine gemischte Firmware gewünscht, in der zumindest die wichtigsten Vertreter aller drei Effektkategorien zur Verfügung stehen. 

Wer ein klassisches Multieffektgerät sucht, wird hier demnach – noch – nicht fündig. Betrachtet man das META FX dagegen als programmierbaren Spezialisten, der seine grundsätzliche Funktion je nach Gig wechseln kann, ist die Idee absolut reizvoll. Für aktuell 149 Euro erhält man eine vielseitige und praxisnahe Effektplattform, die durch zukünftige Firmware-Updates sogar noch weiter wachsen könnte.

Artikelbild
Meta FX Effects Pedal
Für 149,00€ bei
  • Hersteller: Mooer
  • Name: META FX
  • Typ: Stereo-Multieffektpedal mit wahlweise Reverb-, Delay- oder Modulations-Firmware
  • Presets: 100
  • Display: 1.28“ Farbdisplay
  • Regler: Level, Select (Encoder mit Druckfunktion)
  • Schalter: 2 × Fußschalter, Edit, Type, Save
  • Anschlüsse: Stereo-Ein- und -Ausgänge (6,3-mm-Klinke), Phones-Out (3,5-mm-Miniklinke), USB-C, Netzteileingang (9 V)
  • Stromaufnahme: 300 mA
  • Abmessungen: 125 × 74 × 49 mm
  • Gewicht: 203 g
  • Ladenpreis: 149 Euro (Oktober 2026)

Herstellerseite: https://www.mooeraudio.com/products/245.html

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