Der Fender Custom Shop widmet den 2001 verstorbenen Beatle George Harrison eine besondere Neuauflage: Mit dem Limited Edition George Harrison 1967 Bass VI bringt Fender eine detailgetreue Reproduktion des Bass-VI-Instruments auf den Markt, welches Harrison ab 1967 bei The Beatles im Studio einsetzte. Das in Kalifornien gefertigte Modell orientiert sich bis ins Detail an Harrisons Originalinstrument.

Was ist ein Fender Bass VI?
Der Fender Bass VI ist ein Hybrid-Musikinstrument, das die Eigenschaften einer E-Gitarre und eines E-Basses vereint. Das 1961 vorgestellte Modell ist eine sechssaitige Gitarre mit 30-Zoll-Mensur, die eine Oktave unter der normalen Gitarrenstimmung gestimmt wird und sich klanglich zwischen E-Bass, Bariton-Gitarre und tief gestimmter E-Gitarre bewegt.
Wichtig: Der Bass VI ist keine Baritongitarre, denn diese ist in der Regel nur eine Quarte oder Quinte tiefer gestimmt (z. B. auf H oder A) und nutzt dünnere Saiten. Der Bass VI hingegen wird mit dickeren Basssaiten bestückt und agiert damit im Frequenzbereich eines „echten“ E-Basses.
Der Bass VI wurde von zahlreichen prominenten Musikern eingesetzt: George Harrison und John Lennon nutzten sie bei The Beatles, unter anderem während der Sessions zum „White Album“, „Abbey Road“ und „Let It Be“. Jack Bruce spielte einen Bass VI in seiner Anfangszeit bei Cream, während Robert Smith von The Cure den Bass VI ab den 1980er-Jahren zu einem prägenden Bestandteil seines Sounds machte. Weitere bekannte Anwender waren unter anderem John Entwistle (The Who), Joe Perry (Aerosmith), John Frusciante (Red Hot Chili Peppers) und Brian Molko/Stefan Olsdal (Placebo).
Fender Limited Edition George Harrison 1967 Bass VI: Detailgetreue Reproduktion
Für die Limited Edition hat der Fender Custom Shop Harrisons Originalinstrument möglichst exakt nachgebildet. Dazu gehören unter anderem ein zweiteiliger Korpus aus Erle, ein dünner Nitrolack sowie ein Bleached 3-Color Sunburst Relic-Finish, das den gealterten Zustand des Originals nachahmen soll.
Auch der Hals wurde nach Harrisons persönlichem Bass-VI-Profil gestaltet. Das Griffbrett besteht aus 3A-Palisander und besitzt weiße Pearloid-Block-Inlays. Der Griffbrettradius beträgt 7,25 Zoll; dazu kommen 21 Vintage-Bünde.
Eine Besonderheit ist die Kombination aus der relativ kurzen 30-Zoll-Mensur und der dadurch bedingten etwas geringeren Saitenspannung. Fender verspricht daher ein vergleichsweise weiches Spielgefühl, welches sowohl klassische Basslinien als auch gitarrenartige Akkord- und Melodiepassagen ermöglichen soll.
Mit welchen Tonabnehmern ist der Limited Edition George Harrison 1967 Bass VI ausgestattet?
Für die Tonabnahme kommen drei Custom Shop Hand-Wound Jaguar Pickups zum Einsatz. Jeder Pickup verfügt über einen eigenen On/Off-Schiebeschalter, wodurch sich die Kombinationen direkt am Instrument auswählen lassen. Besonders interessant für Beatles-Fans: Die Markierungen auf der Schalterplatte wurden nach den handschriftlichen beziehungsweise eingravierten Markierungen von Harrisons Originalinstrument reproduziert. Sie dokumentierten die von Harrison bevorzugten Pickup-Einstellungen.

Zur weiteren Ausstattung gehören eine vintage-inspirierte einstellbare Brücke mit „Floating“-Tremolo-Tailpiece, ein Bass-VI-Mute, ein vierlagiges Brown-Shell-Pickguard, sowie Vintage-Style-Mechaniken mit Fender-Logo. Hinzu kommen Nickel-/Chrom-Hardware, ein American Vintage ’59–’64 String Tree und Fender-Bass-VI-Edelstahlsaiten in den Stärken von .025–.095. Zum Lieferumfang gehören außerdem ein Deluxe-Hardcase, ein Gurt und ein Echtheitszertifikat.

Was kostet der Fender Limited Edition George Harrison 1967 Bass VI?
Wer sich für das Modell interessiert, muss dafür tief in die Tasche greifen: Sage und schreibe 9.500 US-Dollar werden für dieses Stück Beatles-Geschichte aufgerufen! Der Street Price in Deutschland steht noch nicht fest, da es bislang noch keine Exemplare über den Atlantik geschafft haben. Fender beziffert den (angestrebten) europäischen UVP mit 10.099,- Euro, in Großbritannien wird das gute STück voraussichtlich 8.599,- Pfund kosten.
Wie bitte, 10.000,- Euro? Heiliger Bimbam! Damit richtet sich der Fender Limited Edition George Harrison 1967 Bass VI eindeutig nur an gut betuchte Sammler, Hardcore-Beatles-Fans und Musikerinnen und Musiker, die gezielt nach einer historisch möglichst authentischen Bass-VI-Reproduktion suchen.
Die gute Nachricht: Wer dennoch einmal mit einem Bass VI herumexperimentieren möchte, bekommt von der Fender-Tochter Squier ein entsprechendes Modell schon für kleines Geld. Und sogar von Fender selbst gibt es den Bass VI in anderen Serien wesentlich kostengünstiger. Ganz ehrlich? Wir würden definitiv eher zu einem dieser Modelle greifen!
Weitere Infos gibt es hier: www.fender.com



