Wenn Venus Theory nicht gerade Content für seinen YouTube-Kanal mit mehr als 400.000 Followern produziert, schnappt er sich gerne mal sündhaft teure Hardware-Synthesizer und verwandelt ihre Sounds in Content für seine kostenlose Auras-Serie. Neuestes Mitglied der Familie: Tephra.

- Fantastische Sounds
- Layer-Feature
- Dynamics und Expression
- kein Contra
DETAILS + PRAXIS
Erst Sampler, dann Library
Um Tephra nutzen zu können, braucht ihr die kostenlose Sampler-Plattform Decent Sampler. Die gibt es für Linux, ab Windows 10 und ab macOS 10.11, in den Formaten VST2, VST3, AAX, AU sowie als Standalone. Anschließend könnt ihr euch Tephra im Gumroad-Shop von Venus Theory holen. An Einkaufswagen und Check-out führt leider kein Weg vorbei, die Library bleibt aber trotzdem komplett kostenlos.
Phoenix aus der Lavaasche
Venus Theory Auras:Tephra beruht auf Samples des außergewöhnlichen Voice-Rotating-Synthesizers Genki Instruments Katla. Der YouTuber und Komponist hat daraus eine Library mit 20 Presets gebastelt, die auch namentlich Bezug auf das Thema Vulkan nimmt.

Die Library eröffnet verschiedene Möglichkeiten, um klanglichen Einfluss auf die implementierten Samples zu nehmen. Jedes Preset besteht aus zwei Sounds, die ihr über die Source-Regler festlegen könnt. Das Mischverhältnis stellt ihr über den Layer-Fader ein. Das Amp-Modul bietet außerdem eine Hüllkurve.
Das Volume-Modul steuert die Features Dynamics und Expression, die ihr über die Räder für Pitch und Modulation auslöst. Auf das Filter folgt ein FX-Modul mit Delay und Reverb und insgesamt zehn Reflektionssituationen.
Gemacht, um zu imponieren
Die klangliche Performance von Tephra ist beeindruckend. Die Library greift nicht nur auf sehr charaktervolle Samples zurück – Venus Theory hat mit seinem musikalischen Gehör solche gewaltigen und vielschichtigen Presets gebastelt, die einen aus den Socken hauen. Seiner Leidenschaft entsprechend gehen sie fast ausnahmslos in Richtung Film und Soundtrack, was den Klang noch atmosphärischer macht. Da tut sich eine faszinierende Klangwelt auf.
FAZIT – Venus Theory Auras:Tephra
Der Sound von Venus Theory Auras:Tephra ist einfach fantastisch. Durch die Layer-Architektur sind zahlreiche Eigenkreationen möglich und die integrierten Presets lassen kaum klangliche Wünsche offen. Beim Sounddesign der Library hat der YouTuber und Komponist seine ganze Erfahrung gekonnt ausgespielt. Unter den Sounds ist alles dabei, was Producer-Herzen mit Soundtrack-Gelüsten höherschlagen lässt: Dystopische Pads, brutale Bässe und geheimnisvolle Klanglandschaften. Bleibt nur zu hoffen, dass Venus Theory bald den nächsten Top-Synth in die Finger bekommt.
Features
- Library für Decent Sampler
- Basiert auf Genki Instruments Katla
- Amp-Modul mit Hüllkurve und Layer-Mix
- Filter-Modul mit Frequency, Resonance, Envelope und Hüllkurve
- Multi-FX mit Delay und Reverb
- 10 Reflektionssituationen
- 20 Presets
- Skalierbares GUI
- Decent Sampler: für Linux, ab Windows 10 und ab macOS 10.11
- Erhältliche Formate: VST2, VST3, AAX, AU und als Standalone
- WEBSEITE: venustheory.gumroad.com/l/vttephra?layout=profile
- PREIS: Venus Theory Auras:Tephra ist kostenlos