Mit der Reihe Gretsch Electromatic Premier Jet stellt der dem Fender-Konzern zugehörige US-amerikanische Hersteller eine neue Gitarrenserie vor, die das bewährte Electromatic-Konzept in die Neuzeit hieven soll. Zu den Neuerungen gehören ein Compound-Radius für das Griffbrett sowie komplett neu entwickelte Tonabnehmer. Was den Traditionalisten stutzig machen könnte, spricht möglicherweise eine neue Zielgruppe an. Gretsch-Look und neue Sounds?

Konstruktion der Electromatic Premier Jet
Die vier neuen Instrumente der Serie Electromatic Premier Jet sind in der mittleren Preisklasse platziert und dürften damit gleichermaßen Ein- und Aufsteiger sowie Interessenten an alternativen Gitarrenmodellen adressieren. Die Formgebung der Single-Cut-Instrumente bleibt unverändert. Dabei stehen vier dekorative Hochglanzlackierungen zur Auswahl: Clairvoyant, Onyx Storm, Robusto Burst und Vintage Pearl. Ihr habt also die Qual der Wahl.
Konstruktiv greift Gretsch auf einen gekammerten Mahagonikorpus mit Ahorndecke zurück und ergänzt ein schwarzes Schlagbrett. Der eingeleimte Hals besteht ebenfalls aus Mahagoni und ist mit einem Griffbrett aus Ebenholz mit 22 Medium-Jumbo-Bünden versehen. Neu sind das schnelle C-Halsprofil und der progressive, von 10 auf 14″ steigende Griffbrettradius. Der Orientierung dienen die typischen Thumbnail-Inlays aus Perloid sowie Luminlay-Seitenmarkierungen. Bei der nickelfarbenen Hardware setzt der Hersteller auf die hauseigene feste LockDown-Bridge sowie Klemmmechaniken, ebenfalls aus eigener Fertigung.

Elektronik mit frischen Humbuckern
Als Tonabnehmer kommen erstmals die neu entwickelten passiven Humbucker Sphera Twin Six in Steg- und Halsposition zum Einsatz. Diese sind mit Alnico-6-Magneten bestückt. Sie sollen laut Gretsch ein dynamisch formbares und gleichzeitig kräftiges Klangbild liefern und durch zwölf unabhängig justierbare Pole Pieces präzise im Attack-Verhalten eingestellt werden können. Für die beiden Positionen kommt unterschiedlicher Draht für die ebenfalls spezifisch abgestimmten Wicklungen zum Einsatz, die für die gewünschte Balance aus Schubkraft und Transparenz sorgen sollen. Ergänzend sind die Tonabnehmer gewachst, um unempfindlicher gegenüber Rückkopplungen zu reagieren.
Die Steuerung erfolgt über einen 3-Wege-Umschalter, getrennte No-Load-Tonregler und einen globalen Lautstärkeregler mit Treble-Bleed-Kondensator. Hinzu kommt eine Pull-Funktion, die das sogenannte Lumen-Filter aktiviert, das für ein strafferes Klangbild sorgen soll.

Preise und Verfügbarkeiten der Gretsch Electromatic Premier Jet
Alle vier Farbvarianten der neuen Gretsch Electromatic Premier Jet sind ab sofort im Musikhaus Thomann lieferbar. Der Preis für die Rechtshänderinstrumente liegt bei jeweils 729 Euro ohne Koffer oder Gigbag.
Weitere Informationen unter: https://www.gretschguitars.com/jet-evolved
























