Wie klingt er, der perfekte aufgenommene Bassdrumsound? Natürlich, druckvoll, mit ordentlich Punch und tiefen Bässen. Um ihn zu erreichen, verwenden die meisten Tonleute eine Kombination aus zwei, manchmal sogar drei Mikrofonen. Austrian Audio möchte mit seinem neu entwickelten OC-B6 alle Attribute der Bassdrum mit nur einem einzigen Schallwandler adäquat einfangen. Dafür hat man eine Kondensatorkapsel so konstruiert, dass sie sowohl übersteuerungsfest als auch detailliert zu Werke geht. Allerdings hat man beim Design auch an die mechanischen Anforderungen gedacht und dem Mikro das kompakte Format der Austrian Audio Tom- und Snaremikros samt stufenloser Schwenkvorrichtung spendiert. Ob das alles den doch recht kräftigen Preis rechtfertigt, lest ihr in diesem Test.

- sehr guter Klang
- vielseitig einsetzbar
- praxistaugliches Design und Handling
- hochwertige Verarbeitung
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Kompaktes und flexibel konstruiertes Gehäuse
Das Erste, was bei der Begutachtung des Austrian Audio OC-B6 auffällt, ist die Ähnlichkeit mit dem OC7 und dem OD5, mit denen es sich den Gehäusekopf samt Schwenkvorrichtung teilt. Mit knapp 300 Gramm liegt es wertig in der Hand, auch die seitliche Feststellschraube besteht aus geriffeltem Metall. Typisch für ein Bassdrum-Mikro ist der Sockel, in welchem sowohl das Stativgewinde als auch die XLR-Buchse nebeneinander angeordnet sind. Eine zusätzliche Halterung benötigt das OC-B6 damit nicht. Interessant: Es gibt keinerlei Schalter am Mikrofon, laut Austrian Audio ist das OC-6B auf Natürlichkeit getrimmt, wobei das technische Design die wichtigsten Parameter bereits mitdenkt.



Vor Schalldruck hat das OC-B6 keine Angst
Ein Grund für die Abwesenheit von Schaltungsmöglichkeiten ist der Umstand, dass der Schallwandler für den Umgang mit Bassdrums getrimmt wurde. So soll die CKR6-B genannte, 1“ messende Kondensatorkapsel sowohl Schallloch-Wind als auch Schalldrucken bis maximal 170 dB SPL standhalten. Unnötige Subbass-Frequenzen unterhalb von 25 Hertz werden von der Elektronik herausgefiltert („Subsonic Filter“), was wiederum den Dynamikbereich erweitern soll. Mit nur 0,8 mV/Pa Empfindlichkeit werden zudem auch Pad-lose Preamps nicht überfordert. Mal hören, wie diese „Rezeptur“ im Einsatz klingt.





