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Was ist der Club 27? Darum sterben so viele Musiker mit 27 Jahren

Ob Kurt Cobain, Jim Morrison oder Jimi Hendrix, die Liste erfolgreicher und unglaublich talentierter Musiker ist lang. Doch diese drei Musiker verbindet auch ein deutlich traurigeres Schicksal. Sie alle sind Mitglieder im Club 27, also mit gerade einmal 27 Jahren verstorben. Wer noch alles dazugehört. Seit wann es den Club 27 gibt und warum so viele Musiker mit 27 sterben, erfahrt ihr hier.

Einige der bekanntesten Musiker des Club 27. Von links nach rechts: Jimi Hendrix, Kurt Cobain und Amy Winehouse
CREDITS: NIRVANA – Kurt Cobain Alamy Stock Foto / Pictorial Press Ltd Amy Winehouse Wikimedia Commons / Rama Jimi Hendrix Shutterstock / Ritu Manoj Jethani

Wer gehört zum Club 27?

Dem Club 27 gehören nach gängiger Meinung sechs Musiker an, die vor allem im Bereich des Rock und Blues tätig waren. Sie alle lebten ein schnelles Leben, was vom Spirit des Sex, Drugs and Rock n’ Roll geprägt war. Häufig war es genau dieser Lebensstil oder ein tragischer Suizid, der ihnen später zum Verhängnis werden sollte.

Die Hauptmitglieder des Club 27 in der Kurzübersicht:

  • Brian Jones – ✝ 3. Juli 1969
  • Jimi Hendrix – ✝ 18. September 1970
  • Janis Joplin – ✝ 4. Oktober 1970
  • Jim Morrison – ✝ 3. Juli 1971
  • Kurt Cobain – ✝ 5. April 1994
  • Amy Winehouse – ✝ 23. Juli 2011

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Brian Jones

Geburtsdatum: 28. Februar 1942
Gestorben: 3. Juli 1969
Bekannt als: Gitarrist der Rolling Stones

Brian Jones gilt mit seinem frühen Tod am 3. Juli 1969 für viele als das erste Mitglied des Club 27. Im Südwesten Englands als Sohn einer Klavier- und Orgellehrerin geboren war Musik für ihn schon früh ein Zufluchtsort. Als Teenager bekam er seine erste Gitarre geschenkt und machte sich fortan in der Londoner Musikszene einen Namen. Keine sieben Jahre vor seinem Tod begann Brian Jones dann als Gitarrist der Rolling Stones Karriere zu machen.

Doch sein steiler Aufstieg hatte auch seine Schattenseiten. Jones wendete sich mit steigender Berühmtheit immer mehr dem Alkohol und den Drogen zu. Sein Geisteszustand verschlechterte sich so sehr, dass er zwischen energetischen Phasen großer Lebensfreude und depressiven Episoden wild hin und her wechselte. Die Rolling Stones mussten in der Folge viele Auftritte ohne ihn absolvieren.

Bandkollege Mick Jagger formulierte es Jahre später so: 

“Ruhm lastet sehr unangenehm auf jedermanns Schultern. Manche Menschen können es gar nicht ertragen und er war einer von ihnen. Ich glaube nicht, dass er dafür geeignet war.”

Tod im Swimming Pool:

Im Juni 1969 zogen die anderen Stones endgültig die Reißleine und schmissen Jones aus der Band. Der erhoffte Weckruf für ihn blieb jedoch aus.

Am 2. Juli desselben Jahres besuchte der Bauunternehmer Frank Thorogood ihn auf seiner Farm. Die beiden lagen schon seit längerer Zeit im Streit über die Bezahlung von Bauarbeitern. Dennoch entschlossen sich Jones und Thorogood kurz vor Mitternacht gemeinsam eine Runde im Swimming Pool des Anwesens zu drehen. Doch bereits nach kurzer Zeit im Wasser lag Brian Jones bewusstlos auf dem Grund des Pools. Alle Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos.

Obwohl die Polizei als offizielle Todesursache den Tod durch Ertrinken angab, wird über sein Ableben viel spekuliert. Brian Jones’ letzte Freundin, Anna Wohlin, behauptete immer wieder, dass Fank Thorogood ihren Freund im Streit um das Geld umgebracht habe. Ein angebliches Geständnis, welches der Bauunternehmer auf seinem Sterbebett abgegeben haben soll, fachte diesen Mythos noch weiter an.

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Jimi Hendrix

Geburtsdatum: 27. November 1942
Gestorben: 18. September 1970
Bekannt als: Gitarrist, Sänger, Songwriter

Keine Liste der Musiklegenden wäre wohl komplett ohne den unglaublich talentierten Jimi Hendrix. Leider trug dazu auch seiner früher Drogentod im September 1970 bei, der ihn zum zweiten Mitglied des Club 27 machte. Seine experimentelle und innovative Spielweise machte die E-Gitarre erst zu dem Instrument, als das sie heute bekannt ist und galt unzähligen Künstlern nach ihm als große Inspiration. Ohne Übertreibungen lässt sich feststellen: Jimi Hendrix war ein Jahrhundertkünstler.

Nach seiner Ankunft in London Mitte 1966 eroberte er die dortige Bluesszene im Sturm und versetzte ansässige Gitarristen wie bspw. den damals schon bekannten Eric Clapton durch sein Können in regelrechte Angstzustände. Lieder wie “Little Wing”, “Purple Haze” oder das Cover von “All Along the Watchtower” zementierten seinen Erfolg in der Rockszene.

Rätselhafter Tod mit 27 Jahren:

Doch der rasante Aufstieg hat für Hendrix auch seine Schattenseiten. Mit zunehmenden Erfolg wachsen auch seine Drogenprobleme. Mit einem Cocktail aus LSD, Schlaftabletten und Alkohol absolviert er seine letzten Auftritte in Europa. Diese werden folglich zum Fiasko.

Auch sein Tod wirft Fragen auf. Seine Freundin Monika Dannemann, in deren Hotelzimmer er am 18. September 1970 am späten Vormittag zusammenbricht, verwickelt sich bei beim Polizeiverhör in zahlreiche Widersprüche. Laut Obduktionsbericht ist Hendrix an seinem Erbrochenen erstickt. Er hatte kurz vor seinem Tod starke Aufputschmittel sowie Schlaftabletten eingenommen. Ob es ein Unfall, Suizid oder gar Mord war, ist bis heute nicht geklärt.

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Janis Joplin

Geburtsdatum: 19. Januar 1943
Gestorben: 4. Oktober 1970
Bekannt als: Rock- und Bluesmusikerin

Als erstes weibliches Mitglied des Club 27 folgte Janis Joplin ihrem Vorgänger nur 16 Tage später am 4. Oktober 1970. In der Schule häufig unter Mobbing leidend, trieb sie ihre aneckende Art auf die Spitze. Begann schon früh mit dem Konsum von Alkohol und Zigaretten, trat in ihrer Schulzeit jedoch auch dem Kirchenchor bei. Das Studium am Lamar College brach sie nach nur einem Jahr ab, um die Musikszenen von Los Angeles und Houston zu erkunden.

Ihre zunehmende Drogensucht brachte Janis’ Karriere jedoch zunehmend ins Stocken. Sie nahm Methedrin, trank häufig bis zu 80%igen Alkohol. Trotzdem schaffte sie zusammen mit der Big Brother Band und ihrer Interpretation des Songs “Ball and Chain” beim Monterey Pop Festival den Durchbruch. Ihre leidenschaftliche Bühnenpräsenz sollte sie später zur Queen des weißen Bluesrock machen. 

Kampf mit den Dämonen

Ihre Drogen- und Alkoholsucht sollte sich dabei jedoch nur verschlimmern. Während der Arbeiten an ihrem Album “Pearl” erlag sie ihren Dämonen schließlich. Am morgen des 4. Oktober 1970 wurde Joplin von ihrem Tourmanager John Cooke tot in ihrem Hotelzimmer aufgefunden. Ihr damaliger Drogendealer gab an, ihr aus Unfähigkeit eine zu starke Dosis Heroin verkauft zu haben. Seine Unachtsamkeit forderte am selben Wochenende Berichten zur Folge noch das Leben sieben weiterer Kunden.

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Jim Morrison

Geburtsdatum: 8. Dezember 1943
Gestorben: 3. Juli 1971
Bekannt als: Frontmann und Songschreiber von The Doors

Als Frontmann der Band The Doors machte er sich Ende der 60er bis Anfang der 70er einen Namen und gilt vielen Leuten bis heute als eine der prägendsten Figuren seiner Zeit. Sein berüchtigter exzessiver Lifestyle und seine Performances galten Stars wie Iggy Pop, Glenn Danzig oder Eddie Vedder als Inspiration.

Zu seiner Studienzeit lernte Jim Morrison in L.A. seine späteren Bandmitglieder Ray Manzarek, Robby Krieger und John Densmore kennen, mit denen er schon bald Psychedelic- und Blues-Rock spielen sollte. Begann zu dieser Zeit jedoch auch mit diversen Substanzen zu experiementieren. Sein künstlerisches Herz galt jedoch nicht nur der Musik, sondern insbesondere auch den Gedichten. Zu seiner größten Enttäuschung wurden seine Gedichtvorträge bei Konzerten von Fans allerdings meist ausgebuht. Woraufhin er wiederum das Publikum beschimpfte.

Jim Morrison ist tot – oder doch nicht?

Vielleicht auch deshalb rutschte er zu dieser Zeit trotz seines überragenden musikalischen Erfolgs zusehends in die Drogenabhängigkeit. Anfang Juli 1971 fand seine Freundin ihn tot in der Badewanne. Mutmaßlich in Folge einer Heroin Überdosis.

Morrison-Jünger sind allerdings bis heute davon überzeugt, dass sein Tod lediglich inszeniert gewesen sei und er sich in Wahrheit auf die Seychellen abgesetzt habe. Als angeblichen Beweis dafür sehen sie ein Interview des Doors-Organisten Ray Manzarek. In diesem behauptete er, Morrison habe ihm kurz vor dessen angeblichem Tod einen Prospekt von den Seychellen gezeigt, mit dem Kommentar, dass dies der optimale Zufluchtsort sei, um der Welt den eigenen Tod vorzutäuschen.

Am Ende des Interviews sagte er übrigens:

“Die Geschichte um Jims inszenierten Tod ist eine urbane Legende – oder doch nicht?”

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Kurt Cobain

Geburtsdatum: 20. Februar 1967
Gestorben: 5. April 1994
Bekannt als: Frontmann und Songwriter von Nirvana

“No I don’t have a Gun” Sang Kurt Cobain einst auf dem Hit-Titel “Come As You Are”. Am 8. April 1994 musste die Welt auf tragische Weise feststellen, dass dies nicht der Wahrheit entsprach. Er hatte sich drei Tage zuvor mit einer Schrotflinte das Leben genommen.

Bereits in seiner Kindheit begann sich sein musikalisches Genie zu zeigen und leider auch seine mentalen Probleme. Mit der Trennung seiner Eltern im Alter von neuen Jahren scheint er ein Leben lang nicht klar zu kommen. Schläft als Teenie teilweise unter Brücken und beginnt Drogen zu nehmen. Spielt jedoch auch in der lokal erfolgreichen Band The Melvins. Später gründet er zusammen mit Bassist Krist Novoselic Nirvana. Als 1990 Dave Grohl dazustößt und die drei das Album Nevermind herausbringen, wird der Grunge zum Sound einer ganzen Generation. “Smells Like Teen Spirit” zu deren Hymne.

Burned out

Doch insbesondere Kurt tut der Erfolg nicht gut. Er verliert immer mehr den Halt. Seine Drogenprobleme, chronischen Magenschmerzen sowie die scheiternde Beziehung mit Ehefrau und Sängerin Courtney Love belasten seine mentale Gesundheit stark.

Am 1. April floh er aus der Entzugsklinik, in die er sich noch im Monat zuvor freiwillig begeben hatte. Vier Tage später beging er im Wintergarten seines Anwesens in Seattle Suizid.

Sein früher Tod machte ihn auf ewig zur Legende oder wie er in seinem Abschiedsbrief aus einem Song von Neil Young zitierte “it’s better to burn out, than to fade away.”

Obwohl sowohl der Autopsiebericht als auch die Ermittlungsakten zum Fall Cobain längst veröffentlicht wurden, hält sich der Mythos einer angeblichen Ermordung, beauftragt von Courtney Love, bis heute hartnäckig.

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Das neuste Mitglied im Club 27: Amy Winehouse

Geburtsdatum: 14. September 1983
Gestorben: 23. Juli 2011
Bekannt als: Soul-/Jazzsängerin und Songschreiberin

Gerade einmal 19 Jahren jung ist sie, als sie im Januar 2003 ihren ersten Plattenvertrag unterschreibt. Kaum acht Jahre später ist sie tot. Amy Winehouse lebte ein Leben gezeichnet von ungeheurem musikalischem und lyrischem Talent, aber auch von ihrer Liebe dazu in Kneipen abzuhängen.

In einer dieser Kneipen lernt sie dann auch den Mann kennen, der ihr später zuerst ein Nummer 1 Album und danach eine schwere Drogenabhängigkeit bescheren sollte. Blake Fielder Civil ist nach der Veröffentlichung ihres ersten Albums Frank zunächst ihr fester Freund – lässt sie jedoch nach kurzer Zeit schon fallen, um wieder mit seiner Ex-Freundin zusammen zu sein.

Vom Herzschmerz zum Nr. 1 Album – und dann ganz nach unten

Das Ereignis inspirierte Amy zu zahlreichen Songs für ihr neues Album, natürlich auch dem Titelgebenden “Back to Black”. Als das Album 2005 erscheint wird es sofort ein voller Erfolg und die Beziehung zu Blake Fielder-Civil lebt nicht nur wieder auf, sondern die Beiden heiraten zwei Jahre später sogar. Alles scheint perfekt zu sein.

Doch hinter den Kulissen verschlechtert sich ihr Zustand dramatisch. Fielder-Civil führt Winehouse, die bereits früher ein Problem mit Alkohol hatte, an harte Drogen heran. Sie wird abhängig von Crack und Heroin. Obwohl sie es schafft von den harten Drogen loszukommen und sich von Blake trennt, betreibt sie weiterhin exzessiven Alkoholkonsum. Aus ihrem Traum, noch zwei weitere Alben zu schreiben und einmal 20 Kinder zu haben, wird darum auch leider nichts mehr. Am 23. Juli 2011 wird sie mit über vier Promille tot in ihrem Haus aufgefunden.

Weitere Mitglieder

Neben den “Big Six” des Club 27 gehören unter Anderem auch folgende Musiker zum Club:

  • Alexandra (Schlagersängerin, “Mein Freund, der Baum”) – ✝ 31. Juli 1969
  • Ron McKernan (Mitglied von The Grateful Dead) – ✝ 8. März 1973
  • Dave Alexander (Bassist der The Stoogies) – ✝ 10. Februar 1975
  • Kristen Pfaff (Bassistin von Hole) – ✝ 16. Juni 1994
  • Kim Jong-hyun (K-Pop Star) – ✝ 18. Dezember 2017

Zudem wird auch der 1995 mit 27 Jahren auf mysteriöse Weise verschwundene Gitarrist und Songschreiber der Band Manic Street Preachers, Richie Edwards, häufig dazugezählt. Besonders kurios wird es bei Musikern, die den Club 27 “verpasst” haben. So etwa beim schwedischen DJ Avicii (✝ 2018), welcher im Alter von 28 Jahren Suizid beging oder Red Hot Chilli Peppers Mitglied Hillel Slovak (✝ 1988), welcher bereits mit 26 das Zeitliche segnete.

Nicht-Musiker im Club 27

Sind auch nicht-Musiker im Club 27? Auf diese Frage gibt es je nach Blickwinkel unterschiedliche Antworten. Während manche Puristen behaupten, der Club 27 beschränke sich nur auf Popstars aus der Welt der Musik, erlauben andere auch Künstlern aus dem Street Art Bereich, Dichtern oder Schauspielern Einlass.

Zu diesen weiteren Prominenten zählen unter anderem der Dichter Georg Trakl (✝ 1914), der Graffiti-Artist Jean-Michel Basquiat (✝ 1988) oder Anton Yelchin (✝ 2016), der als Schauspieler unter anderem durch die neuen Star Trek Filme Bekanntheit erlangte.

Seit wann gibt es den Club 27?

Nun könnte man meinen, der Begriff Club 27 sei bereits in den 70er Jahren, nach den tragischen Toden von gleich vier der größten Musiker ihrer Zeit in nur zwei Jahren populär geworden. Tatsächlich kam der Begriff zu dieser Zeit das erste Mal auf, aber erst der tragische Tod der Grunge Ikone Kurt Cobain etwa zwanzig Jahre später machte den Club 27 einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Als 2011 dann auch Amy Winehouse zum Mitglied wurde, zementierte sich der Begriff endgültig in der Popkultur.

Übrigens behaupten manche, dass der Club 27 schon deutlich älter sei. Sie sehen den Bluesmusiker Robert Johnson, welcher schon 1938 mit gerade einmal 27 Jahren verstarb, als erstes Mitglied an. Auch seine Todesumstände war mysteriös und durch das Gerücht, er habe seine Seele an den Teufel verkauft, um außergewöhnlich gut Gitarre spielen zu können, war der Grundstein für den Mythos des Club 27 gelegt.

Warum sterben so viele Musiker mit 27 Jahren?

Ist das 27te Lebensjahr für Musiker vielleicht einfach mit einem teuflischen Fluch belegt? Mit dieser Frage haben sich Wissenschaftler nach dem Tod von Amy Winehouse auseinandergesetzt. Dabei kam heraus, dass unter 1.489 Musikern, welche einen Nummer 1 Hit erzielten, zwar eine erhöhte Sterbewahrscheinlichkeit in den 20ern und 30ern bestand. Ein signifikanter Anstieg des Sterberisikos im Alter von 27 konnte jedoch nicht gefunden werden. Es gab stattdessen lediglich einen kleinen Peak im Alter von 56.

Dass es dennoch nicht Club 56 heißt, hat vor allem mit dem sogenannten Confirmation Bias zu tun. Mit dem Tod der Musiklegenden Jimi Hendrix und Janis Joplin im Abstand von gerade einmal 16 Tagen im Alter von 27 könnte z.B. der Eindruck entstanden sein, dieses Alter sei für Musiker besonders gefährlich. Wir fokussieren uns dann auf Nachrichten über frühe Promi-Tode, wie Jim Morrison oder Kurt Cobain, die unseren Eindruck dann bestätigen und ignorieren gegenteilige Meldungen. So wie die ebenfalls viel zu jungen Tode von Avicii und Hillel Slovak, die eben nicht mit 27 verstarben. 

Ist der Club 27 also wirklich nur eine Legende? So einfach kann man es sich allerdings dennoch nicht machen. Zwar gibt es keinerlei Faktoren, die einen plötzlichen Tod in genau diesem Alter wahrscheinlich machen. Einige Risikofaktoren für frühe Tode unter Musikern und anderen Künstler lassen sich jedoch trotzdem bestimmen.

Sowohl der aus den vorhin beschriebenen Biografien ersichtliche hohe Drogenkonsum, als auch ein Leiden unter Depressionen und dem ständigen im Rampenlicht stehen, lassen sich als negativen Einfluss auf die Lebenserwartung bestimmen. Diese Faktoren können uns zumindest einen Erklärungsansatz dafür geben, warum so viele Musiker jung versterben, wenn auch die Zahl 27 dabei keine wirkliche Rolle spielt.

Der Club 27 lebt weiter

Die Leben der Mitglieder des Club 27 mögen zwar leider endlich gewesen sein, doch ihre Musik ist unsterblich und wird auch heute noch von Millionen Fans in aller Welt gehört und gespielt. Trotzdem wäre es schön, wenn unsere liebsten verstorbenen Musiklegenden noch einmal neue Musik herausbringen würden.

Genau das dachten sich auch die kreativen Köpfe hinter dem Projekt “The Lost Tape of The 27 Club”. Die Kanadische Organisation Over the Bridge, die sich eigentlich für die psychische Gesundheit von Musikern einsetzt, fütterte hierzu eine KI mit den Songs der verstorbenen Künstler. Diese gab dann Texte und Musik im Stil der Musiker wieder. So kann man zumindest kurz den Eindruck gewinnen, Nirvana oder Amy Winehouse hätten noch ein letztes Mal eine Single veröffentlicht. Eingesungen und mithilfe von Midi -gespielt wurden die Songs dann jedoch von echten Menschen. 

Das Ergebnis kann sich übrigens echt sehen bzw. hören lassen.

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The 27 Club in Concert

Wer den Legenden des Club 27 auch Live noch einmal möglichst nah kommen will, für den bietet sich übrigens diesen Sommer die Gelegenheit beim “Legends Never Die: The 27 Club in Concert” ab dem 18. Juni in Hamburg.

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