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Wolfmix W1 DMX-Controller Test

Praxis

Einrichten des Wolfmix W1

Nachdem ich den Wolfmix W1 aus seiner Verpackung befreit habe und das beiliegende USB-Kabel mit dem Netzgerät verbinde, startet das Gerät sofort. Einen On/Off-Schalter besitzt es nicht. Laut beiliegendem Info-Flyer muss das Gerät an dieser Stelle auf der Hersteller-Webseite registriert werden, was beim vorliegenden Testgerät aber nicht notwendig war. 
Im Startbildschirm füge ich als erstes ein paar Lampen ein. Hierzu wähle ich mit Hilfe des Touchscreens das Icon im rechten oberen Bildrand. Anschließend selektiere ich mit Hilfe des passenden Dreh-Encoders den gewünschten Lampentyp und lege fest in welchen DMX-Channel die Lampe betrieben werden soll. Im Anschluss noch die Anzahl der Lampen festlegen und einer von acht Gruppen zuweisen. 
Die DMX-Channel-Belegung erfolgt praktischerweise automatisch je nach ausgewähltem DMX-Channel-Mode. Alle vorhandenen Lampentypen, die ich zum Test zur Verfügung hatte, waren in der Auswahlliste des Wolfmix anwählbar, was die Einrichtung jener und des verwendeten Hazers zum Kinderspiel machte. Der Hazer muss dabei als “Other” eingerichtet sein anstelle einer Gruppenzuweisung und wird dann automatisch dem Smoke-Button zugeordnet. 

Gruppensteuerung

Nachdem Einrichten der verschiedenen Lichter lassen sich die einzelnen Gruppen direkt mit den 20 Pads bedienen. Um einzelne Parameter zu ändern, wählt man auf der rechten Seite des Wolfmix die gewünschte Rubrik und kann im Anschluss aus diversen fixen Bewegungs- oder Farbabläufen wählen und diese den einzelnen Lampengruppen zuweisen. Häufig genutzte Funktionen wie Stroboskop oder aber die Blinder-Funktion lassen sich allesamt mit Hilfe der sechs Anwahl-Pads auf der rechten Seite des Wolfmix W1 abrufen. Auch der Hazer hat hier sein fest zugewiesenes Pad, was in der Praxis auf jeden Fall von Vorteil ist. Mit Hilfe des Tap-Tempo-Buttons ist, vorausgesetzt man verfügt über das nötige Taktgefühl, eine tempogenaue Lightshow problemlos realisierbar.  
Die Bedienung des Wolfmix ist fast schon selbsterklärend, da die meisten Funtkionen anschaulich mit dem passenden grafischen Icon dargestellt wird. Mittels der 20 Pads lassen sich die Funktionen für die jeweiligen Lampengruppen bequem auswählen. Vier Gruppen, denen die Pads in einer vertikalen Linie zugewiesen sind, stehen dabei gleichzeitig zur Auswahl. Damit lassen sich einzelne Funktionen der Lampen ein- und ausschalten. 

In der freien Wildbahn

Um das Gerät im praktischen Einsatz zu testen, habe ich den Wolfmix W1 kurzerhand zum nächsten Konzert im nahegelegenen Jugendkulturzentrum mitgenommen. Da mir die Bühnenmaße und die vorhandenen Lampentypen vorlagen, konnte ich im Vorfeld ein Projekt in Easy View bequem zu Hause vorbereiten. In der Venue angekommen, musste ich nur noch die Lampen den im Gerät eingestellten DMX-Kanälen zuweisen und schon war das gesamte Setup einsatzbereit. 
Die eingesetzten Lampen waren vier Stairville MH 25 Moving Lights, sechs Cameo Par RGBW, zwei Eurolite TMH 9 sowie zwei Stairville Octagon Theater-Spots und ein Eurolite NH 110 Tour Hazer. Die Bedienung war in der Praxis kinderleicht, und es machte wirklich Spaß, das Licht während des Konzertes mit dem Wolfmix zu bedienen. Das Gerät arbeitete absolut zuverlässig ohne jegliche Ausfälle, und ich wusste zu jedem Zeitpunkt genau, was passiert. 
Einen Eindruck vom Zusammenspiel des Wolfmix W1 mit den eingesetzten Lampen könnt ihr euch in folgendem kleinen Video-Clip machen. An dieser Stelle nochmal vielen Dank an die Band Anderes Holz, die mir freundlicherweise als Modell zur Verfügung stand.

Fotostrecke: 4 Bilder Vom Design auf jeden Fall ein Hingucker
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VIDEO

Kommunikation mit Echtzeit-Visualisierungssoftware Easy View

Da bei dem mir vorliegenden Testgerät bereits die optional erhältliche 3D-Visualisierung in Verbindung mit Easy View freigeschaltet ist, komme ich in den Genuss, eine komplette Lichtshow für den Wolfmix W1 einfach am Computer zu erstellen und visuell darstellen zu lassen. Dazu lade ich als erstes die kostenlose Betaversion der Software Easy View direkt von der Wolfmix-Hompage und installiere diese im Anschluss auf meinem Mac Mini M1. 

Im Anschluss starte ich Easy View und den WTools Editor. Nachdem ich Wolfmix via USB mit dem Computer verbunden habe, wird das Gerät wie auch zuvor direkt in der WTools Software erkannt und ich muss nur noch unter dem Punkt “more features” die 3D-Link-Funktion einschalten. Jetzt füge ich noch kurz die im Wolfmix eingerichteten Lampentypen in der Software Easy View ein und schon lassen sich die Lichter von der Wolfmix-Hardware aussteuern und ich kann mir einen virtuellen Eindruck meiner Lightshow machen.

Dies ist ungemein praktisch, da ich so bequem und in aller Ruhe ein paar neue Presets erstellen kann, ohne dass ich direkt zur Venue fahren muss, um die Show mit den echten Lampen zu designen. Sicherlich ist der Wolfmix nicht das einzige Gerät, was dazu in der Lage ist. Auch DasLight-User kennen dieses Prozedere, aber der Spaßfaktor ist ziemlich hoch.

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Zielgruppe

Der Wolfmix W1 empfiehlt sich für alle User, die auf der Suche nach einem einfach zu bedienenden, übersichtlich strukturierten DMX-Controller sind.  Durch die große Auswahl an festen Fixtures, die individuell auf den jeweiligen Lampentyp zugeschnitten sind, lassen sich schnell und easy überzeugende Lichtshows realisieren. Vor allem ungeübte Hände werden sich mit dem Wolfmix W1 schnell zurechtfinden und bekommen so einen perfekten Einstieg in die DMX-Welt. Auch das optische Feedback in Form von farbigen Pads oder dem TFT-Display macht die Bedienung zum Kinderspiel. Kleinere Clubs, Jugendeinrichtungen, Discotheken, bei denen kein ausgebildeter Lichttechniker beschäftigt ist, werden hier vollkommen auf ihre Kosten kommen und von der einfachen Bedienung profitieren. Auch für DJs und Performer empfiehlt sich der Wolfmix W1 aufgrund der Möglichkeit der Synchronisation mit Ableton Live via WLINK-Sync. So ist für zukünftige Events garantiert, dass die Lightshow on Point ist. 

Auf Tour

Ebenfalls von Vorteil ist die äußerst kompakte Bauweise, die das Gerät überall da interessant macht, wo wenig Platz vorhanden ist. Hier schweben mir vor allem kleinere Acts auf Tour sowie kleinere Venues mit geringem Platzangebot vor. Selbst fortgeschrittene DMX-User und erfahrene Lichttechniker werden für kleinere Events perfekt mit dem Wolfmix zurechtkommen, sollten sich aber im Klaren sein, das der Wolfmix W1 hauptsächlich mit festen Fixtures arbeitet und daher im professionellen Einsatz an seine Grenzen stoßen könnte. Hier sollte man sich im Vorfeld auf der Webseite des Herstellers schlaumachen. 

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