Mit dem Hotone Pulze Jr. stellt der chinesische Hersteller einen weiteren Desktop-Modeling-Amp vor und schließt damit die Lücke zwischen dem Pulze Mini und dem Pulze Eclipse. Der 20 Watt starke Übungs-Amp kann bis zu 8 Stunden per Akku betrieben werden, verfügt über zwei 3″-Lautsprecher und kommt mit Hotones neuester CDCM HD & F.I.R.E. Modeling-Technologie. Mit an Bord sind eine große Auswahl an Amp-Modellen, Cab-Simulationen und Effekten sowie KI-gestützte Tools zum Üben und Erstellen von Presets. Neben hauseigenen Formaten kann der Hotone Pulze Jr. auch Drittanbieter-IRs und Amp-Captures im NAM2-Format laden.

- allgemeine Sound-Qualität
- praxisgerechte Amp- und Effektauswahl
- durchdachte und unkomplizierte Bluetooth-Steuerung
- zahlreiche Zusatz-Features (AI-Presets, Stem-Splitter, Drumcomputer)
- Lautsprecher wirkt sehr harsch bei verzerrten Sounds
- Onboard-Presets sind nicht nummeriert
- große Lautstärkeschwankungen bei den AI-Presets
Wie ist der Pulze Jr. aufgebaut?
Der Pulze Jr. ist (B × H × T) 295 × 155 × 140 mm groß, hat ein Gesamtgewicht von 2,7 kg und kommt mit einem an den Seiten montierbaren Lederriemen. Der integrierte Akku kann für bis zu 8 Stunden Spielzeit über das mitgelieferte 18-V-Netzteil oder per USB-C geladen werden. Neben einer rudimentären Bedienoberfläche (On/Off, Preset-Wahl) verfügt der Pulze Jr. über ein großes Volume-Poti mit LED-Ring und ein dezentes Farm-Display. Als Anschlüsse stehen neben Input, Aux-In und Kopfhörerausgang eine USB-Buchse für den direkten Betrieb als Audio-Interface und ein Anschluss für externe Fußschalter bereit. Kabellos kann der Pulze Jr. mit dem separat erhältlichen Pulze Control Fußschalter gesteuert werden. Zum Zeitpunkt des Tests ist der Verstärker in Schwarz und Weiß erhältlich.
Die inneren Werte
Der Pulze Junior kommt werksseitig mit 120 vorinstallierten Presets und 80 weiteren Speicherplätzen für Eigenkreationen. Pro Preset stehen 7 Effektblöcke bereit, die in beliebiger Reihenfolge angeordnet werden können. Zur Auswahl stehen hier:

- Dyn: Gate, Compressor, Boost
- Pre: Overdrive, Distortion, Fuzz
- Amp: 52 Amp-Modelle (Import von 10 eigenen Sound-Clone- oder NAM2-Dateien)
- Cab: 48 Cab-Modelle mit 5 Celestion-IRs (Import von 20 eigenen IRs)
- EQ/Mod: EQ, Filter, Modulation
- FX1: Delay, Modulation, Pitch
- FX2: Delay, Reverb
Die Bedienung über den Pulze Editor
Der Pulze Editor (nur für Mobilgeräte erhältlich) bildet das Bindeglied zwischen User und Verstärker und erlaubt es, Presets zu bearbeiten, neu zu erstellen oder zu verwalten. Die Kategorisierung erfolgt dabei über sogenannte „Songlists“, die von Werksseite nach Genres geordnet sind und um eigene Listen (z. B. Favoriten) ergänzt werden können. Im Bereich „Hotone AI“ können Presets per KI-Prompt erstellt und vorhandene Audiodateien (MP3, WAV, FLAC, M4A, MP4) per Stem-Splitter in Einzelspuren separiert werden. Außerdem bietet die Jam-Funktion die Möglichkeit, sich per Looper, Drumcomputer oder einem automatisch generierten Backingtrack begleiten zu lassen. Wer eigene Presets erstellt hat oder sich von den Sounds anderer User inspirieren lassen möchte, hat hier auch Zugang zur Hotone Cloud Community.


























