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Nux Mighty Plug Pro Test

Der Nux Mighty Plug Pro ist ein Kopfhörerverstärker für Gitarre und Bass, der mit sehr kompakten Maßen aufwartet. Die Einheit misst lediglich 82 x 44 x 19 mm und besitzt einen ausklappbaren Klinkenstecker. Mit ihm wird der Nux Mighty Plug Pro direkt in die Klinkenbuchse der Gitarre gesteckt, man schließt einen Kopfhörer am Phones-Ausgang der Einheit an und der Spaß kann beginnen.

Nux Mighty Plug Pro Test

Die Konzeption eines Headphone-Amps direkt am Klinkenstecker ist prinzipiell nicht neu, aber im Inneren des Nux Mighty Plug Pro werkelt ein kleiner Prozessor mit Amp-Modeling-Software plus Cab-IRs und Effekten, sodass man eine Menge Sounds parat hat. Über Bluetooth kann das Gerät mit dem Smartphone/Tablet verbunden und editiert werden. Dass in der App Backing-Tracks und Drumgrooves bereitstehen, klingt für den übenden Musiker zusätzlich sehr verlockend. Ob der Mighty Plug Pro auch tatsächlich klingt und wer alles seine Freude mit ihm haben könnte, erfahrt ihr in diesem Test.

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Der Nux Mighty Plug Pro kommt in einem Kunststoffgehäuse im kompakten Format von 82 x 44 x 19 mm, das gerade einmal 69 Gramm auf die Waage bringt. Geringes Gewicht ist allerdings auch wichtig, denn sonst wird die Gitarrenbuchse zu stark belastet. Auf der anderen Seite macht das Gehäuse auch einen recht soliden und stabilen Eindruck. Der Klinkenstecker des Mighty Plug Pro ist als beweglicher Winkelstecker am Gehäuse befestigt. Damit kann die Einheit für den Transport quasi zusammengeklappt werden und nimmt nicht viel Platz ein. Für den Einsatz lässt sich der Stecker so positionieren, dass er sich an die Buchsen der unterschiedlichen Gitarrentypen anpasst. Bei einer Strat liegt das Gehäuse auf dem Korpus auf und schließt mit dem Korpusrand fast bündig ab – ein kleiner Gummiknopf an der Rückseite verhindert eventuelle Kratzer auf dem Korpus. Bei einer Gitarre mit Buchse an der Zarge kann der Mighty Plug Pro so positioniert werden, dass er sich an die Zarge anlehnt oder man dreht ihn leicht, sodass man die Anzeige inklusive Preset-Switch an der Oberseite sehen kann. Für die Bedienung ist diese aber nicht zwingend notwendig, denn geregelt wird ja überwiegend über die App auf dem Smartphone/Tablet und auch Presets können hierüber gewechselt werden. Auf jeden Fall macht das System auch an der Gitarre einen soliden Eindruck, es wackelt nichts und Stecker inklusive Gehäuse sitzen gut und relativ spielfrei in der Gitarrenbuchse.

Fotostrecke: 7 Bilder Der Nux Mighty Plug Pro versteht sich als kompakter Begleiter für den übenden Gitarristen.
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Zum Regeln stehen seitlich drei kleine Taster zur Verfügung: Mit Plus/Minus wird die Lautstärke geregelt, rechts daneben befindet sich der Taster zum Ein- und Ausschalten, der das Gerät auch mit einem kurzen Druck stummschaltet. An der Stirnseite finden sich die Anschlüsse, eine 3,5 mm Stereo-Klinkenbuchse für einen Kopfhörer und daneben eine USB-C-Buchse für den Anschluss an einen Computer (Mac/PC). Über diese Verbindung kann der Mighty Plug Pro ebenfalls über ein Editor-Programm eingestellt und Firmware-Updates auf das Gerät gespielt werden. Außerdem wird über diese Verbindung auch USB-Audio transportiert, sodass der Mighty Plug Pro als Audio-Interface für den Computer dienen kann. Der Kopfhöreranschluss unterstützt TRRS-Earpods oder Headsets, sodass sich bei einer USB-Audioverbindung der Mighty Plug Pro auch für Video-Calls, Unterricht per Zoom/Skype oder ähnliches oder auch zum Streaming nutzen lässt. Ein USB-C-Kabel ist im Lieferumfang enthalten. Alle Einstellungen dazu werden über die Mighty Amp-App und den Mighty Amp-Editor realisiert. Auf der Oberseite befindet sich der bereits erwähnte Preset-Switch, ein Taster mit LED-Kranz, mit dem man sieben verschiedene Presets im Gerätespeicher anwählen kann. Je nach Preset leuchtet der Kranz dann in der entsprechenden Farbe. Über dem Schalter liegen drei kleine Kontroll-LEDs für Audio, App und Batteriestatus. Letztere LED leuchtet erst, wenn die Akkuladung sich dem Ende neigt. Das Aufladen des Akkus läuft über die USB-Verbindung.

Bedienung – Mighty Amp App

Wie bereits erwähnt, gibt es am Mighty Plug Pro keine großartigen Bedienelemente außer der Lautstärke-Einstellung und der Anwahl der sieben Presets. Mit der zugehörigen App geht es ins Detail. Sie kann in den entsprechenden App-Stores kostenlos für iOS oder Android heruntergeladen werden. In meinem Fall habe ich das Ganze über iPhone und iPad getestet und alles lief absolut reibungslos: App installieren – Mighty Plug Pro einschalten – App aufrufen – die Verbindung wird hergestellt und es kann losgehen. Mit der Rechner-App (Mac), die man von der Nux-Website herunterladen kann, lief es genauso problemlos. Das Gerät wurde auch direkt erkannt, das Firmware-Update auf die zum Zeitpunkt des Tests aktuellste Version lief ebenfalls problemlos. Ein Musterbeispiel, wie es funktionieren sollte – leider ist das nicht immer der Fall.   

Fotostrecke: 5 Bilder Die Bedienung ist dank der Mighty Amp App auch über Smartphone & Co. kinderleicht.
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Die App ist in drei Bereiche aufgeteilt. Oben werden die sieben Presets über Buttons gewählt, wobei das jeweils aktive mit der zugehörigen Farbe unterlegt ist, der Rest ist schwarz. Darunter folgt die Signalkette mit den einzelnen Effektmodulen, die frei verschiebbar (greifen und ziehen) sind. Möchte man einen Effekt oder die Amp-Einstellungen verändern, tippt man auf das entsprechende Modul und die verfügbaren Parameter werden im unteren Bereich angezeigt und können anschließend an den Reglern angepasst werden.

Das alles funktioniert völlig einfach und übersichtlich. Die Effekte besitzen nicht viele Parameter zum Einstellen, was auch die Bedienung etwas einfacher und vor allem zeitsparender macht. Bei einem Headphone-Amp, der primär zum Üben konzipiert ist, macht das meines Erachtens auch völlig Sinn. Bei den Amps und Effektmodulen stehen unterschiedliche Typen zur Auswahl, die über das Pop-Up-Menü oberhalb der Regler ausgewählt werden. Der Mighty Amp Pro ist mit folgenden Amp/Cab-Modellen und Effekten ausgestattet:

GATE: Noise-Gate

COMP: 3 Kompressor-Modelle

EFX: 13 Overdrive/Distortion/Fuzz-Modelle

AMP: 21 Amp-Modelle

IR: 34 Cab-IRs (plus 20 belegbare User-IRs)

EQ: 6-Band- oder 10-Band-EQ

MOD: 13 Modulationseffekt-Modelle

DLY: 5 Delay-Modelle

RVB: 6 Reverb-Modelle

Ganz unten findet man die verschiedenen Bereiche. Neben dem Edit-Menü gibt es einen Drumcomputer, der diverse Rhythmen bereithält. Es folgt die Jam Track-Abteilung, in der Jam Tracks (Audio Dateien) geladen und abgespielt werden und schließlich die Einstellungsseiten für Mikrofon/Bluetooth und die globalen Einstellungen. Die App ist sehr übersichtlich strukturiert und man findet sich schnell zurecht. Auch auf kleineren Smartphone-Displays sind die Parameter und deren Regler groß genug, um die Sounds bequem zu editieren. 

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Profilbild von Ben

Ben sagt:

#1 - 12.10.2022 um 17:10 Uhr

Empfehlungen Icon 0

Ist sicher eine Überlegung wert, wenn das Gerät verfügbar wäre. Thomann hat die Lieferzeit gerade von 4-5 Wochen auf 9-12 Wochen geändert. :-(

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Martin sagt:

#2 - 26.12.2022 um 22:50 Uhr

Empfehlungen Icon 0

Im Vergleich mit den Vox Amplug , oder noch schlimmeren Rausch- Teilen, ist das Nux sowohl von den Soundmöglichkeiten, Bedienbarkeit und Preisleistungsverhältnis geradezu sensationell. Habe die Vorgängerversion und ist sowohl für Bass als auch Gitarre mehr als brauchbar. Nutze das manchmal auch quasi als Preamp mit dem Kopfhörerausgang an meinem normalen Verstärker, funktioniert auch ganz gut.

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