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t.bone SC140 Test

Praxis

Wenn man das t.bone SC140 in der Hand hält, hat man nicht unbedingt das Gefühl, es mit sehr preiswerten Mikrofonen zu tun zu haben, denn schließlich ist es aus Metall und nicht aus Plastik gefertigt. Ich bin zwar nicht der Meinung, dass Kleinmembraner unbedingt mit Spinnen betrieben werden müssen, zumal sich die Positionier- und Ausrichtbarkeit dadurch gerne mal komplizierter gestaltet als mit einfachen Klemmen. Nun gut. Über das Vorhandensein der kleinen Stereoschiene kann man sich freuen, doch natürlich ist sie eine Dreingabe. Es gibt schließlich Stereoschienen, die alleine schon einige hundert (!) Euro kosten. Alle Schalter beider Mikrofone laufen recht sicher und lassen sich gut ablesen. Doch ohne Spannungsversorgung ergibt das natürlich wenig Sinn, Mikrofone gehören schließlich an einen Preamp.

Fotostrecke: 2 Bilder t.bone SC140 im Praxistest
Fotostrecke

Im Test mit der Akustikgitarre zeigt sich, was so ein SC140 leistet. Wie zu erwarten ist, erhält man aufgrund des Kleinmembran-Kondensatorprinzips ein im Vergleich zu den meisten Tauchspulenmikrofonen deutlich brillanteres und detaillierteres Klangbild, mit dem man durchaus zufrieden sein kann. Es ist wie so oft: Erst wenn man weiß, worauf man hören soll (besonders, wenn man ausreichend Erfahrungen auf dem Gebiet sammeln konnte), machen sich auch die negativen Klangbestandteile eines derart preiswerten Werkzeugs deutlich. So gilt beim SC140 wie bei eigentlich allen anderen Mikrofonen dieser Preislage, dass das Air-Band, also der Frequenzbereich knapp unterhalb der oberen Hörschwelle, recht kraftlos dasteht. Dennoch wird man es als “höhenreich” bezeichnen wollen, denn kurz darunter überträgt es sehr stark. Allerdings ist der Klang der Höhen und oberen Mitten etwas zu kratzig und zu beißend, meine erste Assoziation lautete “klirrend”. Mit sowieso scharfen Becken bei der Overhead-Mikrofonierung sollte man also vorsichtig sein, für manche zu brave Akustikgitarre kann das im Rockmusik-Umfeld teilweise aber auch als positives Merkmal herhalten.

Audio Samples
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t.bone SC140 Referenz Schoeps CMC-64

Das ausgeprägte Frequenzband oberhalb von 5 kHz hat Auswirkungen an anderer Stelle, denn als besonders voluminös wird man die t.bone-Mikros nicht bezeichnen wollen. Auch das ist natürlich vom gewünschten Einsatzzweck abhängig, doch linear sind diese Mikrofone nicht. Ich wiederhole mich, wenn ich mitteile, dass dies auf eigentlich alle Kleinmembran-Kondenser in diesen Preisgefilden zutrifft. Bezüglich des Dynamikverhaltens gewinnen die SC140 sicher keine Medaille, doch habe ich schon deutlich Schlechteres zu Ohren bekommen. Im Stereobetrieb kann man sich natürlich ein weiterreichendes Matching wünschen. So etwas bekommt man, muss es aber auch bezahlen. Nichts anlasten kann man den Hochpassfiltern der Stäbchen. Auch in der höheren Schaltstufe ist keine übermäßige Welligkeit zu erkennen.  

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Profilbild von harry mudd

harry mudd sagt:

#1 - 11.04.2013 um 01:48 Uhr

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Bei dem tbone SC140 handelt es sich um ein Echtkondensatormikrofon.

Kommentare vorhanden
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