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Tama Dyna-Sync HPDS1 Single und HPDS1TW Double Bass Drum Pedale Test

Praxis

Die Dyna-Syncs können nicht nur schnell

Ich gebe zu, dass mich bei der Ankündigung neuer Pedale und deren bahnbrechender Features mitunter eine gewisse Skepsis erfasst. Schließlich sind die Gesetze der Physik doch schon seit einigen Jahren bekannt, und ist nicht die allererste Kettenfußmaschine immer noch das Lieblingspedal einiger ultraschneller Superdrummer? Im Falle der Dyna-Syncs überkam mich ein ähnliches Gefühl, zumal Tama ja schon einige ausgereifte Modelle am Start hat. Außerdem – ein weiteres Bekenntnis – bin ich seit jeher nicht der allergrößte Fan von Direct-Link-Maschinen. Umso erfreuter bin ich nach den ersten Tritten auf die Maschine, denn das gute Stück läuft nicht nur extrem geräuschlos und spielfrei, es ist auch äußerst schnell. Dabei erweist sich die verstellbare Antriebseinheit als sehr effektiv. Lässt man sie in der Mittelstellung, gibt sich die Maschine einfach als schnelles, kaum in Erscheinung tretendes Werkzeug. Doppel- und Mehrfachschläge gehen leicht vom Fuß, fühlen sich aber nicht so zickig und kühl an wie bei manch anderer Direktmaschine. Dies mag zum Teil an der großen Trittplatte liegen, welche der Direktverbindung ein kleines bisschen „Gemütlichkeit“ verordnet.

Optisch an die Speed Cobra angelehnt, technisch aber eine ganz eigene Nummer: Tama Dyna-Sync
Optisch an die Speed Cobra angelehnt, technisch aber eine ganz eigene Nummer: Tama Dyna-Sync

Das Spielgefühl erinnert mich tatsächlich ein wenig an die Speed Cobra mit dem ACD Conversion Kit, fühlt sich aber noch etwas runder an. Schiebt man nun den Aluschlitten in Richtung „S“, also näher an die Welle heran, geht das Feeling mehr in Richtung des klassischen Direktantriebs, das bedeutet, es wird durch die kurze Übersetzung im Antritt eckiger. Gleichzeitig klebt das Pedal stark am Fuß und dürfte in dieser Einstellung für die Speedfans interessant sein, die den Beater eh nicht ganz zurückkommen lassen und maximale Kontrolle benötigen. Bewegt man sich von der Mittelposition mehr in Richtung „L“, also der längeren Distanz zur Welle, wird es zunehmend organischer und runder. Einen Nachteil muss ich allerdings feststellen. An verschiedenen Test-Bassdrums (u.a. Yamaha Recording) berührt die Alu-Nase das Fell, bevor sie ganz ausgefahren ist. Das Phänomen tritt umso stärker auf, je weiter die Bass Drum vorne vom Boden abgehoben wird. Das ist kein Weltuntergang, hinterlässt aber das Gefühl, eines der Haupt-Features nicht voll ausnutzen zu können. Sehr positiv wiederum macht sich das feste Spielgefühl bemerkbar. Da wackelt nichts, auch das Slave-Pedal steht erstaunlich rutschfrei auf meinem Teppich. Damit geht wenig Energie verloren und die Spieleffizienz ist optimal.

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