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Softube Weiss Gambit Series Test

Softube legt wieder ordentlich nach und erweitert den Console 1 Kosmos. Heute widmen wir uns der „Weiss Gambit“-Erweiterung, die das Beste des beiden Hardware-Boliden Weiss EQ-1 und DS-1 MK3 in die einzigartige Channelstrip-Software/Hardware-Controller-Kombination einbringen soll. 

Softube_Weiss_Gambit_Series_01_Test
Damit steht nun neben den beiden SSL-Kanalzügen, der warmen Neve (British Class A) und der zackigen API (American Class A) sowie der fetten Röhren-Emulation von Summit ein gänzlich cleaner Sound zur Verfügung. 
Daniel Weiss, der Mann hinter alledem, fing übrigens bereits 1979 an, sich mit digitalem Processing zu beschäftigen, zunächst für Studer und später dann mit seiner Gründung von „Weiss Enginerring Ltd“. Unter dieser Flagge brachte er auch die State-of-the-Art 19-Zoll-Prozessoren EQ1 und DS1-Mk3 heraus – allesamt im markanten Weiß gehalten, versteht sich.

Details

Allgemeines

Softubes „Weiss Gambit Series for Console 1“ ist ein Channelstrip-Plugin für die Nutzung mit den beiden Hardware-Controllern Console 1 und Console 1 Fader. Es bietet Low- und High-Cuts sowie einen 4-Band-EQ, die allesamt auf dem 7-Band-EQ Weiss EQ1 basieren. Die Shape-, Drive- und Compressor/Limit-Sektion wiederum haben den Weiss DS1-MK3 Compressor/Limiter/De-Esser als Grundlage.

Weiss Geräte sind weiß und damit in jedem High-End-Studio direkt erkennbar.
Weiss Geräte sind weiß und damit in jedem High-End-Studio direkt erkennbar.

WEISS Equalizer

Schauen wir uns zunächst den EQ an. In Console 1 gibt es vier Bänder sowie zwei zusätzliche Cut-Filter in der Eingangssektion. Die Grundlage, der EQ1, bietet 7 Bänder, und diese in drei verschiedenen Modellvarianten: Linear-Phase, Low-Latency und Dynamic. Die Console 1 Variante verwendet aktuell nur den Low Latency Mode.

Im Gegensatz zu allen anderen Console 1 Equalizern ist der WEISS dank 100 % überlappender Frequenzbereiche und dem megasteilen Q im Cut-Bereich extrem flexibel.
Im Gegensatz zu allen anderen Console 1 Equalizern ist der WEISS dank 100 % überlappender Frequenzbereiche und dem megasteilen Q im Cut-Bereich extrem flexibel.

WEISS Dynamics

Dynamics ist ein durchaus dehnbarer Begriff, bei der Beschreibung des DS1-Mk3 aber vollkommen zutreffend. Ein De-Esser ist beispielsweise auch ein Compressor, nur eben mit Bandpass im Sidechain. Der “echte” DS1-MK3 kann das besonders gut, aber auch Split-Band, Full-Band Compression/Limiting sowie M/S und L/R-Seperation sind drin – ein echtes Workhorse eben, insbesondere zur Fehlerbeseitigung und weniger für das brachiale Slammen.

Knackig schnell ist er der DS1-MK3, und dessen Essenz kann man nun auch in Console 1 nutzen.
Knackig schnell ist er der DS1-MK3, und dessen Essenz kann man nun auch in Console 1 nutzen.

Die Essenz hat Console 1 gut eingefangen, wenn auch nicht vollständig abgebildet. Beginnen wir zunächst bei der Shaper-Sektion: Traditionell findet sich hier bei Console 1 ein Gate/Expander oder Transient-Designer. In der Weiss-Variante gibt es zunächst ein knackiges Gate, was sogar in der Lage ist „below-threshold compression“ zu betreiben – oder anders gesagt: leises Lautermachen, ohne Lautes zu beeinflussen. Somit lassen sich beispielsweise Reverb-Tails lauter machen oder Snare-Teppiche nach oben holen.
Der eigentliche Compressor bietet eine Ration von 1:1 bis 1000:1 und auch eine extrem kurze Attack von 0,02 ms – und ist damit im Extremfall ein Limiter, wenn klanglich recht dezent verortet. „Richtig Limiten“ kann man noch in der Drive-Section der Console-1, die aus Ermangelung von Weiss-Verzerrungen kurzerhand umfunktioniert wurde. Drive erhöht nun den Gain in den Limiter und Charakter bietet die drei entsprechenden Modes: DS1, Enhanced Type 1 und Enhanced Typ2. 
Der Gain des eigentlichen Compressor wird übrigens mit dem Threshold kompensiert, sodass das Ergebnis im Prinzip immer gleich „laut“ bleibt. Der Limiter des Drive wiederum sollte mit dem globalen Level gegengeregelt werden.

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