Sequential Fourm Test

Sequential auf Sparkurs: Sequential Fourm soll quasi als Mini-Prophet eine neue Synthesizer-Klientel ansprechen und auch erfahrene Producer erreichen, die auf den Preis schauen und bei der Qualität nichts einbüßen wollen. Anders als Behringer imitiert sich der namhafte Hersteller aus Kalifornien selber und rundet die Synthesizer-Linie bewusst nach unten ab. Ähnliches kennen wir schon von zwei anderen renommierten US-Firmen: Moog Messenger und Oberheim TEO-5 sind aktuelle Beispiele.

Sequential Fourm Test
Unser Fazit:
4 / 5
Pro
  • Mini-Keyboard mit Poly-AT
  • Solider Prophet-Klang
  • Sehr robuste Hardware
  • Intuitive Bedienung
  • Einfache Modulationsmatrix
  • Step/Modulation-Seq
Contra
  • Vier Stimmen
  • Keine internen Effekte
  • Keine Pad-Maschine
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Sequential Fourm Test
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Den Namen „Fourm“ dürfte Sequential nicht einfach gewürfelt haben. Nach meiner Interpretation stecken zwei wichtige Elemente in dieser Bezeichnung: Vier Stimmen für die analoge Klangerzeugung sowie der besondere Form-Faktor – der Fourm ist ein ausgesprochen handliches PerFOURMance-Instrument, das ins Reisegepäck passt.

Sequential Fourm – Das Wichtigste in Kürze

  • Analoger Mini-Synth auf Spuren der Prophet-Reihe, mit vier Stimmen, zwei VCOs, und 4-Pol-Tiefpassfilter
  • 37 Slim Keys, gut spielbar und mit polyfonem Aftertouch
  • Modulationsmatrix á la Sequential Pro-One, allerdings insgesamt etwas limitiert
  • Rudimentärer Arpeggiator/Sequenzer
  • 512 Speicherplätze dürften für die meisten Anwendungen ausreichen
  • Praktisches Format für den Live-Einsatz, aber leider ohne interne Effektsektion

Auf das Testgerät hatte ich mich schon lange gefreut – mein erster Synthesizer war der Sequential Prophet-600 in den späten 80er Jahren und mit dem „Prophet-Sound“ verbindet mich bis heute einiges. Erste Überraschung: Noch nie hatte ich eine solch kleine Originalverpackung von Sequential in den Händen. Das Hardware-Design finde ich zwar nicht Sequential-typisch, aber durchaus ansprechend. Bei einer Breite von 56 Zentimetern findet der Kleine irgendwie immer noch Platz auf einem Producer Desktop oder Live-Setup. Mit nur knapp vier Kilogramm ist er auch überraschend leicht – dabei vermittelt sein Stahl-Gehäuse einen sehr robusten und auch dank Anti-Diebstahl-Slot road-tauglichen Eindruck.

Prophet-5 minus 1 – oder welches Konzept verfolgt der Sequential Fourm?


Natürlich soll der Sequential Fourm an den heute wieder erhältlichen Vintage-Synth Sequential Prophet-5 anknüpfen. Nun gut, er hat reichlich Prophet-DNA, klingt aber schon etwas anders als das 1978 erschienene Flaggschiff. Ihr betrachtet den Sequential Forum am besten wörtlich als 4-Voice-Analog-Synth mit polyfonem Aftertouch in Miniatur-Ausführung.

Das Konzept lautet schlicht und ergreifend „Performance-Synthesizer“. So bietet der Fourm ein Panel mit Zugriff auf die zentralen Klangparameter, ein kleines Display, zwei klassische Handräder und als erster Sequential-Synthesizer überhaupt ein Poly-Aftertouch-Keybed. MIDI-technisch ist er bestens in ein Live/Studio-Setup integrierbar.

Konzeptionell zeigt sich der Sequential Fourm als kompakter Performance-Synth – ein Instrument zum Anfassen und Transportieren.
Konzeptionell zeigt sich der Sequential Fourm als kompakter Performance-Synth – ein Instrument zum Anfassen und Transportieren.

Nicht alles ist an Board: Bei der Live-Performance werdet ihr die fehlende FX-Sektion vermissen. Der Sequential Fourm integriert nicht einmal Chorus oder Delay. Im Studio ist das aber kein Thema – ihr verwendet sowieso die Plugins eurer DAW.

Wie ist die Klangerzeugung des Sequential Fourm aufgebaut?

Der Sequential Fourm zeigt sich wie ein Prophet-5 mit zwei analogen Oszillatoren einschließlich PWM und Osc-Sync im Prophet-Style, einem resonanzfähigen 4-Pol-Tiefpassfilter mit Bass-Kompensation und Selbstoszillation, zwei analoge ADSR-Hüllkurven für VCA und Filter mit spürbarer Schnelligkeit für perkussive Klänge.

Der globalen LFO hat eine Range von 0.021 Hz bis 556Hz mit mehreren Wellenformen wie Triangle, Sawtooth, Reverse Sawtooth, Square oder Sample&Hold. Der zweite Oszillator kann auch als LFO modulieren – spektakuläre FM-Sounds aber besser nicht erwarten.

Auf einen Noise-Generator (White, Pink, Violet) müsst ihr ebenfalls nicht verzichten und findet das dreifarbige Rauschen auch beim LFO.

Sequential Fourm Test
Klassische Struktur á la Sequential: Oscillator A/B, Mixer, Filter – quasi alles im direkten Zugriff.

Beim Sequential Fourm sind ein Unisono mit bis zu vier Stimmen inklusive Detuning und Chord Memory möglich. Zudem bekommt ihr eine Glide-Funktion sowie einen internen Feedback-Schaltkreis für raue aggressive Klänge. Mit der Mixer-Sektion lassen sich beide Oszillatoren, Feedback und Noise separat regeln.

Praktischer Mehrwert durch Modulation?

Sequential hat sich am erfolgreichen monofonen Vintage-Synth Pro-One orientiert und verpasst dem Sequential Fourm eine ähnliche Modulationsmatrix für ein praktisches Hands-On. Im Klartext bedeutet das: Modulationen sind direkt auf dem Panel ohne lästiges Menü-Diving erstellbar – auch Modulationsrad und Aftertouch lassen sich Performance-orientiert einbinden.

Performance-orientierte Modulation: Drei Quellen und acht Zielparameter bietet der Sequential Fourm auf einen Blick.
Performance-orientierte Modulation: Drei Quellen und acht Zielparameter bietet der Sequential Fourm auf einen Blick.

Ihr bekommt zwei einzelne Modulationsbusse in zwei verschiedenen Farben, die sich auch kombinieren lassen. Als Modulationsquellen stehen Filter-Hüllkurve, Oszillator B, LFO und Mod Sequenz zur Auswahl. Die Tonhöhe und Pulsbreite beider Oszillatoren, Filter Cutoff, Amp, LFO- Frequenz und -Intensität sowie per Seq Modulation sind auch Feedback und Mod 1-3 modulierbar. 

In der Summe mutiert der Sequential Fourm nicht zum großartigen Modulationskünstler, kann sich sich aber wesentlich mehr als ein Prophet-5 verbiegen und kommt dem Musiker sehr entgegen beim Modulieren.

Arpeggiator und Step-Sequenzer im Fourm kombiniert – was können sie?

Der Sequential Form inspiriert durch einen Apeggiator mit Step-Sequenzer-Modus. Im Grunde basiert er auf den typischen Abspielmodi wie Up, Down, Up+Down oder Random und zerlegt Akkorde über drei Oktaven. Der Arp-Relatch-Modus verhindert, dass der Arpeggiator versehentlich neue Noten hinzufügt.

Alternativ bietet der Arpeggiator des Sequential Fourm einen Mode, in dem er als polyfoner Step-Sequenzer mit bis zu 64 Schritten und Pausen fungiert. Für monofone Acid-Lines spendiert er noch einen Glide pro Step. Noch erfreulicher: Der Sequenzer steht auf Wunsch als Modulationsquelle bereit und ermöglicht interessante rhythmische Klangphrasen.

Auf dem Panel unscheinbar, aber sehr nützlich in der Praxis: der Arpeggiator mit Sequenzer-Mode.
Auf dem Panel unscheinbar, aber sehr nützlich in der Praxis: der Arpeggiator mit Sequenzer-Mode.

Anschlüsse des Fourm – Alles vorhanden?

Freilich hat der Sequential Fourm mehr Anschüsse als eine Buche für das externe 12-Volt-Netzteil. Auf der Rückseite finden sich ein Mono-Ausgang direkt neben der Kopfhörerbuchse – bitte die beiden Anschlüsse nicht voreilig mit einem Stereo-Out verwechseln. Hinzu kommen das klassische MIDI-Trio, ein USB-C-Port für MIDI-Kommunikation sowie ein Anschluss für Fußtaster/Schweller. Dieser Pedal-Eingang unterstützt auch Trigger- und Gate-Signale.

Die Anschlüsse kann man quasi an einer Hand abzählen – MIDI, USB, Pedal und Mono- und Phones-Ausgang.
Die Anschlüsse kann man quasi an einer Hand abzählen – MIDI, USB, Pedal und Mono- und Phones-Ausgang.

Ist der Sequential Fourm einfach zu bedienen?

Die Oberfläche ist sehr übersichtlich gestaltet. Beim Sequential Fourm könnt ihr direkt und intuitiv die wichtigsten Soundparameter über dedizierte Knöpfe und Regler sowie farbcodierte Bedienelemente erreichen. Ganz ohne Display läuft es aber nicht – schon allein wegen der Global Settings. Es ist aber leicht, durch die Menüs zu navigieren. Die Bedienung macht ingesamt einen Einsteiger-freundlichen Eindruck.

Spätestens fürs Tuning, Dumping und andere globale Dinge schaut man gern auf das kleine, aber gut lesbare Display.
Spätestens fürs Tuning, Dumping und andere globale Dinge schaut man gern auf das kleine, aber gut lesbare Display.

Ein Wort noch zur Hardware: Alle Regler sitzen ziemlich fest und drehen sich erst bei deutlich physischer Anstrengung – wie etwa auch beim Pro 3 von Sequential. Eine Ausnahme macht der eher wackelige Select/Value-Regler am Testgerät – ob er sich nach Jahren komplett ausleiert?

Die Editor-Software von Soundtower ist nur optional erhältlich

Wer das Programming lieber am Bildschirm erledigen möchte, bekommt von dem Anbieter Soundtower zwei Editoren: FOURM Standalone Soundeditor und FOURM PlugSE für Mac OS und Windows. Das Vergnügen kostet allerdings jeweils rund 70 US-Dollar beziehungsweise 100 US-Dollar für beide Versionen. Nicht nur, dass ich den Preis für den Editor eines ohnehin schon teuren Synths überzogen finde – andere Hersteller wie Moog, Korg oder Modal Electronics zeigen sich großzügiger. Hier gibt es eine Editor/Librarian-App meist kostenfrei.

Leider kostenpflichtig und nicht direkt von Sequential: die Editor-Software für den Sequential Fourm.
Leider kostenpflichtig und nicht direkt von Sequential: die Editor-Software für den Sequential Fourm.

Mini-Tastatur mit Poly-AT: überraschend gut!

Vorab: Mit den meisten Slim Keys habe ich keine Berührungsängste. Im Gegenteil, ich schätze sie manchmal als platzsparende Alternative im Studio oder auf der Bühne. Ich verstehe aber Kollegen, die per se kein Miniatur-Keybed spielen wollen.

Der Sequential Forum bietet 37 Slim-Tasten. Sie fühlen sich für meinen Geschmack „sachlich gut“ an mit einer angerauten Oberfläche bei den schwarzen Tasten. Sowohl Velocity als auch Aftertouch lassen sich individuell anpassen. Der polyfone Aftertouch reagiert sehr gut und es macht viel Spaß damit zu arbeiten. Und wie ihr es euch denken könnt: diese Tastatur mit Poly-Aftertouch ist eines der besten Features des Sequential Fourm!

Sehr experimentell erschließt sich das polyfone Aftertouch aber nicht: Bis zu sechs Parameter lassen sich einzeln oder bis zu dreifach kombiniert adressieren: Freq A, Freq B, Filter Cutoff, Amp, LFO Freq und LFO AMT. Leider arbeitet der LFO des Sequential Fourm nur monofon und setzt dem Poly-AT ein Limit.

Praktische Spielhilfen: die beiden Handräder und der polyfone Aftertouch des Sequential Fourm.
Praktische Spielhilfen: die beiden Handräder und der polyfone Aftertouch des Sequential Fourm.

Klingt der Sequential Fourm nach Prophet?

Fühlen wird dem Sound auf den Zahn. Ja, der kleine Sequential klingt durchaus „prophetisch“. Tendenziell ist sein Basisklang eher aggressiv, leicht brizzelnd und in kleinen Nuancen aufdringlich als sich mit Attributen wie „warm, cremig, rund, satt und wohlwollend“ zu schmücken. Die Audio-Demos zeigen einfache Konstellationen von Oszillatoren und Filter – er macht schon Druck.

Die Oszillatoren und das Filter auf dem Prüfstand – der Sequential Fourm klingt modern.
Die Oszillatoren und das Filter auf dem Prüfstand – der Sequential Fourm klingt modern.

Bei den ersten fünf Beispielen hört ihr den puren Sound des Sequential Fourm. Alle nachfolgenden Preset-Demos sind wiederum aufbereitet mit Reverb- oder Delay-Plugins. Generell habt ihr mehr Spaß beim Anspielen des Sequential Fourm, wenn direkt ein Multi-Effekt nachgeschaltet ist. Die am häufigsten verwendeten Effekte beim Synthesizer stellt euch der Bondeo-Workshop vor.

Audio Samples
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Saw und PWM Unisono 4 Voices mit Detune Chord – Vintage Filter mit Saw-Oszillator Filter mit Square-Oszillator

Polysynth und Pads

Der Sequential Fourm bietet vier Soundbänke mit insgesamt 512 Speicherplätzen – je zwei Factory- und User. Auf der Support-Seite stehen bereits einige Patches zum Download bereit. Vielen Dank dafür, aber ich wünsche mir noch viel mehr Brot-und-Butter-Sounds, die man für eigene Projekte nutzen und bei Bedarf schnell abwandeln könnte. 

Von einem solchen Synthesizer erwartet man vor allem Sounds aus den Kategorien Poly, Brass und Pad. Das liefert der Fourm aber mit nur vier Stimmen und bei relativ wenig klanglicher Wärme – ernüchternd! Die zusätzlichen Reverb/Delay-Plugins kaschieren ein wenig bei den Audio-Demos – ganz nüchtern wollt ihr die analogen Sounds nicht hören.

Audio Samples
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Preset A new Legend Preset Halo Pad Preset Bizarre Evolution Preset Leo Sun

Bass und Leads

Überzeugender als Pads, Brass und Co finde ich die Bässe und Leads beim Sequential Fourm. Vor allem die Solosounds lassen sich expressiv per Aftertouch gestalten und auch der Klang setzt sich bei der Live-Performance oder im DAW-Arrangement durch.

Audio Samples
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Preset Body Bass Preset Plucky Bass Preset Sawyer Vibez Preset Zawilead Preset CompOrLead

Sequenzer-Phrasen und mehr

Am meisten schätze ich den Sequential Fourm für Phrasen, forsche Elektro-Sounds und analoge Klänge, die minimal ins Experimentelle driften. Ein halbes Dutzend an Factory Sounds habe ich für euch angespielt – in diese Richtung geht noch mehr beim Sequential Fourm. Es lohnt sich, selber am Panel zu editieren.

Audio Samples
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Preset – Plucky Arp Preset – ModWheelXM Preset – This Just In Preset – Really Swell Preset – Common Era Preset – Aggro Feedback

Prophet-Duell unter 1.000 Euro: Sequential Fourm und Behringer Pro-800

Wer den klassischen Prophet-Sound sucht, findet einen sehr günstigen Desktop-Synthesizer: Behringer Pro-800 – ein SCI Prophet-600 Klon mit acht Stimmen für gerade einmal 250 Euro und einer ziemlich positiven Bewertung im Behringer Pro-800 Test. Da ich mit den Prophet-Qualitäten unseres Testgeräts akustisch nicht zu 100 Prozent zufrieden bin, vergleiche ich den Sequential Fourm einmal direkt mit dem Behringer Pro-800. 

Prophet-Sound im Vergleich: Sequential Fourm und Behringer Pro-800.
Prophet-Sound im Vergleich: Sequential Fourm und Behringer Pro-800.

Die fünf A/B-Vergleiche sprechen für eine klare Empfehlung: Pro-800 hat mehr Vintage-Charakter, klingt wärmer und ist für Comps und Pads die bessere Wahl. Mehr Punch für Sequenzer-Phrasen bekommt ihr beim Sequential Fourm.

Audio Samples
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Sequential Fourm – Saw Comp Behringer Pro-800 – Saw Comp Sequential Fourm – Brass Pad Behringer Pro-800 – Brass Pad Sequential Fourm – PWM Bass Behringer Pro-800 – PWM Bass Sequential Fourm – Unisono Bass Behringer Pro-800 – Unisono Bass Sequential Fourm – Filter Comp Behringer Pro-800 – Filter Comp

Das sind die Alternativen zum Sequential Fourm

Mit vier Stimmen, 37er Mini-Keyboard und hybrider Klangerzeugung plus Effekt-Sektion ist auch der Korg minilogue XD eine sehr gute Alternative. Zum Preis eines Sequential Fourm bekommt ihr sogar den Behringer Pro-800 und den Korg minilogue XD im Doppelpack – das ist mein Kauftipp. Wer über ein größeres Budget verfügt, schaut sich bitte den Sequential Take 5 an. Anders als der Fourm bietet er eine interne Effektsektion und auch das 44-Tasten-Keybed von Fatar gefällt dem Live-Performer deutlich besser.

Geht es um den polyfonen Aftertouch bei einer kleinen Tastatur, kommt auch der ASM Hydrasynth Explorer in Frage – seine Wavetable-Engine ist aber vollkommen digital.

Features Sequential Fourm Sequential Take 5 Korg minilogue XD
Klangerzeugung Analog, zwei VCOs, 4-Pol-Tiefpassfilter Analog, zwei VCOs, 4-Pol-Tiefpassfilter Hybrid, zwei VCOs plus Multi-Engine-Oszillator, 2-Pol-Tiefpassfilter
Polyfonie 4 Stimmen 5 Stimmen 4 Stimmen
Tastatur 37 Slim Keys mit Poly Aftertouch 44 Tasten, Fatar 37 Slim Keys
Effekte Reverb, BBD Delay, Chorus, etc. Mod, Delay und Reverb
Preis 899 Euro 1.499 Euro 569 Euro
Bewertung im Test 4 4 4,5
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FAZIT

Der Sequential Fourm hinterlässt im Test ein klares Bild: Dieser analoge Performance-Synth punktet mit einer differenziert bespielbaren Mini-Tastatur inklusive Poly-Aftertouch. Sein Klang mit Prophet-Charakter präsentiert sich modern und nicht im Vintage-Style – das sollte man mögen. Für Electro, House oder Techno passt er besser als für Ambient oder Retro. Für Pads á la Prophet-5 ist er nicht zu empfehlen. Seine Stärken liegen bei kraftvollen wie modulativen Patches für Sequenzer-Phrasen oder auch für Bässe und Leads.

Bei der Bedienung am Gerät gibt es nichts zu beanstanden. Das Sound-Programming kann sich vielfältiger als bei ähnlichen Analog-Synthesizern gestalten – dank Modulation. Weil der Sequential Fourm leider keinen einzigen Effekt integriert, solltet ihr fürs Sounddesign unbedingt ein Multi-FX-Bodengerät einplanen.

Letztlich sehe ich den Sequential Forum als eine praktische Zentrale für ein modernes Live-Setup oder in kleineren Projektstudios. Live-Keyboarder werden kaum Spaß mit ihm haben. Mit einem Straßenpreis von unter 1.000 Euro ist er zwar momentan der günstigste Spross von Sequential, aber bestimmt kein Schnäppchen. Alles in allem ist der Sequential Fourm ein miniaturisierter Prophet ohne großen Paukenschlag. Solide, bezahlbar, flexibel – mehr aber auch nicht: 4 Sterne.

Sequential Fourm FAQ zum Test

Für wen eignet sich der Sequential Fourm?

Mit seinem modernen Soundcharakter fügt sich der Synth ideal in aktuelle elektronische Musik ein – House, Techno und weitere verwandte Stile. Den klassischen Prophet-Vintage-Sound für breite mehrstimmige Flächen liefert er allerdings nicht so gut wie etwa ein Behringer Pro-800.

Was sind die Stärken des Sequential Fourm?

Besonders stark ist die Verzahnung von Poly-Aftertouch und analoger Klangerzeugung. Damit ergeben sich neue musikalische Ausdrucksmöglichkeiten. Das kompakte wie robuste Gehäuse und das intuitive bedienbare Panel sind ebenfalls Pro-Argumente.
Klanglich punktet er vor allem bei Bässen und Leads. Pads gelingen zwar auch, erreichen aber mit maximal vier Stimmen und dem eher modernen Sound nicht die analoge Wärme der Klassiker

Was ist polyphoner Aftertouch im Sequential Fourm?

Polyfoner Aftertouch ist wie normaler Aftertouch eine Spielhilfe, die man auf verschiedene Ziele routen kann. Mit zunehmendem Druck auf die Tastatur wird die Modulationsintensität geregelt. Im Fourm sind das LFO-Tiefe, VCO-Frequenz, Amp, LFO-Geschwindigkeit und Cutoff. Vorteil von polyfonem Aftertouch ist, dass man Aftertouch für jede Note einzeln kontrollieren kann, was ausdrucksstarkes Spiel ermöglicht.

Ist der Sequential Fourm für Einsteiger geeignet?

Ja, er ist im Prinzip einfach zu verstehen und sein Panel erschließt sich größtenteils auch einem Anfänger. Preislich gibt es allerdings günstigere Alternativen für den Einstieg.

Genügt die Polyfonie des Sequential Fourm?

Mit vier Stimmen sind zwar Dreiklange und auch Septimakkorde spielbar. In der Praxis wird man aber öfter auf Grenzen stoßen. Für Flächen in weiter Lage ist der Fourm nicht geeignet.

Benötigt der Sequential Fourm eine Computer-Unterstützung?

Nicht wirklich, die Bedienung läuft am Gerät relativ entspannt und an Speicherplätzen mangelt es nicht. Nur für ein OS-Update oder zur Sicherung eigener Presets muss der Fourm mit einem Computer werden.

  • Sequential Fourm: Analoger Performance-Synthesizer mit vier Stimmen
  • Tastatur: 37 Slim Keys mit polyfonem Aftertouch
  • Abmessungen (B × T × H): ca. 56,2 × 25,1 × 7,0 cm
  • Gewicht: ca. 3,97 kg
  • Gehäuse aus Stahl, Anti-Diebstahl-Slot
  • Display
  • Pitchbend- und Modulationsrad
  • Zwei VCOs, 4-Pol-Tiefpassfilter, zwei ADSR-Hüllkurven
  • Modulationsmatrix ähnlich Sequential Pro-One
  • Feedback / Drive Circuit
  • Arpeggiator/Step-Sequenzer
  • 512 Speicherplätze
  • Mono-Ausgang, Kopfhörer-Ausgang
  • MIDI In/Out/Thru
  • USB
  • Anschluss für Fußschalter/schweller
  • Externes Netzteil
  • Preis: (Straßenpreis Januar 2026) EUR 899,-

Herstellerseite: https://sequential.com/modern-analog/fourm

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